Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 74 mal aufgerufen
  
 KNZ Eggersdorf
Stammgast Offline



Beiträge: 169
Punkte: 245

22.05.2018 22:18
Fernschreibzentrale antworten

Fernschreibzentrale Bestückung:
In Sachen NVA Telex gab es 2 Zeitabschnitte..

Im Zeitabschnitt des Stabsnetz NVA waren die Telexanschlüsse 211 bis 219 von der Telexanlage Fürstenwalde- diese war dort im Bauwerk schon weit vor 1978 in Betrieb -
TelexNr:211 war die veröffentlichte im Fernwahlverzeichnis und praktisch waren 211 bis 217 empfangsseitig in Folgeschaltung- bedeutet, wenn 211 besetzt war weil dort bereits geschrieben wurde, kam das Fernschreiben auf dem Platz der 212 an- wurde auf der 212 auch bereits ein Fernschreiben bearbeitet- gelangte der "Anrufer" auf die 213 usw.
Die 219 war Einzel geschalten- da für Fernschreiben mit Dringlichkeit Luft reserviert. 218 war glaube ich auf Fernscbreibhandvermittlung-

Mit Inbetriebsetzung S1 änderte sich alles, da dann die Telexanschlüsse aus der NZ-2 Strausberg kamen.
Ab der Zeit wurden geschalten die 239-211 bis 213 in Folgeschaltung als Empfangs-FSM
die 217 für Luftfernscbreiben-
Zur Sende FSM zum absetzen von Fernschreiben wurde 239-444 deklariert.
die 239-440 kam auf die Fernschreibhandvermittlung.
die Fürstenwalder Telexanschlüsse wurden abgeschalten- bis auf die 213 von Fürstenwalde- die blieb noch bestehen zur Nutzung für Fernschreiben an Nutzer, die noch im alten Telexnetz auf Fürstenwalde aufgeschalten blieben bzw. über andere Telexquerwahlen erreichbar blieben wie Telexanlagen im GS-31 und 33.
Das hatte den Vorteil bei Ausfall des S1-Netzes immer noch mit der 213 im alten LSK/LV Telexnetz für unsere Truppenteile und Verbände erreichbar zu sein. Diese Art hatte sich dann in der Folgezeit mehrfach bewährt.

Dann gab es noch die bereits erwähnte Ziviltelex 016625.

Zudem existierten diverse Fernschreibstand-Direktverbindungen. Diese waren im Duplexbetrieb mit getrennter Sende und Empfangs FSM betrieben.
Solche Verbindungen liefen zum Stab 1. LVD und Stab 3. LVD bzw. vor 1978 zum GS-31 und GS-33 für den ZGS
zum ZGS LSK/LV Warschau und zum ZGS LSK/LV Prag sowie zum HGS LV West Minsk
Hinzu kam 2. Hälfte der 80ger eine Verbindung zur Nachrichtenzentrale des Oberbefehlshaber der Truppen in Westrichtung bei Legnica.

Mit Inbetriebnahme der T310 in der SCZ wurden dort die Telexanschlüsse 239-214,215,216,218
Mit einer Sonderregelung der Aufstellung T310 in der SCZ und Verlegung Sonderkabel von SCZ zur Fernschreibzentrale konnten später diese Fernschreibmachinen auch in der Fernschreibzentrale stehen als gedeckte Verbindungen- natürlich abgegrenzt von den offenen Fernschreibanschlüssen-

Damit liefen dann 9 Telex-Fernschreibanschlüsse auf FSM in der Fernschreibzentrale. Die offenen auf elektron. FSM und die gedeckten T310 Maschinen auf mechanische..
Stammgast

Werner Offline




Beiträge: 31
Punkte: 51

22.05.2018 22:21
#2 RE: Fernschreibzentrale antworten

Ziviltelex 016625
Mit der Zivilmaschine konnte man Fernschreiben ins zivile FS-Netz wie z.B. die deutsche Post schicken. Ich glaube das waren meist 5 stellige Anwahlnummern. Größere Betriebe in der DDR hatten auch einen FS-Anschluß. Ab und zu habe ich in meiner GWD-Zeit im NBA ein Fernschreiben an die Telegrammaufnahme Frankfurt/Oder geschickt. Das wurde dann an ein Postamt in der Nähe meines Heimatortes weitergeleitet. Die mußten dann 10 km mit dem Auto fahren und als Telegramm sollte es ja auch ziemlich schnell zugestellt werden. War eben damals die schnellste Möglichkeit eine Nachricht nach Hause zu schicken.

