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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 44 mal aufgerufen
 5.Luftwaffendivision
Basis Offline




Beiträge: 7
Punkte: 11

14.08.2017 23:05
Arkona antworten

Ich denke, ARKONA zählt auch zu AFS.
ARKONA steht für Automatisierte Radar Kontroll- und Navigationsanlage und hatte nicht mit Kap Arkona zu tun
ARKONA wurde im Auftrag des Kommandos LSK/LV der NVA der DDR als Rüstungsvorhaben entwickelt, beschafft und genutzt. Für das Gesamtvorhaben zeichnete der damalige Chef Funktechnische Truppen, GM M. Merkel verantwortlich. Es war ausschließlich für die NVA Luftstreitkräfte/Luftverteidigung bestimmt und wurde in den Führungsstellen, nach heutigem Verständnis CRC/CRP, genutzt. Gemäß Sprachgebrauch NVA war es Teil des „Automatisierten Informationssystems der Luftstreitkräfte mit alphanumerischer Bildschirmein- und -ausgabe“. Systemdesign, Softwareentwicklung sowie Softwarepflege und Softwareänderung (SWPÄ) erfolgten maßgeblich durch Offiziere der Funktechnischen Truppen, die speziell zu diesem Zweck zu einem Entwicklungsteam zusammengefasst und freigestellt waren. Mit der letzten Softwareversion verfügte die NVA, nach eigenem Verständnis, über ein vom damaligen östlichen Gefechtsführungssystem Almas co-primary Produkt. ARKONA hatte entscheidende Vorteile (z.B. Vertraulichkeit, Verfügbarkeit etc.) gegenüber Almas. Es bildete eine durchgänge digitale Bearbeitung vom Radargerät bis zur operativen Führungsebene in Echtzeit ab.
ARKONA wurde als einziges System der NVA dauerhaft in die Bundeswehr / Luftwaffe übernommen. Bereits zum 03.10.1990 stützte sich die Gefechtsführung des Radarführungsdienst Ost auf ARKONA ab.
Nach Übernahme von ARKONA durch die Bundeswehr erfolgte die Nachfertigung der Systemdokumentation (einschließlich IT-Sicherheitskonzept) als ordentliches Rüstungsvorhaben. Im Weiteren wurde das Produkt zum FüWES ( Führungs-und Waffeneinsatzsystem) ausgeformt. Seither ist es in die Organisationsstruktur der Luftwaffe eingebettet. Die Nutzung erfolgte vornehmlich in den stationären CRCs der Einsatzführungsbereiche und im verlegefähigen Einsatz, aber auch durch sogenannte Drittnutzer (z.B. BOS) nach Zustimmung des zuständigen Nutzungsleiters.
Ende 2010 ging ARKONA mit dem Gefechtsstand Brockzetel außer Betrieb und steht seidem in der Einsatzreserve der Luftwaffe.


Arkona im CRC Brockzetel
Quelle: Wikipedia

Angefügte Bilder:
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Weise Offline



Beiträge: 15
Punkte: 19

14.08.2017 23:11
#2 RE: Arkona antworten

Zum Erreichen der Vorgaben der Luftwaffenstruktur 6 wurden die nachfolgend aufgeführten Schritte erfolgreich umgesetzt:

- Ablösung des Luftlagedarstellungssystems ARKONA in Erndtebrück durch das Führungssystem GIADS III zur Sicherstellung der Dauereinsatzaufgabe der Luftwaffe, „Sicherheit im Luftraum“, und als technische Voraussetzung zur Einnahme der Luftwaffenstruktur 6,

Arkona Offline



Beiträge: 8
Punkte: 8

14.08.2017 23:13
#3 RE: Arkona antworten

Zum Foto in #1:
Die Sitzgelegenheiten zeigen die aufsteigende Rangfolge der Arbeitsplätze,
von links...2x Mannschaften, 1x Uffz und 1x Offz.

Black Rock Offline



Beiträge: 17
Punkte: 25

14.08.2017 23:16
#4 RE: Arkona antworten

Zitat von Weise im Beitrag #2
Zum Erreichen der Vorgaben der Luftwaffenstruktur 6 wurden die nachfolgend aufgeführten Schritte erfolgreich umgesetzt:

- Ablösung des Luftlagedarstellungssystems ARKONA in Erndtebrück durch das Führungssystem GIADS III zur Sicherstellung der Dauereinsatzaufgabe der Luftwaffe, „Sicherheit im Luftraum“, und als technische Voraussetzung zur Einnahme der Luftwaffenstruktur 6,


Eigentlich basiert GIADSIII auf Arkona-Grundprinzip. Die NVA hatte da geniales entwickelt.

rupert Offline



Beiträge: 11
Punkte: 19

14.08.2017 23:30
#5 RE: Arkona antworten

Dabei hatte NVA die "Entwicklung" ARKONA noch nicht in den Dienstbetrieb eingeführt. Für das erste Luftwaffenkontingent stand die Aufgabe, eine Übertragung und Darstellung der Luftlage in Ostdeutschland mit neuen Medien zu sichern. Denn recht bald kam die Erkenntnis, die bisher genutzte Sowjettechnik "Wosduch" war wegen Gefahr für Leib und Leben sofort per 03.10.90 abzuschalten. Dazu kam dann aus dem Bereich Chef Nachrichten/Flugsicherung der NVA LSK/LV der Hinweis auf die NEU-Entwicklungen ADONIS und ARKONA. Bei Prüfung der Sachlage war ADONIS wegen großer Rechner aussortiert. Ein Pendant stand zum Test im Bunker Kolkwitz. ARKONA fand infolge der "Handlichkeit", der Kompatibilität und der schnellen Fertigung entsprechender Stückzahlen den Vorzug. So das von FuTK über FuTB, FlaRak bis Bunker Fürstenwalde eine Ausstattung mit ARKONA erfolgte. Due Technik stand in den Stückzahlen nicht zum 03.10.90 sofort zur Verfügung. Sondern musste dann binnen weniger Wochen erst angefetigt werden.
Bis dahin überbrückte MIDA die Darstellung fliegender Ziele.

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