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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 139 mal aufgerufen
  
 SK Russland
Olga Offline




Beiträge: 21
Punkte: 29

07.10.2017 13:28
Gebiet Kaliningrad antworten

Russland hatte Ende Dezember 2014 ein neues Radar in der Ostsee-Exklave Kaliningrad (einst Königsberg) in den Dienst gestellt. Das teilte damals Vizeverteidigungsminister Juri Borissow nach einer Besichtigung der auf „Woronesch-DM“ getauften Radaranlage mit.

Das neue Radar „sieht“ praktisch das gesamte Europa und einen Teil des Atlantik sowie kann bis zu 500 Objekten orten und gleichzeitig verfolgen. Mehreren taktisch-technischen Charakteristika nach hat das Radar keine Analoga in der Welt. Im Juli 2014 wurde die Anlage erfolgreich erprobt.

Molch Offline




Beiträge: 51
Punkte: 94

07.10.2017 13:33
#2 RE: Gebiet Kaliningrad antworten

@moses meinte:
Nach meinem Kenntnisstand ist "Woronesch-DM" nicht der Name ("getauft") der Anlage, sondern deren Typenbezeichnung. Bei St Petersburg gibt es wohl eine gleiche oder analoge Anlage.

rumburak Offline




Beiträge: 25
Punkte: 41

07.10.2017 13:34
#3 RE: Gebiet Kaliningrad antworten

Aus der russischen Übersetzung wird ein "getauft" oder "benannt" daraus. Denn aus "....mit Namen... " übersetzt keiner als "Typenbezeichnung".
So ists in unserer wirren neuen Welt.
In Südrussland steht auch schon so ein Gerät. Tolle Leistungsdaten.

Uli Köhler Offline



Beiträge: 28
Punkte: 56

07.10.2017 13:36
#4 RE: Gebiet Kaliningrad antworten

Zitat
Wie der Hauptstab der estnischen Verteidigungskräfte am Dienstag mitgeteilt hat, hatte ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Il-20 der Luftstreitkräfte Russlands die Luftgrenze des Landes verletzt. Das estnische Außenministerium überreichte am Mittwoch eine Protestnote an den russischen Botschafter in Tallinn, Juri Mersljakow. Das Flugzeug sei nahezu 400 Meter weit in den Luftraum Estlands im Raum der Insel Osmussaare eingedrungen und habe sich dort rund eine Minute aufgehalten, hieß es von estnischer Seite.
Wie das russische Verteidigungsministerium präzisierte, war der Flug am Dienstag plangemäß auf der Route Kubinka (bei Moskau) – Flugplatz Chrabrowo (Gebiet Kaliningrad) erfolgt. „Der Flug verlief auf einer festgelegten Route in strikter Übereinstimmung mit den Internationalen Regeln für die Luftraumnutzung… Das Flugzeug des Verteidigungsministeriums Russlands hat den Luftraum der Republik Estland nicht verletzt“, hieß es.



Wenn die DDR auch so pingelig gewesen wäre, eine extra Abteilung hätten wir zum Schreiben der diversen Protestnoten bilden müssen. Was an westlichen Flugzeugen sich an unserem Luftraum bewegte.

Kakadu Offline



Beiträge: 26
Punkte: 42

11.01.2018 14:42
#5 RE: Gebiet Kaliningrad antworten

Wiederbelebung des legendären 689. Garde-Luftwaffenregiments

Russland hat mit dem Ausbau seiner Militärstärke im baltischen Luftraum im Baltikum begonnen. Eines der Hauptelemente dieses Programms ist die Wiederbelebung eines legendären Luftwaffenregiments und seine Bewaffnung mit modernisierten Kampfjets Su-27SM und Su-35-Flugzeugen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.
Diese Einheit soll das Gebiet Kaliningrad schützen und kann bei Bedarf mit Hochpräzisionswaffen Bodenziele und gegnerische Schiffe angreifen

Wie es im russischen Verteidigungsministerium hieß, wurde ein prinzipieller Beschluss über die Wiederbelebung des legendären 689. Garde-Luftwaffenregiments getroffen, das in der Zeit des Großen Vaterländischen Kriegs von vielen bekannten sowjetischen Helden geleitet wurde, darunter dem dreifachen Held der Sowjetunion, Alexander Pokryschkin. Das Regiment wird am Flugplatz Tschkalow im Gebiet Kaliningrad stationiert und wird Luftabwehraufgaben für die Baltische Flotte lösen.


