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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 55 mal aufgerufen
 Allgemeines zum Kdo
Franzburg Offline



Beiträge: 17
Punkte: 37

28.06.2017 21:53
Strahlungsmesstrupp antworten

Die UA FEK erhielt in den 1980ger Jahren einen strukturmäßigen Strahlenmesstrupp.
Zuständig für Strahlungsmessungen aller Art.
Deren Labor war im Gebäude U2 Keller.

Julius Offline



Beiträge: 15
Punkte: 15

28.06.2017 21:59
#2 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Doch schon, einer war dann (nach Ministerentscheid MfS) beim ZCO angesiedelt.
Ich hatte über die Jahre verteilt mehrfach mit ihnen zu tun. Die haben einen überaus kompetenten Job gemacht. Und sind jedesmal ihrer Umgebung entsprechend in angemessenem Dienstgrad rumgesprungen.

Einen in der LSK/LV muß es auch gegeben haben. Denn das Wetterradar in Strbg/Nord wurde 1980+ auf Strahlenbelastung des Personals auf Veranlassung Leiter MD gecheckt. Daraufhin wurden weiter einschränkende Maßnahmen im Betriebsmodus festgelegt. Mehr als diese nebulöse Formulierung ist aber nicht mehr recherchierbar.

Ben Offline




Beiträge: 108
Punkte: 124

28.06.2017 22:00
#3 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Die ZCO Truppe hatte vornehmlich die Abstrahlungen der Geräte in den SCZ zur Aufgabe.
Kenne noch den Umzug SAS vom ZGS zum NBG und das rumsausen des Messtrupps außen un das NBG- Anfangs war dort die Abstrahlung zu hoch- Maßnahmen innen mit Käfig /Erdungen- und immer wieder Messungen außerhalb Gebäude.

Solche Aushilfen auf anderem Gebiet sind mir neu- daher hier wieder etwas hinzu gelernt.

Frank1 Offline



Beiträge: 335
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28.06.2017 22:02
#4 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Frank schrieb:
Diese ZCO Truppe hat auch jedes zusätzlich installierte Fremdsystem mit Aussenverbindung, was nur in der Nähe von SAS war, geprüft. Und ist dabei einigen gehörig auf den S... gegangen, weil die zuvor nicht dran dachten.

So z.B. das System MIDA allgemein und ADONIS im GS-31. Das hat dann bei ADONIS zu erheblichen Dellen in der Entwicklungszeit geführt (hier ist schon mal woanders danach gefragt wurden, das war einer der Gründe dafür).

Unser System -siehe mein Avatar- stand c.a. 50m Luftlinie von dem Rifu-System auf dem ZGS Altbau entfernt & eigentlich mit Hauptausrichtung Westen und damit auf das RiFu-System. Hier war es genau anders herum, hier haben sie die Rifu-Systeme gecheckt um der AdW DDR zu helfen ihre Filtersysteme in den Vorverstärkern da zu optimieren.

Im Jahr 1985+ hat die MVM über Tage (!) unbemerkt Signaturmessungen vom nächsten Punkt zum Neu-/Altbau Füwa durchführen können. Dies hatte danach einen Großeinsatz der Truppe im Bauwerk mit grauenhaften Erkenntnissen & Schlußfolgerungen & Konsequenzen für den Dienstablauf da zur Folge. Und so gibt es noch eine Reihe weiterer Punkte.

Täubner Offline



Beiträge: 13
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28.06.2017 22:04
#5 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

jaja- da mussten dann getrennte Erdungen eingezogen werden und solche Dinge.... es gab nur Arbeit wenn ZCO Messtrupp auftauchte....
Aber groß war damals Geschrei als mit Inbetriebsetzung der neuen SAS Zentrale im NBG dann der Messtrupp die Fernschreiben von den SAS Fernschreibmaschinen außerhalb der Stabszone mitlesen konnte. Derart die Abstrahlung... Letztendlich auch nur eine Erdungsgeschichte es war... Aber die MVM hätten sich über derartige Geschenke gefreut...

Täubner Offline



Beiträge: 13
Punkte: 21

28.06.2017 22:06
#6 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Kabel schrieb:
Genau das Problem war es, was das MfS daran hinderte, Computer im größeren Umfang einzusetzen.
In ca. 250 m von der BV Frankfurt(O) hat der Meßtrupp die Abstrahlungen von elektr. Schreibmaschinen und des Testcomputers mitschreiben können.
Danach war erstmal Schluß mit modern - damit Gauck später was zu tun hatte, wurden die alten Karteikarten weitergeführt .......

Frank1 Offline



Beiträge: 335
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28.06.2017 22:37
#7 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Frank schrieb:
Du liegst immer ziemlich gut. Wir sollten mal klären » was war als Trupp ZCO & was LSK/LV. Siehe meinen Hinweis oben, einen bei uns sollte es auch gegeben haben.

Stammgast Offline



Beiträge: 99
Punkte: 139

28.06.2017 22:38
#8 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Strahlungsmesstrupp gab es bei FEK im Kommando. Labor war im Gebäude 2 im Keller. Das Ergebnis in Strausberg mit den Modalitäten liegt ja genau im Aufgabenbereich der FEK Truppe.
ZCO war ZCO und dann kam der Trupp aus Berlin rsp. Hoppegarten in "Amtshilfe".
Das ZCO Personal direkt im Kdo hätte, wäre bemerkt worden.

