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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 99 mal aufgerufen
 DDR-Leben
Seiten 1 | 2
Bodo Offline



Beiträge: 37
Punkte: 57

25.07.2017 22:40
SED-Parteischulen antworten

Die ehemalige SED-Bezirksparteischule Schwerin ist durch Brandstiftung abgebrannt.

http://www.svz.de/nachrichten/home/top-t...rteischule.html

Das bringt mich nun auf ein Thema "SED-Bezirksparteischulen ".

Z.. ( Gast )
Beiträge:

25.07.2017 22:41
#2 RE: SED-Parteischulen antworten

@Zahnrad schrieb:
Ja--auch bei uns in CB gab es eine BPS. Nach der ,, Wende'' wurde sie in einem ,, Gastronomie-Komplex'' integriert. Unterschied zu DAMALS---BPS. immer gut besucht---Heute---???---man wäre froh, wieder diese Besucher zahlen von damals zu haben !!

Andy Offline




Beiträge: 160
Punkte: 208

25.07.2017 22:42
#3 RE: SED-Parteischulen antworten

@Andy schrieb:
Sind die nicht schon pleite .. war doch glaube Parkhotel bzw. BestWestern in Branitz

Z.. ( Gast )
Beiträge:

25.07.2017 22:47
#4 RE: SED-Parteischulen antworten

@Zahnrad schrieb:
---so richtig immer noch nicht---aber man will sich irgendwie neu profilieren !( mein Kenntnisstand von einer nebenan Wohnenden )
Offiziell war ja schon am 31.12.11 Schluß--aber irgendwie ,, hielt man sich noch am Leben''-----kennste ja. ---x-mal geschlossen und mit ,, Veränderungen '' geht es weiter--gleiche Stelle--gleicher Ort. EINER gewinnt immer neu .

Volkmar Offline




Beiträge: 24
Punkte: 32

25.07.2017 23:03
#5 RE: SED-Parteischulen antworten

Ah ja - hatte da mal etwas gelesen. Da hast du recht - EINER gewinnt immer neu .

Insgesamt waren 15 Bezirksparteischulen (BPS) gebildet:
"John Scheer" in Rostock
" Willi Schröder" in Schwerin
"Kurt Bürger" in Neubrandenburg
( in den 3 Nordbezirken wurden neue BPS-Objekte aus dem Boden gestampft.)

" Friedrich Engels" in Berlin
" Julian Marchlewski" in Potsdam ( mit Ast in Kleinmachnow)
" Friedrich Engels" in Frankfurt/Oder
" Michail I. Kalinin" in Cottbus
" Walter Ulbricht" in Leipzig
" Georg Wolff" in Dresden
"Wilhelm Liebknecht" in Ballenstedt für SED BL Halle
" Ernst Thälmann" in Erfurt
" Rosa Luxemburg" in Bad Blankenburg für SED BL Gera
" Ernst Schneller " in Mittweida für SED BL Karl-Marx-Stadt
" Hermann Matern " in Magdeburg
" Wilhelm Pieck " in Schleusingen für SED BL Suhl

Zusätzlich neben Kreisparteischulen waren Sonderschulen platziert. Sonderschulen hatten unter anderem die Aufgabe der Weiterbildung des Personals der KPS und BPS oder von Funktionären für Kultur und Agit/Prop.
Außerdem waren mehrere Institute des ZK der SED in Betrieb.

Soweit eine grübe Übersicht.

Judas Offline



Beiträge: 22
Punkte: 26

25.07.2017 23:05
#6 RE: SED-Parteischulen antworten

....ist aber nur für ,, EINZELNE'' zutreffend---das ,, Fußvolk'' macht immer den Ars.. hier und auch anderswo !!

Opitz Offline



Beiträge: 27
Punkte: 31

25.07.2017 23:06
#7 RE: SED-Parteischulen antworten

BPS = Bezirksparteischule. Gehörte zur SED-Bezirksleitung.
Die BPS Frankfurt/Oder war gelegen zwischen Oderturm und Oder ( Ziegenwerder).
Hochhaus war das Bettenhaus und der Zweigeschosser die Schule.
Nach der DDR erfolgte dort die Gründung der Uni "Viadrina" und jetzt ist dort der Campus. Bettenhaus blieb Bettenhaus. Nur eben alles saniert.