Zunächst wird das Regiment mit modernisierten Kampfjets Su-27SM (SM3) ausgerüstet, anschließend mit den neuesten Su-35. Erste supermanövrierfähige Su-35-Flugzeuge wurden dem Verteidigungsministerium im Jahr 2014 übergeben. Zur Munition der Flugzeuge gehören nicht nur Raketen zum Kampf gegen Gegner in der Luft, sondern auch Hochpräzisionsbomben und Raketen zum Beschießen von Boden- und Meereszielen.
Bei den Su-27SM und SM3 handelt es sich um eine umfassende Modernisierung der Su-27-Flugzeuge. Sie sind mit modernen Bordanlagen ausgestattet und mit neuesten Raketen und Bomben bewaffnet. Sie können effektiv Boden- und Luftziele treffen, haben aber im Unterschied zur Su-35 keine Schubvektorsteuerung und sind mit Radaranlagen N001 der vorherigen Generation ausgestattet.

Uffz Petersen Offline



Beiträge: 14
Punkte: 30

01.06.2018 21:02
#6 RE: Gebiet Kaliningrad antworten

Ein gerade mal 50 Kilometer langer Landstrich trennt das russische Kaliningrad vom Gebiet der befreundeten Republik Belarus: der sogenannte Suwalki-Korridor. Und der hat einen enormen strategischen Wert, wie die Vorbereitungen der Nato auf das baldige Großmanöver in der Region belegen.

Litauen, Lettland und Estland behaupten seit Jahren, Russland werde den Suwalki-Korridor im Kriegsfall besetzen, um die baltischen Staaten von anderen Nato-Ländern abzuschneiden. Mit dieser angeblichen Bedrohung begründet die nordatlantische Allianz massive Militärmanöver, die sie seit Jahren regelmäßig in der Region abhält. Ein weiteres Manöver in der baltischen Region beginnt am kommenden Sonntag – Codename: „Saber Strike“ (Säbelschlag). Dann trainieren rund 18.000 Soldaten aus 19 Nato-Staaten einen Monat lang in Polen, Litauen, Lettland und Estland. Die führende Rolle übernehmen dabei US-amerikanische Truppenverbände.

Offiziere des 2. US-Kavallerieregiments – eines Verbands, der dauerhaft in der Bundesrepublik stationiert ist – haben auf ihrem offiziellen Twitter-Account ein Foto veröffentlicht, welches die Ziele des anstehenden Manövers klar erkennen lässt: Auf einer topografischen Landkarte sind Truppenbewegungen um Kaliningrad abgebildet – ein Szenario zur Einkesselung und Einnahme des russischen Gebiets.

Laut westlichen Medien würden circa 3.000 US-Soldaten samt 1.500 Ketten- und Radfahrzeugen aus der Bundesrepublik nach Litauen und Lettland verlegt. Das US-Militär werde in den litauischen und lettischen Städten entlang der Verlegeroute Technikschauen veranstalten, teilte Litauens Verteidigungsministerium mit.

Dass US-amerikanische Militäreinheiten unweit der russischen Grenze stationiert sind, ist inzwischen zu einem Dauerzustand geworden – obwohl dies gegen alle Vereinbarungen zwischen Russland und der Nato verstößt. Das „Saber Strike“-Manöver etwa findet seit 2010 regelmäßig im Baltikum statt. Diesmal verlegt das Pentagon zusätzlich zum US-Kavallerieregiment zwei Panzerbrigaden in die Region. Sie lösen vergleichbare, in Polen stationierte US-amerikanische Einheiten ab. Diese Ablösung läuft unter dem Codenamen „Atlantic Resolve“ und ist offensichtlich Teil des „Säbelschlags“.

Aber: Den anrückenden Kräften würde das Gebiet Kaliningrad im Falle eines Konflikts nicht schutzlos gegenüberstehen. „Die Flugabwehr der Baltischen Flotte wird in diesem Jahr mit mehreren S-400-Systemen verstärkt. Neue Technik bekommen auch die Bodentruppen. Sie werden mit den neuesten taktischen Raketensystemen Iskander-M ausgerüstet. Und die Marineflieger erhalten die neuesten Mehrzweckjäger Su-30SM“, erklärt der Pressesprecher der russischen Baltischen Flotte, Roman Martow. Der Flottenverband selbst werde durch Korvetten verstärkt, die mit Marschflugkörpern bewaffnet sind. Die Kalibr-Raketen haben eine Reichweite von rund 2.000 Kilometern und können alle potentiell gegen Russland gerichteten Nato-Stellungen erreichen.

Insbesondere über die russische Übung „Wostok 2018“ wird der NATO überhaupt nicht gefallen.

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