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Dieses Thema hat 25 Antworten
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 KNZ Eggersdorf
Seiten 1 | 2
Visa Offline



Beiträge: 57
Punkte: 97

07.06.2017 13:33
T-310 antworten

Das seinerzeit modernste Chiffriersystem T-310/50 ARGON - aus DDR-Produktion, wurde 1985 mit einem Gerät in der SAS-Fernschreibstelle in Betrieb genommen. Sie wurde im Schlüsselbereich MfNV eingesetzt.
Ich glaube, es war damals der Fernschreibanschluss +239-218-77-c -

Gambit Offline



Beiträge: 69
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07.06.2017 14:01
#2 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:
Leider nicht in der KNZ, aber hier mal die T-310 (immer 2 Gerätesysteme übereinander) im "scharfen Einsatz" in der HNZ-3.

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/T310.jpg

Jens Offline



Beiträge: 76
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07.06.2017 14:03
#3 RE: T-310 antworten

@jensuwe schrieb:
- insgesamt hatten wir 6 T-310/50 ARGON im Bestand -
- folgende Struktur: 1x schlüsselbereich MfNV - ab 1985 - in der SAS-Fernschreibstelle SCZ (alt) - Umbau 1988
3X Schlüsselbereich LSK/LV - ab 1988 für die "Kombinierten" Fernschreibzentrale KNZ - Umbau 1988
1x Schlüsselbereich MfNv / LSK7LV in der SCZ verblieben - als Offline Chiffrierplatz
1x Reserve - umschaltbar auf alle Plätze

Ralf Offline



Beiträge: 13
Punkte: 25

07.06.2017 14:05
#4 RE: T-310 antworten

Zitat
3X Schlüsselbereich LSK/LV - ab 1988 für die "Kombinierten" Fernschreibzentrale KNZ - Umbau 1988



Kenne ich noch. Diese kombinierte Fernschreibzentrale war die normale Fernschreibzentrale im NBG. Derart umgebaut, dass 1 Reihe offene FSM und 1 Reihe T310/FSM arbeiten konnten. Wobei das Gerät T310 in der SCZ stand und mittels Sonderkabel zu den FSM verschaltet waren.
Einhergehend mit Sonderberechtigung für die Fernschreiber. Die liefen dann auch über ZCO und OSL Mahler.

Gambit Offline



Beiträge: 69
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07.06.2017 14:06
#5 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:
Gründe der Einführung der T-310 waren u.a. die Ablösung älterer, deswegen nicht unbedingt unsicherer, Chiffrierverfahren sowie die Erhöhung des Deckungsgrades der Nachrichtenübermittlung (wie auch schon oben erwähnt). Desweiteren sollte auch der für den Chiffrierdienst bestätigte Personalbestand, welcher sich gerade in den achtziger Jahren sehr stark ausgeweitet hatte, nicht weiter übermäßig erhöht werden.
Dafür war eine abgesetzte Bedienmöglichkeit, welche sich nicht unbedingt in der eigentlichen Chiffrierstelle befinden mußte, vorgesehen. Das Personal an diesen BT wurde zwar auch noch überprüft und bestätigt, aber die Anforderungen und Überprüfungsmaßnahmen waren hierfür wesentlich niedriger und es konnten dafür auch Soldaten im GWD herangezogen werden. In Dienststellen wo die Chiffrierstelle nicht im 24-h Dienst betrieben wurde, konnte die Verbindung nach Dienstschluß z.b. zum OvD umgeschaltet werden.
Schlüsselwechsel im Grundgerät etc. wurde weiterhin nur durch SCD Personal vorgenommen.