Angefügte Bilder:
BPSFFO.jpg  
Geigenton Offline



Beiträge: 12
Punkte: 16

25.07.2017 23:08
#8 RE: SED-Parteischulen antworten

Einmal veranstaltete dort das Kdo LSK/LV den Fliegerball der LSK/LV. Das Bettenhaus war Unterkunft der geladenen Gäste mit Ehepartner und des Org-Büros des Kommando..
Zuständig für die Ko-Organisation in der SED BL war deren Abteilungsleiter Sicherheit.
NR-14 stellte die Bedienung ( Kellner) und die Nachrichtenverbindungen offen und SAS. Da dort Stadtzentrum war mussten die SAS LKW des NBA entladen werden und im Gebäude eine gesicherte SAS-Zentrale eingerichtet. Alles für 2 Tage.
Für den Minister war Wtsch eingerichtet.

Strelasund Offline



Beiträge: 8
Punkte: 8

25.07.2017 23:10
#9 RE: SED-Parteischulen antworten

Dabei existierten verschiedene Parteischulen: Betriebsparteischulen (Bildungsstätten), Kreisparteischulen, Bezirksparteischulen (bis 1952 als Landesparteischulen), Sonderschulen, die Parteihochschule 'Karl Marx' (PHS) und die Akademie für Gesellschaftswissenschaften (AfG, 1976 hervorgegangen aus dem im September 1951 gebildeten Institut für Gesellschaftswissenschaften).
Sie dienten der Kaderauslese und sollten einen zuverlässigen, disziplinierten und marxistisch geschulten Funktionär hervorbringen.

Die erste Parteihochschule war die 1946 gegründete PHS Karl Marx in Liebenwalde. 1948 zog sie nach KleinMachnow und 1955 nach Berlin um. Hier wurden u. a. Dreijahreslehrgänge, aber auch Fernstudienlehrgänge mit dem Abschluss Diplomgesellschaftswissenschaftler durchgeführt und in Einjahreskursen Kader auf führende Funktionen in Partei, Staat, Wirtschaft und Massenorganisationen vorbereitet.

Weitere Parteischulen waren u. a. die Sonderschule Hans Marchwitza (Weiterbildung von Kulturfunktionären),
das Zentralinstitut für sozialistische Wirtschaftsführung,
die Institute des Zentralkomitees zur Ausbildung von Funktionären für die sozialistische Landwirtschaft (Liebenwalde, Dresden-Pillnitz, Schwerin) und die Sonderschule Franz Mehring (Schulung von Mitgliedern der Deutschen Kommunistischen Partei in der Bundesrepublik, DKP) in Berlin.

Funker Offline



Beiträge: 42
Punkte: 58

25.07.2017 23:11
#10 RE: SED-Parteischulen antworten

BPS Potsdam ab 1978 Neubau auf 3,2 ha Areal in Waldstadt II. Auch mit Bettenhochhaus mit 256 Zimmer und Kongresszentrum/Schule.
Nach der DDR dann als Residence-Hotel betrieben. Ging Pleite.
Dann kam ca. 2005 Firma Semmelhaak und machte dort alles zu Wohnungen. Der moderne Kongresssaal kam unter die Abrißbirne.
Der Gebäudekomplex mit Restaurant, Kegelbahn und Lagerraum wurde ebenfalls abgerissen.
Das Areal hatte bis dahin seit der Wende gut 10x den Besitzer gewechselt. Eben Spekulationsobjekt.

Kornelia Wehlan- aktuell Landrätin Landkreis Teltow-Fläming, war 1978 Absolventin der BPS Potsdam und arbeitete bis 1989 in der SED-Kreisleitung Luckenwalde und 1990/91 beim PDS-Kreisvorstand Luckenwalde.
So schlecht kann die BPS nicht gewesen sein. Wenn es sogar für Landrätin in Deutschland reicht. :o

Vor 1978, 1973-1977 war die BPS im Potsdamer Zentrum.

makler Offline



Beiträge: 9
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25.07.2017 23:13
#11 RE: SED-Parteischulen antworten

Ja, SED Parteischulen waren eine gute Kaderschmiede. Haben sie doch solche Idioten hervorgebracht wie Schabowski und Konsorten-
Überzeugung und Parteiideologie konnten manche Personen erlernen wie das 1x1. Nur konnten sie es dadurch nicht verinnerlichen oder danach Leben.

