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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 Fernmelderegiment-14 Fernmeldeabteilung-14
Bodo Offline



Beiträge: 53
Punkte: 81

07.10.2017 00:17
ESNLw Ost antworten

Wir erhielten ab September 1990 dann auch AutoFü ( automatisiertes Führungsnetz) der Luftwaffe.
Unser Richtfunknetz erhielt dann die Bezeichnung " ESNLw" = Einsatzstammnetz Luftwaffe. Wegen des Analog-Anteils.
Die erste Verbindung Ost-West baute das Regiment-14 mit FM 24/400 von Cölpin bis zur Elbe mit Trupp im Westen. Mit dieser Doppelachse konnten wir 4 Primärgruppen für Autofü- Anschlüsse bringen.
Zwei PG endeten dann in Eggersdorf und 2 PG in Fürstenwalde.
Die Endapparate für AutoFü nennen sich TK-40/20.

Später folgten auch Vermittlungseinrichtungen- nennen sich MX8K.
Eggersdorf, Preschen, Trollenhagen sind als erste Standorte festgelegt wurden.
Die Eggersdorfer MX8K wurde dann im NBG Keller betrieben. Gerät und HVT in den Räumen DNZ/ NBA Führung = der frühere Funkerraum.

P-300 Offline



Beiträge: 45
Punkte: 61

07.10.2017 00:31
#2 RE: ESNLw Ost antworten

Auf alle Fälle hatten wir doch enorme Umgestaltungsprobleme. Da das entfaltete NVA Fernmeldesystem nicht 1:1 übernommen werden konnte.

max Offline




Beiträge: 89
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07.10.2017 00:32
#3 RE: ESNLw Ost antworten

Diese Differenz lag sicher im neuen Anforderungsproblem auf Grund eines neues Stationierungskonzepts begründet.
Denn es blieben ja nur 4x FuTB übrig, die direkt vom Fürstenwalde geführt werden sollten.
Das größte Manko sah ich in der Inkompetenz der nun tragenden ehem. 2.und 3. Reihe von NVA Soldaten. Denn die Könner und Kenner des Fernmeldesystems waren vergrault worden.
Ich will ja den M.T. nicht zu Nahe treten. Aber für die Organisation des Richtfunk und der Fm-Einzelverbindungen war er der falsche Mann. Da keine Ahnung über Zusammenhänge und Grundsätze.

Bleibtreu Offline



Beiträge: 19
Punkte: 23

07.10.2017 00:34
#4 RE: ESNLw Ost antworten

Ich hatte in einem anderen Forum gelesen, wie sich ein Richtfunker (West) rühmte der erste Bundeswehrtrupp in der Ex DDR gewesen zu sein. Sie schafften Richtfunkvermaschung Ost-West (S1-Bundeswehrgrundnetz).
Aber die waren nicht die Ersten. Die Luftwaffe war schon lange vorher am Werke. Aber das kannten diese Soldaten des Heeres nicht.
Die ersten wenigen Vermaschungen Ost-West zwischen S1 und GSVBw kamen postalisch .
Darum war auch das Heer darauf scharf, das AutoFüLw mitnutzen zu können. Denn AutofüLw war das Einzige autarke Netz das zwischen militärischen Stellen Ost-West wirklich funktionierte. Ohne Wartezeiten.
Denn im S1 war es wie früher im Fernamt. Früh um 9 ein Gespräch in die alten Bundesländer anmelden und dann kam die Verbindung um 18 Uhr. Leider zum Frust des Anmeldenden, denn der Ansprechpartner West hatte bereits Feierabend. :roll:
Damals kursierten sogar Vorstellungen, Leitungen über das Grenzmeldenetz zu schalten und dafür die Grenzmeldenetze Ost und West zu verbinden. Jedoch waren lediglich in Berlin solche Ideen umzusetzen.

P-300 Offline



Beiträge: 45
Punkte: 61

28.02.2018 14:54
#5 RE: ESNLw Ost antworten

Die erste Neuerung:
Eine Primärgruppe Eggersdorf - Pragsdorf für Fm-Verbindungen NSOC zum CRC
Eine Primärgruppe Eggersdorf - Schönewalde für Fm-Verbindungen NSOC zum CRC

Einfach aus rationalen Gründen. Zu CRC Parchim und Sprötau war die Fernmeldelage nicht so berauschend, da durch sofortige Abschaltung des russischen Gerät R-410A ( Gefahr für Leib und Leben ) einfach die Anbindung zu diesen Standorten fehlte und so Zwischenlösungen quasi erfunden werden mussten.

Ab Eggersdorf, da der Fuchsbau Fürstenwalde erst einmal für Richtfunk ertüchtigt werden musste.

Bodo Offline



Beiträge: 53
Punkte: 81

23.03.2018 21:25
#6 RE: ESNLw Ost antworten

Egal wie- auf alle Fälle hatte das zusammen schalten funktioniert. Denn AutoFü Lw war im Anmarsch.
Die ersten Schaltbefehle waren noch 1990 vor Übernahme der Schalthoheit West. Daher auch PG-Nummer NVA.