Hubert Häckel wollte mich ja zum Mestrupp abwerben als der Trupp neu aufgestellt wurde. Zuvor gab es nur sporadische Messungen durch die Offze von FEK bzw. davor "Sicherheit & Geheimhaltung" bei FRT.

Frank1 Offline



Beiträge: 335
Punkte: 401

28.06.2017 22:40
#9 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Frank schrieb:
Das steht wohl auch ausserhalb der Diskussion. Was meine Info's zu ZCO betrifft, da konnte man nicht fragen, die wurden da eingeschaltet. Es gab dazu Anweisungen. Es hat ja auch nicht geschadet.

Aber mal zur FEK-Truppe LSK/LV » du meinst diese Truppe könnte auch unsere Radarstation in Strbg/Nord (siehe weiter oben) gecheckt haben ?

Andy Offline




Beiträge: 233
Punkte: 333

28.06.2017 22:41
#10 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Das Mfs hat ja garantiert nur die kompromittierende Abstrahlung interessiert.

Wenn ich so an die Zeit im NFWL zurückdenke .... in den Anleitungen zu den Funkbuden war eigentlich zum Thema gefährliche Strahlung nichts enthalten. Wie es bei RSP, RSBN aussah weiß ich nicht ... auf alle Fälle strahlten diese auf dem Reparaturplatz umher was man schon im Radio hören konnte ...

Irgendwann kam dann eine Belehrung über Strahlung in höhren Frequenzbereichen und Leistungen ... unter diese viel wohl die R-834. Irgendein Strahlenschutzanzug existierte auch in einem Glasschrank der Lehrwerkstatt. Ob den je einmal einer getragen hat - mir ist es nicht bekannt.

Alles in allem wurde es wohl eher locker gesehen. Auch das Thema kompromittierende Abstrahlung. Ansonsten wäre der Raum für die Inst. der Steuerstrufe LAU nicht direkt an der Karl-Liebknecht Straße gewesen ... quasi 1 m Luftlinie vom öffentlichen Fußweg entfernt.

Ob es nun damals Infos über die Gefährlichkeit gab oder nicht. Traurig und schockierend ist es auf alle Fälle das bei einer nach der Wende in Trollenhagen durchgeführten Messreihe ein daran Beteiligter extra reaktivieter StFw verstrahlt wurde. Glaube an der P 15.

Franky2 Offline




Beiträge: 69
Punkte: 69

28.06.2017 22:45
#11 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Frank schrieb:
Das kann man so sagen. Ich schrieb ja schon, wir betrieben eine Hochleistungs-(Wetter-)Radarstation auf dem Platz Strbg Nord (am Ministereingang). Diese eine reichte uns, deckte die DDR ab. Diese wurde anfangs der 80er auf Veranlassung unseres Leiters des Dienstes gecheckt auf gesunheitsgefährdende Strahlungswirkung u.ä. Zumal sich das 'Büro' der Einrichtung gegenüber der Strasse in einer normalen LBU befand. Und es wurden danach Schlußfolgerungen gezogen.

Nur diese Station war ein Typbau und eine von vielen im WV + UdSSR

R3J Offline




Beiträge: 29
Punkte: 37

28.06.2017 22:46
#12 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

So sehe ich das auch

Sag mal, Frank - dieses Wetterradar beim VS-14, war da eine Antenne, die aussah, wie klein Fritzchen sich eine UFO-Antenne vorstellte : Rundes Drahtgeflecht mit einem Dipol in der mitte mit einem dicken Knubbel am Ende. Das Ding war auf einem Hügel und sah ungemein putzig aus. Ich habe es aber nie drehen sehen ..

Frank1 Offline



Beiträge: 335
Punkte: 401

28.06.2017 22:48
#13 RE: Strahlungsmesstrupp antworten

Frank schrieb:
du warst wohl auch überall. Ja, die Antenne sah für normale Menschen komisch aus. Und sie drehte sich tatsächlich nicht. Sie war auf das zu beobachtende Gebiet ausgerichtet und hatte einen relativ großen Streuwinkel der Strahlmittelachse. Sie wurde im Normalfall vllt zweimal pro Stunde neu ausgerichtet und das fiel sicherlich nicht so auf.

Leider waren wir nicht in der Lage dieses einzigartige System in der DDR direkt abzulichten. Wir sind auf Hilfsmittel angewiesen »

Abb 1: Aufnahme der AMS mit MRL-1 auf Hügel von 1992 vor der Demontage. Mitte rechts ist die Leichtbauunterkunft mit den Arbeits- und Aufenthaltsräumen zu sehen, darüber das Antennensystem des TSR-1 – Mustergerätes. Diese Systeme waren dann später so an ~10 Plätzen meistens in/an der GdFL installiert.

Abb2: Teil einer Panorama·Aufnahme der VS-14 mit AMS·Technik in der Bildmitte von 1991. In der Bildmitte sind 2 Parabolspiegel zu sehen. Der rechte kleinere gehört zur MRL-1, der andere zur Höhenwind-Radar-Station HWR-2. Im Lagergebäude daneben befand sich u.a. das erforderliche HWR-2 Steuergerät sowie das umfangreiche MRL-1 Beobachtungsarchiv.

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