Herrensee Offline



Beiträge: 9
Punkte: 9

25.07.2017 23:15
#12 RE: SED-Parteischulen antworten

SED-Parteischule in Marzahn

In den 1970er und 80er Jahren betrieb die DDR-Regierungspartei SED im Marzahner Stadtteil Biesdorf eine ganz besondere Schule: Die „Parteischule Franz Mehring“. Aber es waren nicht DDR-Bürger, die diese Schule besuchten, sondern die Genossen aus der BRD. Und dort natürlich Mitglieder der DDR-treuen „Deutschen Kommunistischen Partei“ (DKP), die Nachfolge-Organisation der 1956 verbotenen KPD.
Im Juli 1969 beauftragte das Sekretariat des ZK der SED den Ministerrat der DDR, einen Beschluss über den Aufbau einer Parteischule zu fassen, ursprünglich als Außenstelle des Franz-Mehring-Institutes der Karl-Marx-Universität Leipzig. Noch im selben Jahr fand die Gründungsveranstaltung statt. Im März 1975 erhielt sie den Namen „Parteischule Franz Mehring“. Organisatorisch war sie als weitgehend selbständige Einrichtung der Sonderschule der SED in Kleinmachnow zugeordnet. Die politisch-ideologische Anleitung übernahm die Westabteilung des ZK der SED. Die Entsendung der Parteischüler erfolgte auf Vorschlag des Parteivorstandes der DKP.
Eine Partei wie die DKP legt viel Wert auf die Ausbildung und Disziplinierung ihrer Mitglieder und besonders ihrer Kader. So bot die SED sozialistische Bruderhilfe an: In den Räumen einer ehemaligen „Irrenanstalt“ auf dem Gelände des Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus wurde ein Internat eingerichtet, vorn an der Otto-Buchwitz-Straße (heute Blumberger Damm) die Parteischule. Das gesamte Areal war durch eine Mauer und Wachschutz gesichert – vor wem auch immer.
Es waren vor allem zwei Arten von DKP-Mitgliedern, die hier untergebracht wurden: Zum einen Funktionäre, die meist drei Monate hier lebten und eine theoretische Ausbildung in marxistisch-leninistischer Phiosophie, der politschen Ökonomie des Kapitalismus und des Sozialismus, des Wissenschaftlichen Kommunismus, der Geschichte der Arbeiterbewegung und Informationen zu aktuellen politischen Entwicklungen in der BRD und der DDR erhielten.
Die anderen „Besucher“ waren Wackelkandidaten, also Mitglieder, bei denen es Zweifel an der richtigen Gesinnung gab. Vor allem zu Zeiten der aufkeimenden Bürgerbewegungen gab es immer wieder auch DKP-Leute, die sich Gedanken machten, ob der dogmatische Weg wirklich der richtige ist. Sie wurden gleich für ein ganzes Jahr in der Parteischule einquartiert, immerhin mussten sie ja wesentlich intensiver bearbeitet werden. Und dass sie hier in der Höhle des Löwen nicht einfach raus spazieren konnten, war ihnen auch klar.
Mancher der hier geschulten Genossen hat sich nach der Rückkehr in die Bundesrepublik von der DKP abgewandt. In den 20 Jahren ihres Bestehens haben etwa viertausend Menschen die Parteischule besucht – manche für drei Monate, andere für ein ganzes Jahr.
Mit dem Umbruch in der DDR war die Parteischule eine der ersten Institutionen, die aufgelöst wurden. Schon im Dezember 1989 stellte sie ihren Betrieb ein.

Ein ehemaliger DKP-Absolvent berichtet:
http://www.harald-werner-online.de/index.php?id=187

Im Prinzip war diese Parteischule auf dem gleichen Areal wie die Versorgungseinrichtung des MR und die Versorgungseinrichtung des MdI/ZV.
Daher auch die Bewachung. Diese Parteitruppe wurde einfach mitbewacht.

