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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 47 mal aufgerufen
 5.Luftwaffendivision
Jumbo Offline



Beiträge: 6
Punkte: 10

23.06.2017 21:42
FlaRak in Ostdeutschland antworten

Die Fla-Raketen der NVA Luftverteidigung gingen in der Masse zur Auflösung.
Für FRR-31 Straßgräbchen , FRR-13 Parchim , FRR-23 Stallberg , 51. FRBr Sprötau kamen kamen Auflösungsstäbe und die wurden den Abwicklungsstäben unterstellt.

Bei 41. FRBr Ladeburg und 43. FRBr Sanitz rückten Kommandeursgruppen an. Das bedeutete erst einmal Weiterverwendung.
Vorgesehen war ab 3.10.90 die jeweilgen FRAG mit dem Komplex S-200 und je ein Komplex S125 weiter zu betreiben.
Die S-75 Standorte sowie die S-125 Standorte sollten dann jedoch recht zügig ausgegliedert werden und kamen zur Abwicklung.
Übrig blieben Teile des Brigadestabes und die Stabs-und Versorgungskompanie..
Gemäß den geltenden Befehlen blieben ab 3.10.90 die DDR-Strukturen und Verfahren befristet bestehen. Damit auch die Takt. Bezeichnung der Verbände.
Nur hatten die dortigen Verbandsstäbe ihre Vorgesetzten nicht mehr bei den LVD und in den GS der LVD, sondern im Kdo LSK/LV-Vorbereitungsstab 5.LwDiv in Strausberg/Eggersdorf sowie im LV-Gefechtstand Fürstenwalde direkt.
Auch daran erkennen wir, sämtliche Fernmeldeverbindungen waren neu zu organisieren.

Carlos Contreras Offline



Beiträge: 11
Punkte: 15

23.06.2017 22:56
#2 RE: FlaRak in Ostdeutschland antworten

Wirre Zeiten damals und große Zweifel ob die Verantwortlichen im BMvg/FüL ( Führungsstab Luftwaffe) wussten was sie tun.
Oft überwarfen sich Festlegungen von dort und vom Luftwaffenamt im Stundentakt und zum Feierabend lag die Version 15 zum selben Sachverhalt vor. Oft waren wir heilfroh, die Version1 doch nicht gleich zur Truppe durchgereicht zu haben.
Die 41.FRBr trug sogar bis Januar 1992 diese Bezeichung.
Da im Gebiet der ehemaligen DDR weder NATO-Truppen noch NATO-Waffen zum Einsatz kommen sollten, waren die "Verteidigungsaufgaben" auf ehemalige NVA Strukturen umzusetzen.

Zu Beginn des Januar 1991 kam vom FüL eine mit Datum 08.01.91 gefertigte Struktur der 5. LwDiv inkl. Personalansatz.
Wir hatten zum 01.10.91 den STAN FlaRak-Geschwader 51 für Sanitz (43.FRBr NVA) umzusetzen. Bereits ab Januar 1991 war für uns dann dort das FlaRakG 51.
An Stellen sollten bleiben: 451 Soldaten und 51 Zivile.
Zu bilden waren:
-Geschwaderstab und Stabs-u. Versorgungsstaffel in Sanitz auf Basis Stab 43.FRBr mit 130 Soldaten und 2ZB.
- 1.+2. FlaRak Staffel in Prandendorf (Cammin) mit S-200 auf Basis FRAG-431 mit 2x50 Sold.+ 2x14 Ziv..
- 3.+4. FlaRak Staffel in Nienhagen mit S-125 auf Basis FRA-4332 mit 2x50 Sold. + 2x 14 Ziv..
- 5.+6. FlaRak Staffel in Sanitz auf Basis TA-4320 mit 2x50 Sold. + 2x14 Ziv..
- LwSanStff in Sanitz auf Basis FuTA-4301 mit 21 Sold. + 5 Ziv..

