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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 102 mal aufgerufen
  
 SK Russland
Mark Offline



Beiträge: 30
Punkte: 62

13.08.2017 11:50
Mysteriöse Signale aus russischer Wildnis antworten

Seit 1982 funkt eine unbekannte Radiostation aus der russischen Wildnis mysteriöse Signale mit Zahlen, Namen und manchmal Satzfetzen. Was die Codes bedeuten, wer der Empfänger ist und wem die Radiostation gehört, ist unbekannt. Vermutet wird das russische Militär.
Die Radiostation unter dem Codenamen UBV-76 funkt seit nun mehr als 30 Jahren mysteriöse Zahlen-, Buchstaben- und Namenkombinationen, deren Bedeutung bisher nicht entziffert werden konnte. Die erste Übertragung wurde bereits 1982 empfangen.
Zunächst war man davon ausgegangen, dass das Signal eine Aufnahme ist, die zyklisch wiederholt wird. Doch bald stellte man fest, dass jede Übertragung andere Zahlencodes beinhaltet und manchmal von verschiedenen Stimmen aufgesprochen wird. Ein Beispiel für solch eine Übertragung war etwa:

„Ich UBV-76 Ich UBV-76. 180 08 BROMAL 74 27 99 14. BORIS, ROMAN, OLGA, MICHAIL, ANNA, LARISA. 7 4 2 7 9 9 1 4.“

Auf einer anderen sagt eine Männerstimme: „Gebe Erlaubnis für ‚Abbruch‘.“
https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=Wcv_cGLjxCY

https://www.youtube.com/watch?v=8_SyMuULPng

https://www.youtube.com/watch?v=8oMN_ISWA0w

https://www.youtube.com/watch?v=nCC8Xb7K0c8

https://www.youtube.com/watch?v=_lHkONy37nA

https://www.youtube.com/watch?v=XbBNKtfj6xM

Bemerkenswert ist, dass sich die Aktivität der mysteriösen Radiostation in den 30 Jahren zunehmend erhöht hat. War das Signal aus den 80-ern noch mit 95 Prozent Rauschen belegt, während die seltenen Phrasen nur einmal in mehreren Jahren zu hören waren, ist die Station seit dem Zerfall der Sowjetunion deutlich aktiver geworden. Seit 2000 können geheime Nachrichten bereits wöchentlich wahrgenommen werden. Seit 2010 ist die Radiostation besonders beliebt unter Vertretern von Verschwörungstheoretikern geworden, da sie schließlich angefangen hatte, beinah täglich nicht-entschlüsselte Codes im Rauschmeer zu funken.
Für Furore unter Signaljägern sorgte zudem der aufgedeckte „Umzug“ der Station. Kam das Signal früher noch aus Wäldern im Moskauer Umland, verlagerte sich dessen vermutete Funkposition im Jahr 2010 in die Sümpfe bei St. Petersburg.
Laut BBC ist die gängigste Theorie über Sinn und Zweck dieser Übertragung, dass sie während des Kalten Krieges entwickelt wurde, um geheime Daten rund um die Welt zu übertragen, die dann etwa von sowjetischen Spionen in anderen Ländern genutzt werden konnten.

Eine andere ist, dass die Codes gesendet werden, um im Angriffsfall Atomraketen starten zu können – wenn es sein muss, ohne direkten Befehl der Landesführung, sollte diese den atomaren Erstschlag nicht überlebt haben.
Worin sich die Signaljäger jedoch sicher sind, ist, dass die Station vom russischen Militär genutzt wird. Dieses streitet allerdings ab, jemals eine Radiostation UBV-76 unterhalten zu haben.

Gibts Ideen ?