Laut GA Argon Seite 9 Entfernung BT-(BTZ)-GG max. 100m.

pinkpanter Offline



Beiträge: 68
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07.06.2017 14:10
#6 RE: T-310 antworten

Bekannt ist, das gerade T-310 Einsatz sehr umfassend in TT ging.
So hatte NR-14 im Stabsgebäude 2 Telexmaschinen... 1x offen, 1xT-310.
NFWL-14 dito
TG-44 dito
VS-14 dito
Stab FOFMTFK dito
usw usw
und fast alles in der Kombination als gemeinsame Fernscheibstelle beim allg. Fernschreibpersonal und Schlüsselgerät abgesetzt unter Verschluß.

Gambit Offline



Beiträge: 69
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07.06.2017 14:11
#7 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:
Zum Aufstellort der T 310, es steht nirgendwo geschrieben dass das abgesetzte BT im selben Gebäude wie das GG stehen muss, maßgebend sind eben die 100m und noch einige Bestimmungen bezüglich des Abstandes des Gerätes zur Grenze der kontrollierten Zone. Sollten diese 100m mal nicht ausreichend gewesen sein, wurden sicherlich Lösungen gefunden und sei es eine zweite T 310 aufzustellen. Detaillierte Informationen dazu liefert die Installationsvorschrift zum Gerätesystem in welcher beschreiben ist was möglich ist und was nicht. Auch ist festlegt das als Endmaschinen nur FSM T 51 bzw. T 63 zugelassen sind (KOMA Problematik). In der Chiffrierstelle des MfS in der Gotlindestr. in Berlin wurde dies nicht beachtet. Hier kam die elektronische FSM F 1300 zu Einsatz, bis zu dem Tag als vor dem Gebäude im öffentlichen Straßenland Messungen vorgenommen wurden. Im Ergebnis dessen wurde zur Freude der MA wieder auf elektromechanische FSM umgerüstet und es war wieder richtig Krach in der Hütte. Hatte es da in meiner Dienststelle besser, 12 m unter der Erde im märkischen Sand ist diese Problematik zu vernachlässigen. Dafür gab es thermische Probleme beim Betrieb der T 310 sowie Probleme auf begrenzten Raum die angewiesene Zahl von Gerätesystemen entsprechend der Installationsvorschrift zu installieren, in dem zur Verfügung stehenden Raum war über mehrere Jahre quasi parallel das Vorgänger Kanalchiffriergerät T 353 unterzubringen.

„Mir ist da Einsatz mit BT nur in verbunkerten (und damit zutrittsgesicherten und abstrahlungsarmen) Bauwerken bekannt (z.B. HGS VM Tessin). Wurde das auch 'normal' eingesetzt ?“

Die T 310 unterlag meines Wissens, unter Beachtung der oben erwähnten Installationsvorschrift sowie der dazugehörenden GA keinerlei Beschränkungen des Einsatzes, ob nun ober- oder unterirdisch, ob stationär oder mobil.

Eggersdorfer Offline




Beiträge: 42
Punkte: 66

07.06.2017 14:13
#8 RE: T-310 antworten

Musste die Fernschreibstelle Eggersdorf nicht auch dran glauben ? Gerade erst auf elektronische FSM umgerüstet kamen dann ab gemeinsame Fernschreibstelle wieder das geklapper der T63 hinzu.
Wir war die neue Aufteilung der Fernschreibstelle ? Der offne Bereich blieb an der Seite Eingangstür und die gedeckten Verbindungen gegenüberliegend Fensterreihe ?
Ich weiß es nicht mehr

Gambit Offline



Beiträge: 69
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07.06.2017 14:15
#9 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:
Ein Foto vom Kanalchiffriergerät T 353 (Dudek) in der HNZ-3. Die T 353 war bis Frühjahr 1989 vor allem in der oberen Führungsebene sowie im MfS im Einsatz und wurde verstärkt seit Mitte der achtziger Jahre im Inlandschiffrierverkehr schrittweise durch die T 310 abgelöst. Bis zum 02.10.1990 24 Uhr wurden mit diesem Gerät Chiffrierverbindungen im Auftrag des Innenministeriums, Abt. Internationale Verbindungen, nach Warschau, Prag und Havanna betrieben.