Da klingeln doch die Alarmglocken. Eine Sanitätsstaffel auf Basis einer Funlmeßeinheit aufzustellen.
Natürlich kam alles ganz anders. Die San-Staffel entstand dann aus dem Med-Punkt der FRBr.
Und die FuTA-4301 und FuTA-4101 arbeiteten noch etliche Monate für den Radarführungsdienst zur Überwachung der Russenflüge.
Die 5./6. Staffeln kamen nie zur Aufstellung. Das Objekt der TA kam zur Abwicklung.
Auch Nienhagen sollte nie in Neu-Nutzung kommen. Die FRA 4332 ka zur Abwicklung.
Einzig die 2 Staffeln S-200 folgten der Struktur und Prangedorf hieß ab sofort Cammin.

Carlos Contreras Offline



Beiträge: 11
Punkte: 15

23.06.2017 23:19
#3 RE: FlaRak in Ostdeutschland antworten

41.FRBr sollte FlaRak-Geschwader 52 werden. Aber schon die Strukturplanung zeigt das dies nur Show zur Verdeckung einer anderen Maßnahme war. Timeline stand mit 1.1.1992. Denn das Geschwader sollte nur 128 Mann umfassen.

- Stab und Stabs+Versorgungsstaffel in Ladeburg auf Basis des Stab 41. FRBr mit 39 Soldaten.
- 1.+2. FlaRakStff in Badingen mit S-200 auf Basis FRAG-411 mit 2x 10 Sold.
- 3.+4. FlaRakStff in Fehrbellin mit S-125 auf Basis FRA-4132 mit 2x 10 Sold.
- 5. FlaRakStff in Klosterfelde auf Basis TA-4120 mit 10 Sold.
- 6. FlaRakStff in Schönermark mit S-125 auf Basis FRA-4131 mit 10 Sold.
- LwSanStff in Ladeburg auf Basis FuTA-4101 mit 25 Sold. + 5 Ziv.

Natürlich wurde Med-Punkt Ladeburg die SanStff. Die Staffeln Fehrbellin, Klosterfelde, Schönermark kamen nir zur Aufstellung.
Hier war eine Besonderheit. Ungefähr im März 1991 verlegte die Bundeswehr GEHEIM eine FlaRak-Gruppe aus den alten Bundesländern. GEHEIM, weil es gegen die Absprachen 2+4 verstieß. Die dann in Ladeburg, Fehrbellin, Klosterfelde, Schönermark stationiert war.
Es gab NULL Vertrauen zu Ex-NVA Soldaten und bei möglichem eingreifen der Russen sollte die Luftabwehr der Hauptstadt im Sinne der Staatsorgane und der Bw-Truppen mit Sicherheit gesichert sein.
In dem Sinne war FlaRakG-52 nur Show zur Deckung der Aktion dieser FlaRak-Gruppe.
Selbst in Strausberg war erstaunen um Entdeckung dieser Aktion. Denn die FlaRak-Gruppe (West) konnte auch nur vom Stammverband West geführt und eingesetzt werden.

Regner Offline




Beiträge: 10
Punkte: 9

23.06.2017 23:31
#4 RE: FlaRak in Ostdeutschland antworten

Eine Aufgabe war AutoFü für FlaRakG 51 zu bringen.
Die Richtfunkachse West kam ja fast gerade in West-Ost bis Cölpin. Genutzt werden sollte dann Richtfunk 24/400 über Utzedel und RFB-9 nach Sanitz.
Der Gefechtsstand des Geschwaders blieb im Bunker Rövershagen.
Wir schalteten an AutoFü:
Rufnummer 4275500 für AIS
Rufnummer 4275001 für Geschwader Kommandeur
Rufnummer 4275401 für S4 Offizer
Rufnummer 4275540 für Gefechtsstand Rövershagen
Rufnummer 4275301 für S3 Offizier
Und noch 1 Anschluß für den Bildschreiber. Rufnummer weiß ich aber nicht mehr.

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