Funkorter Offline




Beiträge: 74
Punkte: 122

13.08.2017 11:57
#2 RE: Mysteriöse Signale aus russischer Wildnis antworten

Da geben die russischen Medien noch mehr Stationen an.
Weniger bekannt, aber nicht weniger mysteriös ist die sogenannte „Piep-Station“. Diese sendet seit 1986 auf zwei verschiedenen Frequenzen – ihre Quelle wird in der Region um Rostow-am-Don, einer Stadt 1100 Kilometer südlich von Moskau, die auch gerne mal als „Tor zum Kaukasus“ bezeichnet wird, vermutet.
Auch sie wird laut Signaljägern vermutlich für militärische Zwecke genutzt, ist aber noch viel aktiver als UBV-76: Das „Piepen“ könne man bis zu 50 Mal in der Minute hören. Die Sprachnachrichten sind zudem noch wirrer, wie etwa: „Für JCHJ 3J1B NI9B DMZ3 49FT…“
Manchmal wird es noch verrückter: Die Piep-Station sendet auf einmal Satzfetzen aus Wetterberichte ab.

Was genau das Ziel der Station ist, ist ungeklärt.

Nintendo Offline




Beiträge: 12
Punkte: 16

13.08.2017 12:00
#3 RE: Mysteriöse Signale aus russischer Wildnis antworten

Russian Man
Die Kurzfrequenzstation unter dem Pseudonym „Russian Man“ sendet dagegen nur Zahlen. Soweit ist nichts allzu Ungewöhnliches dabei, allerdings ist die männliche Stimme der Stimme von Radiokommentator Juri Leviatan zum Verwechseln ähnlich – das Ungemütliche hierbei: Der Mann ist seit 1983 tot.

Zudem ist das Funken dieser Station deutlich versierter: Die Funkfrequenz ändert sich je nach Monat, Woche und Tag, sodass nur erfahrene „Signaljäger“ der Station folgen können.

Ich war da auch mal dran. Ist mir aber zu aufwendig.

Micha Offline



Beiträge: 13
Punkte: 17

13.08.2017 12:05
#4 RE: Mysteriöse Signale aus russischer Wildnis antworten

Gemäß der Medien wäre eine einzige der geheimnisvollen Radiostationen die Zugehörigkeit zu Spionagetätigkeit nachgewiesen.
Das war die Atención auf Kuba. Der sowjetische Aufklärungsposten auf Kuba.
Offiziell bestätigt wurde dies, als der FBI im Jahr 1995 einige Codes knacken konnte und anschließend bei Verhandlungen präsentierte. Eine der geknackten Nachrichten beinhaltete angeblich Glückwünsche zum 8. März: „Bitte gratuliert allen Frauen und Genossinnen zum Internationalen Frauentag.“

NVA Offline




Beiträge: 10
Punkte: 14

13.08.2017 12:22
#5 RE: Mysteriöse Signale aus russischer Wildnis antworten

Ich will euch dazu mal einen Vergleich aus NVA Zeiten bringen.
Für die Führungsstellen des MfNV/Hauptstab NVA Strausberg/Harnekop kam in Kunersdorf eine versteckte Funksendestelle zum Einsatz. Ehemalige kennen sie unter der Bezeichnung "Frankfurt/Oder 448".
Diese Funksendestelle konnte nicht nur vom Ort selbst, sondern über 10 sogenannte Sputnicks und mobile Funkstellen senden.
Nach Fertigstellung kam die Frage auf, wie können Sender und Antennen auf Funktionserhalt geprüft werden, ohne das die Tarnung auffliegt.
Lösungsansatz: Der Bunker Harnekop war unter der Tarnung "Wetterstelle" errichtet. Was lag näher als die Funksender mit herkömmlichen Wettermeldungen zu belegen.
Zum Einsatz kam das Funknetz 412 der Zentralen Flugwetterwarte des Zentralen Gefechtsstand (ZGS) der DDR-Luftverteidigung in Fürstenwalde. Die Meldungen waren dann von Fürstenwalde über Eggersdorf und Strausberg/Nord nach Kunersdorf mittels Fernschreibleitung übertragen und konnten dort wechselbar über jeden Sputnick abgestrahlt werden.
Somit war die Funktion von Technik der Sputnicks unter realen Bedingungen zu prüfen.

Damit änderte sich auch immer wieder der Senderstandort. Für die Funkaufklärung der Gegenseite waren das dann ständig Aktivitäten der Flugwetterwarte mit ihren Wettermeldungen und waren mit einer Führungsstelle des MfNV nicht im Einklang zu bringen.

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