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 Historisches
Kleinert Offline




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30.10.2017 21:55
Heinkel HD-24 antworten

Die Heinkel HD 24 war ein einmotoriger Doppeldecker der Ernst Heinkel Flugzeugwerke von 1926. Am bekanntesten ist die Seeflugzeugvariante der HD 24, die als Schul- und Expeditionsflugzeug eingesetzt wurde.

Das Wettbewerbsflugzeug und zwei weitere, neu gebaute Maschinen (Wnr. 255 und 256) gingen danach an die Deutsche Verkehrsfliegerschule (DVS) in Warnemünde wie auch die meisten der insgesamt 23 bei Heinkel gefertigten Flugzeuge des Musters. Jeweils eine der von Heinkel (Wnr. 285) und der SAAB (wahrscheinlich eine weitere Sk 4 A mit der Wnr. 49) hergestellten Maschinen wurde nach China exportiert. Eine weitere, die Wnr. 271, D-1313, ausgestattet mit einem BMW IVa, erhielt Gunther Plüschow, der bekannte „Flieger von Tsingtau“, für seine Südamerikaflüge.

Am 27. November 1927 reiste Gunther Plüschow zusammen mit dem von der Firma Askania gekommenen Ing. Ernst Dreblow mit seinem extra dafür gebauten Expeditionskutter „Feuerland“ von Büsum nach dem auf der Halbinsel Brunswick in Chile an der Magellanstraße gelegenen Punta Arenas. Die Reise führte über Teneriffa, Bahaa, Rio de Janeiro, Santos, Montevideo und Buenos Aires. Gleichzeitig beförderte das Fahrgastschiff Cap Arcona der Hamburg-Süd-Amerikanischen D.G. sein Wasserflugzeug Heinkel HD 24W (D-1313) nach Chile, wo Plüschow es in Punta Arenas übernehmen und zusammen mit Dreblow aufrüsten konnte.

Ab 1928 überflog Plüschow weite Teile Feuerlands und Patagoniens. Zwei Jahre blieb er im südlichsten Teil Südamerikas. Im Jahr 1930 kehrte er nach Deutschland zurück und veröffentlichte sein Buch Silberkondor über Feuerland und einen dazugehörigen Dokumentarfilm. Am 6. Juli 1930 war er umjubelter Ehrengast beim großen Flugtag in Travemünde, wo man ihm zu Ehren sogar ein anderes Flugzeug, allerdings keine HD 24, sondern eine Heinkel HD 30, mit der Aufschrift „Tsingtau“ versehen hatte. Ende 1930 kehrte er nach Chile und Argentinien zurück, um seine Forschungsflüge fortzusetzen.

Am 28. Januar 1931 stürzte Plüschow mit seinem Flugzeug in den Rico-See am Perito-Moreno-Gletscher, wobei er und Dreblow ums Leben kamen. An der Absturzstelle wurden von den beiden Staaten Argentinien und Chile ein Monument errichtet, an dem bis heute jedes Jahr des Todes der beiden Flugpioniere gedacht wird. Auch an der kleinen Feier an seinem Ehrengrab im Parkfriedhof Berlin-Lichterfelde zur 75. Wiederkehr des Todestages im Jahr 2006 nahmen die Konsuln von Chile und Argentinien teil.
( Quelle: Wikipedia)

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