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/T353.jpg

Luc Offline



Beiträge: 14
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07.06.2017 14:16
#10 RE: T-310 antworten

Havanna ? Was wollten sie dort ?
Schon seltsam was sich so ergibt.

Gambit Offline



Beiträge: 69
Punkte: 81

07.06.2017 14:18
#11 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:

Zum einen haben ja eine große Anzahl Kubaner in der DDR gearbeitet und anderseits haben DDR Bürger Urlaub in Kuba gemacht, meine persönliche Einschätzung. Kann mich noch genau erinnern, 23.30 Uhr MEZ Planzeit Funk Havanna. Angedacht war auch eine Verbindung nach Nicaragua.

pinkpanter Offline



Beiträge: 68
Punkte: 100

07.06.2017 14:19
#12 RE: T-310 antworten

Unter dem Ansatz unterschiedlicher Schlüsselbereiche.
Bei 2000 im Kdo T-310 defekt- dann stand der Schulz vor der Tür der SCZ mit seinen Fernschreiben, obwohl er hätte seine Standverbindung nach Berlin genauso nutzen können und Berlin verteilts dann weiter.
Also, wie kam das dann mit den Schlüsselmitteln hin ? Ihr kamt in den MfS Bereich rein ?

Jens Offline



Beiträge: 76
Punkte: 104

07.06.2017 14:20
#13 RE: T-310 antworten

@jensuwe schrieb:

Wenn bei der Abt. 2000 die ARGON defekt war - stand wie oben beschrieben - einer von denen vor unserer Tür (Namen sind mir nicht mehr bekannt) - und brachte uns ein Lochstreifen, der schon vorchiffriert war. Wir mussten den meist an das MfS-Objekt "ROTE JAHNE" - nach Dessau (dort waren ua. AN-2 des MfS stationiert) mit dem Schlüsselbereich MfNV über die T-310 weiterleiten.
Die Leute der Abt. 2000 hatten dabei absolutes Betretensverbot in die SCZ - (war immer ein besonderer Moment, wenn man die Tür vor der Nase wieder zugemacht hat). Der bearbeitete Streifen ging dann in die Abfertigung - wo er dann wieder gehölt wurde. Die wollten auch meistens keine Empfangsquittung von und haben (waren ja was besseres). Wir haben uns natürlich immer Zeit gelassen, da wir ja wichtigeres zu tun hatten.

Gambit Offline



Beiträge: 69
Punkte: 81

07.06.2017 14:22
#14 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:
"Rote Jahne" war in Eilenburg, aber das nur am Rande.
Es gab mehr als 2 Schlüsselbereiche im MfS, in die internen MfS Schlüsselbereiche kam von außerhalb keiner rein, aber selbstverständlich gab es Chiffrierverbindungen zu Bereichen außerhalb des MfS zwecks Zusammenarbeit. Beispiel obere Führungsebene.
Eins ist mir nicht ganz klar, wenn das Fs schon vorchiffriert war, warum haben die das nicht selbst abgesetzt über offene FS-Leitung oder in eure offene Fs-Stelle gegeben?

Gambit Offline



Beiträge: 69
Punkte: 81

07.06.2017 14:22
#15 RE: T-310 antworten

@Gambit944 schrieb:
Im Jahre, ich glaube 1987, gab es eine Kompromittierung des Zeitschlüssel bei einem Teilnehmer des Schlüsselbereiches zentraler Führungsbereiche. Es wurde bereits der Wochenschlüssel der nächsten Woche verwendet, der eigentliche aktuelle Schlüssel war nicht auffindbar. Untersuchungen ergaben, dass die betreffende Person mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch eine geänderte Verpackungsform der Schlüsselmittel irritiert war und somit den eigentlich aktuellen Schlüssel unbeabsichtigt vernichtete. Die betreffende Person wurde in Folge mit einer anderen Tätigkeit außerhalb des Chiffrierwesens betraut. Einzelheiten sind bekannt.

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