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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 95 mal aufgerufen
  
 KNZ Eggersdorf
Seiten 1 | 2
Ben Offline




Beiträge: 113
Punkte: 133

07.06.2017 14:24
#16 RE: T-310 antworten

Das irrtümlich Vernichten von aktuellem oder zukünftigem Schlüsselmaterial soll aber auch vorher schon ab und an mal vorgekommen sein. Ich kenne Leute, die durften im Beisein des MfS stundenlang Reissmuster erzeugen ........

Latino Offline




Beiträge: 14
Punkte: 49

07.06.2017 14:26
#17 RE: T-310 antworten

Logisch- in Sicherheitsfragen konnte niemand über so etwas hinwegsehen.

Jens Offline



Beiträge: 72
Punkte: 96

07.06.2017 14:27
#18 RE: T-310 antworten

@jensuwe schrieb:

Mir ist einmal beim Schlüsselwechsel der T-310 folgendes passiert - ein Wochenschlüssel des LSK/LV Schlüsselbereiches war doppelt in der "Verpackung" vorhanden - bloß gut ich hbs noch rechtzeitig bemerkt.
Habe nach der Feststellung des BV - OSL Große aus der 8. UA SAS / Chiff. zu rate gezogen - es wurde kurzerhand die gesamte Serie Schlüsselbereich LSK/LV außer Betrieb genommen und komplett vernichtet und die nächste als Reserve vorhandene Serie in Betrieb genommen.
Es wurde kurzerhand ein Fs - GVS - CHIFFRIERSACHE an alle Einheiten versandt - wo der Wechsel der Schlüsselunterlagen befohlen wurde.
Die VS-Stelle SCZ hatte dann den Auftrag kurzfristig alle Einheiten mit einen neuen Reserve - Schlüsselmittel für die T-310 auszustatten.

Jens Offline



Beiträge: 72
Punkte: 96

07.06.2017 14:28
#19 RE: T-310 antworten

@jensuwe schrieb:

Zitat von Gambit
@Gambit944 schrieb:
"Rote Jahne" war in Eilenburg, aber das nur am Rande. Es gab mehr als 2 Schlüsselbereiche im MfS, in die internen MfS Schlüsselbereiche kam von außerhalb keiner rein, aber selbstverständlich gab es Chiffrierverbindungen zu Bereichen außerhalb des MfS zwecks Zusammenarbeit. Beispiel obere Führungsebene.
Eins ist mir nicht ganz klar, wenn das Fs schon vorchiffriert war, warum haben die das nicht selbst abgesetzt über offene FS-Leitung oder in eure offene Fs-Stelle gegeben?




Stimmt "ROTE JAHNE" war in Eilenburg stationiert.
Die Vorchiffrierung der Abt 2000 wurde aus folgenden Grund vorgenommen - man benutze dazu ein Schlüsselbereich des MfS - so das eine Einsichtnahme von "anderen" ausgeschlossen werden konnte.
Der Einsatz der LfZ des MfS unterlag der absoluten Geheimhaltung - wie es zur damaligen Zeit eben so war.
Die haben sobeso "nicht jeden über den Weg getraut" und somit haben wir zur Weiterleitung immer einen vorchiffrierten Text zur Übermittlung bekommen.

Gambit Offline



Beiträge: 69
Punkte: 81

07.06.2017 14:30
#20 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:

Eine kleine Ergänzung zur GA der T 310. Auf Seite 7 steht, ich zitiere: „Mit dem Verfahren ARGON (T 310/50) können allgemeine (maximal 150 Teilnehmer) und individuelle Chiffrierverkehre realisiert werden.“
Das MdI arbeitete ebenfalls mit der T 310/50. In deren allgemeinen Schlüsselbereich befanden sich aber republikweit weit mehr als 150 Teilnehmer. Dafür gab es eine Sondererlaubnis des ZCO. Hier ein Auszug aus dem Fernschreibwählnetz des MdI.

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/FsWN.jpg

Jens Offline



Beiträge: 72
Punkte: 96

07.06.2017 14:31
#21 RE: T-310 antworten

@jensuwe schrieb:

hier ein Bild einer Schlüsselkarte für die ARGON

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/argon.jpg

Gambit Offline



Beiträge: 69
Punkte: 81

07.06.2017 14:32
#22 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:

Zitat von jensuwe
hier ein Bild einer Schlüsselkarte für die ARGON


Das dürfte ein Prüfschlüssel und kein "scharfer" Wochenschlüssel sein.