Ben Offline




Beiträge: 102
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25.07.2017 23:21
#13 RE: SED-Parteischulen antworten

SED im MFS
Ein Dokument dazu:
https://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publi...publicationFile

Die "SED-Parteileitung" des MfS verfügte als Bildungseinrichtung ab 1975 über die Parteischule "Robert Mühlpforte" in Berlin-Köpenick. Sie unterstand dem Sekretär für Agit./Prop der MfS-SED-Bezirksleitung Oberst Ecke.

Jens Offline



Beiträge: 49
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25.07.2017 23:24
#14 RE: SED-Parteischulen antworten

Ich halte mit dem dagegen: https://forge.fh-potsdam.de/~ABD/wa/Dipl...Brunner2001.pdf

Denke schon, dass oben nur eine SEDKL saß und Felber daher nur GM werden konnte. ;)
HA und BV auf GO und APO Basis mit Parteigruppen, So wie es auch in NVA in den 80gern umgesetzt worden ist.

aus BPS wurde dann Bez. "Parteischule Robert Mühlpforte des MfS", die im Status einer BPS agierte. Denn es machte sich schlecht, eine BPS an einer SED-KL anzubinden und eine KPS konnte die Schule auch nicht sein, da dort Abschlüsse einer BPS erlangt werden konnten.

Jens Offline



Beiträge: 49
Punkte: 53

25.07.2017 23:25
#15 RE: SED-Parteischulen antworten

Nochmal zur Parteischule des MfS.
Schon der Vorläufer des MfS verfügte über ein Politorgan als SED-Kreisleitung. Diese SED-Kreisleitung bestand so bis Ende 1989/Anfang 1990. Sie erhielt aber den Status einer SED-Bezirksleitung. So etwas hat einfach mit den dann zugestandenen höheren Befugnissen des Sekretariats der Kreisleitung zu tun. Ohne das ganze Organ SEDBL auch mit Personal aufzublasen. Damit war das Thema SED-Bezirksleitung vom Tisch. Damit blieb es bei 15 BPS- je SED BL eine Schule. Plus die Sonderschulen und ZK-Institute.
Zur Anfangszeit des MfS war ein Wachregiment Berlin aktiv. Hatte zur politischen Bildung eine eigene Kreisschule.

Die Genossen des Ministeriums wurden Anfangs geschickt zur KPS Rosenthal und Potsdam-Eiche und zu BPS W.Schröder + J. Machlewski Kleinmachnow sowie R. Luxemburg Erfurt und Eberswalde.
Dann begann die SED-KL MfS eine eigene Bildungsstrecke aufzubauen. Begann mit einer Bezirksabendschule der Kreisleitung. Angesiedelt bei der BPS "Friedrich Engels" Berlin.
Dem folgte die Kreisschule für Marxismus-Leninismus. Erst in Berlin. Dann ´mit Bildung der JHS Potsdam dort angesiedelt. Leiter dieser Kreisschule M/L war Jürgen Pech von 1980-1989.
Am Ort der Kreisschule Berlin wurde dann die Kreis-Bezirksparteischule der MfS SED-KL gebildet. Name "Robert Mühlpforte". An dieser Schule konnten dann beide Bildungsgänge erreicht werden. Das war dann Grundlage um höhere Bildungsweihen in Sachen M/L zu empfangen.

Die SED-Kreisleitung führte als 1. Sekretär Gerhard Heidenreich. Im Mai 1979 folgte ihm GM Horst Felber. Der dann auch einen neuen 2. Sekretär bekam: Oberst Ralf Scheffels.
Leiter Abt. Parteiorgane war viele viele Jahre in Lebensstellung Oberst Manfred Rammelt. Die Abt. Parteiorgane führte die Grundorganisationen und deren Parteiletungen sowie die Parteiorgane der BVs und des WR F.D..
Vorsitzender der KPKK war Oberst Johannes Schindler.
Abt. Parteiorgane und PKK sorgen für Zucht und Ordnung in der Parteienwelt SED im MfS.
Bei Abt. Parteiorgane war auch die Sektion Kader angesiedelt. Wer also die Leiter der Parteikarriere erklimmen wollte- musste dort um gut Wetter bitten und sich durch gute Ergebnisse in den Lehrgängen auszeichnen.

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