pinkpanter Offline



Beiträge: 68
Punkte: 100

22.05.2018 22:22
#3 RE: Fernschreibzentrale antworten

Richtig- wurde wohl zum absetzen von Telegrammen auch genutzt. Aber auch für Fenschreiben an Betriebe, Kombinate, Parteien, Massenorganisationen.
Bei Ausfall Stabsnetz-fernschreib auch für Fernschreiben zu NVA Dienststellen mit Ziviltelex-anschluß.
Flugpläne und fluganmeldungen wurden von dort zur interflug/Flugsicherung abgesetzt. war damit auch Ersatzmöglichkeit bei Ausfall AFTN.
Flugpläne und Fluganmeldungen der GST Neuenhagen kamen auch dort an.
Und zu euch nach Potsdam wurde das Ding auch genutzt . Da ihr dort auch einen Ziviltelex-Anschluß hattet.
Hatte also ein breites Speltrum an Nutzung.
Wichtig- dort durften keine Tarnnamen oder Tarnzahlen verwendet werden oder im Fernschreibtext enthalten sein.

Fernschreiber Offline



Beiträge: 25
Punkte: 29

22.05.2018 22:24
#4 RE: Fernschreibzentrale antworten

Die Maschine stand als erste in der Reihe, gleich am Tisch der Betriebsaufsicht... daher später auch als erste umgerüstet auf elektron. FSM ( F1300 ?)....
Dort war auch der Knackpunkt, wenn Mitglieder der Partei u. Staatsführung z. Bsp. den Abflug in Moskau probten ohne Flugzeug.... weil das Flugobjekt noch in Diepensee oder Marxwalde stand.... weil die Fluganmeldung/Order auf der Ziviltelex ankam und weitergeleitet hätte werden müssen....aber der klappernden Maschine keine Beachtung hatte oder einfach von der Rolle abgerissen wurde ( ab in Ablage 13 ) da nicht als Fernschreiben erkannt wurde wegen des andern Aufbaus durch AFTN....

carlopieck Offline



Beiträge: 29
Punkte: 41

22.05.2018 23:18
#5 RE: Fernschreibzentrale antworten

Diese Technikkonfiguration war in der Fernscheibzentrale und davon dann auch noch über 20 Stück.
Bild entfernt (keine Rechte)

Fernschreiber Offline



Beiträge: 25
Punkte: 29

22.05.2018 23:20
#6 RE: Fernschreibzentrale antworten

Kleiner Gruß an alle Fernschreiber

Bild entfernt (keine Rechte)

Arno Offline



Beiträge: 54
Punkte: 62

22.05.2018 23:22
#7 RE: Fernschreibzentrale antworten

hatte das "Glück" von einem EK aus Eggersdorf einen Streifen zu bekommen, der das Abbild einer nackten Lady beinhaltete.
War ganz lustig und ich konnte mir vorstellen, was so mancher Fernschreiber vor Langeweile so alles tuen konnte

Gambit Offline



Beiträge: 69
Punkte: 81

22.05.2018 23:24
#8 RE: Fernschreibzentrale antworten

nicht nur die Wetterschreiben waren wahre Badehandtücher, auch wenn die Meldungen für die Politabteilung rein kamen, das konnte dauern, und man war nur am Papier falten.

Techniker Offline



Beiträge: 37
Punkte: 95

22.05.2018 23:26
#9 RE: Fernschreibzentrale antworten

"Kaufen Sie jede Woche vier gute und bequeme Pelze
xy 1234567890" - Das wäre eigentlich der richtige Satz
a) zum 10 - Finger -Üben
und
b) um die Funktionstüchtigkeit aller Lettern zu prüfen.

Stammgast Offline



Beiträge: 169
Punkte: 245

07.09.2018 18:18
#10 RE: Fernschreibzentrale antworten

Den täglichen Hauptdienstteil leisteten die Zivilbeschäftigten: weiblich
Da fallen mir ein:
Wendt , Rost, Paul, Härtling, Mehlan, Meihack ( die Jenny war Uniformiert und wurde dann ZB )

 Sprung  
Xobor Xobor Community Software