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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 60 mal aufgerufen
  
 KNZ Eggersdorf
Kurier Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

14.05.2018 12:03
Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Kurz: Kurierzentrale des Kdo LSK/LV
Im Gebäude U4 Keller linker Eingang war die Kurierzentrale. Täglich Vormittags kamen die Vozida und holten/brachten die normale Kurierpost. Auch die heutige Bürgermeisterin von Strausberg. sie arbeitete damals bei Finök.
Für Kurierfahrten standen mehrere Kfz im NBA KFZ-Park und im Luch.
Im NBA hatten wir einen B-1000 und einen LO-Koffer. Der LO war eigentlich unsere Kurierzentrale Beeskow.
Im Luch stand ab Ende der 1980 Jahre noch ein SPW als gepanzerte Kurier-und Feldpostzentrale.
Bei MOB wären wir kräftig aufgefüllt worden, da wir die Feldpostzentralen zu entfalten hatten. Eggersdorf, Fürstenwalde und Beeskow. Auch ein Kurierhubschrauber hätte dann zur Verfügung gestanden. Für diese Kurierflüge verfügte jedes NVA Objekt über einen Hubschrauberlandeplatz.
Armin Linde war lange unser Zentralenleiter.
Wegen des besonderen Einsatz und unter Waffen war das Personal meist männlich. Mit Einführung der weibl. AA kam auch eine zu uns. Miss Misterfeld.
Oft waren wir für Versorgung der Truppen im U5 zuständig. Inoffiziell natürlich. Da wir keine Ausgangskarte brauchten und mit dem Kurierausweis jederzeit Kaserne verlasssen und betreten konnten. Namen wir den B-1000, durfte die Wache nicht einmal hinten rein schauen-- dort standen dann die Bierkisten.
Wir hatten auch GSSD Dienstausweise zum Betreten jedes GSSD Objektes und passieren von GSSD Kontrollstellen auf Strassen. Quasi Freie Fahrt.

Die staatlichen Stellen wurden durch den ZKD = Zentraler Kurierdienst- versorgt. Der hatte uns in seiner täglichen Tour auch mit dabei.

Bote Offline




Beiträge: 10
Punkte: 29

14.05.2018 12:05
#2 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Kuriersendungen wurden entgegen normaler Beschriftung adressiert.
Normal wäre NVA-Dienstelle, PF 66080, 1260 Strausberg.

Kuriersendungen erhielten eine eingekreiste Nummer des Kurierbezirks = 5 für Frankfurt/Oder und der Zusatz PFD Nr. ( Bsp : PFD 35777).
Nur so konnten Kuriersendungen richtig zugestellt werden. Mit normaler Anschrift war im Kurierdienst nichts anzufangen.

Kurier Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

14.05.2018 12:07
#3 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Die Bezirksleitzahlen waren:
01 - Rostock
02- schwerin
03- Neubrandenburg
04 -Potsdam
05- Frankfurt/Oder
06- Cottbus
07- Magdeburg
08- Halle
09- Erfurt
10- Gera
11-Suhl
12- Dresden
13- Leipzig
14- Karl-Marx-Stadt
15- Berlin

Mit Hilfe dieser Bezirksleitzahl ging jede Kuriersendung erst einmal zur Kurierstelle der betreffenden WBK und wurde dann im Territorium verteilt.

Diese Bezirksleitzahlen finden sich auch in den Vorhaben-Nummern zu Bunkern und Objekten wieder und kennzeichnen die territoriale Lage des Vorhabens.
wie 16/06/072 für GS Kolkwitz oder 17/01/103 für RFB-9 oder 16/05/161 für FSA-1. Letzteres war in der Bezeichnung auch über Jahre das Objekt 161 - ein FSA-1 gab es im Sprachgebrauch nicht. Ebenso wie FSA-2 nur das Objekt 403 war.

Feldwebel Offline




Beiträge: 53
Punkte: 77

14.05.2018 12:08
#4 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Der Bezirk war immer in der Mitte der drei Zahlen. Oft werden die Objekte heute in Kurzform dargestellt. Bleiben wir bei den Beispielen: 16/161 für FSA-1
korrekt ist die Bezeichnung jedoch mit 16/05/161. 16 = UKA; 05 = Bez. FFO; 161 = Objektnummer.
Oder bei Kolkwitz- kurz: 16/072. Korrekt war 16/06/072 . 16= UKA; 06 = Bez. Cottbus; 072 = Objektnummer

pinkpanter Offline



Beiträge: 68
Punkte: 100

14.05.2018 12:09
#5 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Missverständnis oder wie gemeint Deine Frage ?
Kurier und Feldwebel waren abschweifend bei Bauprojekte der Bunker und deren Bezeichnung. Da sich dort die gleiche Bezirksleitzahl widerspiegelt.