ETFR 12173 und ETFR 12174 Fürstenwalde nach Seppenrade kamen zuerst. In Seppenrade mit AutoFü-Anlage.

Füwe-RFB3 über ETF 6004 PG 2+3
RFB3 - RFB7 über ETFR 6018 PG 2+3
RFB7 - RFB8 über ETFR 6012 PG 2+3
RFB8 - Seppenrade über den Mob.Anteil 24/400 bis Hitzacker ( HB +TB) und dort Übernahme auf Richtfunktrupps Fernmelderegiment der Luftwaffe (Visselhövede)

Fürstenwalde bekam dann die AutoFü für NSOC und eine WT-Grundleitung mit Fernschreibverbindungen nach Goch. Dort stand die automatische digitale Fernschreibvermittlung Lw.

Zügig wurde ein zweites Richtfunkfeld RFB8-Hitzacker..... aufgemacht.
Die Primärgruppen trugen West Bezeichnungen.

Z7P310 und Z7P311 Eggersdorf - Seppenrade

Eggds - RFB3 über ETFR 6017 PG 1+4
RFB3 - RFB7 über ETFR 6018 PG 1+4
RFB7 - RFB8 50R508 HB+TB
RFB8 - Seppenrade wie oben beschrieben im zweiten Richtfunkfeld HB-TB bis Hitzacker und dann Lw-West Netz

Sicher ist zu erkennen, dass in unserem Netz schon diverses freigeschalten war.

So hatte dann auch der Luftwaffen-Stab in Eggersdorf AutoFü + einige Schaltungen zum Bundeswehrkommando Ost nach Strausberg/Nord über die Miet-PGs.

Stammgast Offline



Beiträge: 169
Punkte: 245

09.04.2018 23:00
#7 RE: ESNLw Ost antworten

Erstanbindung der Vermaschung Ost-West mit Autofü war ja mit FM24/400 wie bereits beschrieben. Das war nur zur Überbrückung einer gewissen Zeit.
Ziemlich zügig folgte FM120/5000. der Bundeswehr:
Nordanbindung:
Damme- Clenze-Karenz-Ruhner Berge (in der neuen Stellung FRA)-Woldzegarten-Keulenberg- Cölpin RFB..... Weiterschaltung dann im Netz der RFA
Abzweig Karenz- Parchim zur Anbindung FuTB-43

eine Sekundärgruppe z. Bsp. Damme - Heinersdorf

Südanbindung:
Königshofen -Zabelstein-Steinheid-Lehesten-Neustadt-Grüna-Machern-Puschwitz-Babben- Leuthen RFB.... Weiterschaltung im Netz der RFA
Abzweig Steinheid -Kickelhahn - Sprötau zur Anbindung FuTB-51

Eine Sekundärgruppe z. Bsp. Königshofen - Heinersdorf

Mit je 2 PG Königshofen- Eggersdorf und Königshofen - Fürstenwalde
eine PG Königshofen - Rotes Luch

FM 24/400 wurden Zubringer zu den FuTK/FRA. Bsp
Parchim-Ruhner Berge- Dequede- Altensalzwedel
mit Abzweig in Dequede - Rhinow-Fehrbellin-Schönermark ( Fehrbellin/Schönermark lag inoffiziell eine FlaRakGruppe mit "Hawk".

Renegade Offline




Beiträge: 21
Punkte: 21

10.04.2018 16:21
#8 RE: ESNLw Ost antworten

Zitat
Fehrbellin/Schönermark lag inoffiziell eine FlaRakGruppe mit "Hawk".



Das war die FlaRakGrp 32, die sich mit Beginn 1991 illegal in Ostdeutschland aufgehalten hatte. Denn gemäß 2+4 waren bis Abzug der WGT (1994) keine NATO-Truppen in Ostdeutschland zu stationieren. Diese FlaRakGrp war ein NATO-Verband und vollzog eine verdeckte Operation.
Da die FlaRakG 51 und 52 (Ladeburg+Sanitz) ja nie einsatzbereit waren und nur zur Beruhigung ostdeutscher Gemüter dienten, war die FlaRakGrp 32 für den Luftschutz im Raum Berlin bestimmt.
Ab 1993 war die Gruppe halboffiziell in Sanitz stationiert. Obwohl diese Stationierung eigentlich auch eine Vertragsverletzung darstellte.

Wegen dieser brisanten Situation wird zum Aufenthalt in Ostdeutschland immer noch geschwiegen. Selbst die höhere Kommandobehörde 5. LwDiv in Strausberg erfuhr von der verdeckten Operation erst, als das Kontingent am Objekt Ladeburg auftauchte und Quartier begehrte. So das die Ladeburger in Strausberg den Verfahrensweg nachfragen mussten.
Zum Folgetag erfolgte dann die Zuweisung in die Objekte Fehrbellin und Schönermark.
Die Gruppe war damals nicht der 5. LwDiv unterstellt worden und unterstand der Führung aus den alten Bundesländern.

Aufklärungsflüge der WGT in Verbindung mit einer Aufklärungsgruppe zu Land hatten diese FlaRak zügig auf dem Schirm. Sie wussten schon wer wann und warum durch den ostdeutschen Wald schlich.

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