Gambit Offline



Beiträge: 69
Punkte: 81

07.06.2017 14:34
#23 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:

So sieht ein im Einsatz gewesener Zeitschlüssel (Wochenschlüssel) aus. Jeder, der sich das jetzt angeschaut hat, muss ab sofort im Panzerschrank schlafen!!!!

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/argon2.jpg

Ole Offline




Beiträge: 48
Punkte: 52

07.06.2017 14:35
#24 RE: T-310 antworten

@oleg schrieb:

Wie sich die Bilder doch gleichen:

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/r300.jpg

Seeger Offline



Beiträge: 16
Punkte: 24

07.06.2017 14:38
#25 RE: T-310 antworten

3AC schrieb:

Zitat von Luc
Havanna ? Was wollten sie dort ?
Schon seltsam was sich so ergibt.



Guten Tag,

die Botschaftsdienste verwendeten das Chiffrierverfahren DUDEK.

3AC

Stammgast Offline



Beiträge: 166
Punkte: 238

07.06.2017 14:40
#26 RE: T-310 antworten

Ich mache mal hier weiter:

Wie erhielten in Eggersdorf S1-Telexanschlüsse vom Amt 239 (Strausberg 5).
211-219 für offen ( Empfang in Sammelschaltung... 211 stand im Fernwahlverzeichnis und wenn 211 besetzt war kan Nutzer automatisch auf der 212 an.... wenn 212 besetzt war kam Nutzer automatisch auf 213 an ................. )
und 441-445 sollte zum absetzen von Fernschreiben genutzt werden, um die oben genannten nicht zu blockieren.
239-440 kam auf Fernschreibhandvermittlung und 239-280 kam zur HFS ZFWW auf MWIS.
239-219 war nur für Luft-Fs zu nutzen.

Dann folgte das aufdröseln.
Die 2000 wollte auch und bekam unsere 239-217.... auf t-310 im U9.
SCZ erhielt erste T-310 und bekam dafür 239-443.

Führungsorgan in U7 bekam eigene Fernschreibstelle und wr stifteten 239-444 und 239-445.... eine davon kam dort auf T-310. Denn Laage, Drewitz, Briest... erhielten auch T-310.

Wie Jens-Uwe beschrieb, folgte 1988 Umbau der offenen Fernschreibzentrale zum Betrieb der offenen Fernschreibverbindungen und T-310
Verbindungen. Denn die Aufstockung der T-310 konnte im SAS-Fernschreibraum rein vom Platz her nicht mehr gestemmt werden.
Dazu standen die T-310 Geräte in der SCZ und erhielten Sonderkabel in den großen Fernschreibraum zu den abgesetzten Fernschreibmaschinen.
Die dann 3 getrennte Bereiche erhielt: 1 Reihe offene Fernschreiber mit elektronischen Maschinen... 1 Reihe für die T-310 Maschinen mit T-63 und am Fenster zu den Fernsprechern blieben die Standverbindungen nach Moskau,Minsk, Warschau, Prag, Legnica mit je 2x T-63.
Wir nutzten dann 211,212,213 als offene Fernschreiber
und 214,215,216,218,443 für T-310

Weitere Beispiele: Stäbe und GS der LVD waren mit mindestens 1x T-310 ausgestattet.
Jedes JG hatte in der NZ einen offenen und einen T-310 Fernschreibanschluss.
Wie: JG-8 mit 259-312 (offen) und 313 (T-310)
Wie TG-44 mit 259-314 als offen + T-310
Wie StNZ Ranzig mit 259-366 auf T-310
Wie GS Müncheberg mit 239-362 (offen) und 363 (T-310)
Wie NR-14 Luch mit 239_284 ( offen + T-310)

Auch ZGS war umgerüstet:
259-451 +452 für Empfang und 461+462 für Sende ( offen)
464 für T-310
368 auf Handvermittlung
380 für ZFWW

Eigentlich war bis einschließlich 1988 die Einführung T-310 sehr umfänglich vertreten.

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