Kuriersendungen nach KMST erhielten die 14 im Kreis und daneben die Postfachnummer des WBK oder des WKK.

Stammgast Offline



Beiträge: 163
Punkte: 227

14.05.2018 12:11
#6 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Leiter KuZ: StOFä Armin Linde

Kurier Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

14.05.2018 12:12
#7 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

als armin gehen musste war der fähnrich schiekke unser chef.
ein hooligan (würde man heute sagen )

Bote Offline




Beiträge: 10
Punkte: 29

14.05.2018 12:14
#8 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Und vor Armin war es ein Stfw. Krahl.

Kurier Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

14.05.2018 12:16
#9 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Für jeden Kuriereinsatz wurden benötigt der Kurierausweis und die KfZ-Karte/Passierschein. Jeweils in Deutsch und Russisch ausgestellt.
Der Kurierausweis, sowie die Kfz Karte zum ungehinderten!!! und bevorzugten Passieren von Straßen und dem ungehinderten Zugang zu jeglichen militärischen Objekten und das Empfangsnachweisheft,wurden nach Beendigung der Kurierfahrt wieder im Panzerschrank deponiert.
Die Besatzung eines Kurierfahrzeuges bestand aus Kurier und Kurierbegleiter/Fahrer.
Bewaffnung :jeder Pistole M + Mpi KM(S) bzw Fahrer Mpi KM,je Mpi 90 Schuß+Pistole mit 2 Magazine. Die Waffen waren ständig unterladen (damit konnte man zur Not auch den nötigen Nachdruck verleihen).
Generell durften die Fahrzeuge weder von VP noch NVA angehalten bzw kontrolliert werden. Meist hat schon das Vorweisen des Kfz Passierscheines in der Frontscheibe genügt,um freie Fahrt zu schaffen. In meiner ganzen Dienstzeit habe ich nie erlebt das uns jemand angehalten hat.
Mit den Freunden in Wünsdorf gab es hin und wieder Probleme,wenn man Post für die höhere Generalität hatte.
Einmal hatte ich ein Dokument von General Tarasenko zu holen und zum GO Reinhold zu überbringen. Zu unserem Unglück waren in jener Woche neue Kurierausweise und Kfz-Karten ausgegeben worden. Am ersten Tor die Kfz-Karte mit der kyrill. Schrift gezeigt- Tor auf und durch. Am zweiten Kontrollpunkt dann genaues hinsehen- die Gardisten dort nahmen ihre Mpi im Anschlag und wir standen wie versteinert Hände aufs Autodach. Was war der Grund ? Kurierausweise und Kfz-Karte trugen nur beidseitig den Stempel Kdo LSK/LV und Unterschrift vom Reinhold.
Da NVA nur Armee zweiter Klasse war- wer war GO Reinhold.... standen wir mitten im Wünsdorfer Objekt und konnten weder vor noch zurück. Selbst den DNZ konnten wir nicht informieren, Mobilfunk gab es noch nicht und Wachen waren auch dort nicht berechtigt mit ihrem Telefon im Armeenetz zu telefonieren. So gegen 22 uhr muß es gewesen sein. Gegen 2 uhr dann die Erlösung und Freigabe durch den Diensthabenden General im Hauptgefechtsstand nach telefonischer Rückfrage beim DZGS... der dann beim GO Reinhold--- dann der DH HGS beim Oberkommandierenden GSSD.
Dieses persönliche Dokument war bereits avisiert und wir hätten längst wieder in Strausberg sein müssen. Die Zeit verstrich . Im Objekt Unruhe über unseren Verbleib.
Nur weil so ein Trollo im Stab nicht ordentlich arbeitete. Denn nur die deutsche Seite der Dokumente war zu Stempeln und vom Reinhold zu unterzeichnen. Die andere Seite in kyrill. Schrift war zwingend in Wünsdorf im Bereich des Oberkommandierenden zu Stempeln und durch den Oberkommandierenden zu unterzeichnen. Wie beschrieben, sonst lief bei GSSD nichts.

Der Kurierausweis befand sich in einer Lederhülle mit Lederfangschnur,ähnlich dem Dienstausweis der K bzw des MfS,hies bei uns auch immer "Klappfix".....,war wie gesagt in Russisch und Deutsch ausgefertigt,ebenso der Passierschein fürs Kfz.

Stammgast Offline



Beiträge: 163
Punkte: 227

14.05.2018 12:18
#10 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Das war Anschiss pur. Der Mangel auf den neuen Ausweisen müsste eigentlich dem Zugführer auffallen. Denn diese unterschiedlichen Berechtigungen NVA und GSSD waren doch bekannt.

Bote Offline




Beiträge: 10
Punkte: 29

14.05.2018 12:19
#11 RE: Kurier u. Feldpost-Zentrale antworten

Woher solle Armin das wissen ? War er doch zuvor Spieß bis Zwerg Nase kam

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