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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 45 mal aufgerufen
  
 Sonstiges zum Kdo LSK/LV
Lothar B Offline



Beiträge: 1
Punkte: 5

07.07.2018 23:37
Frequenzfragen antworten

Hier eine Thematik ohne mögliche feste Bereichszuordnung.
Das Thema der Frequenznutzung in der DDR täte mich interessieren. Denn nicht nur die DDR nutzte in den vielfältigsten Bereichen Funk. Auch die sowjetischen Streitkräfte Behörden, Organe. Darin sehe ich Konfliktpotential.
Auf der einen Seite der DDR-staatliche Anspruch auf umfängliche Frequenzkoordinierung und Frequenzzuordnung.
Auf der anderen Seite die, sich ja bis 1990 so verhaltende, Besatzungsmacht UdSSR mit dem Anspruch eigener umfänglicher Festlegung ohne Berücksichtigung dessen was von der DDR vorgegeben wird.
Wo waren die Reibungspunkte und die Lösungsansätze ? Gab es Vorfälle ? Denn offiziell berichtet wurde dazu nichts.
Sicher wäre hier der HGK ein besserer Ansprechpartner wegen seiner Tätigleit im staatlichen Frequenzbüro. Aber woher nehmen.

Klaus-Peter Offline




Beiträge: 38
Punkte: 58

07.07.2018 23:40
#2 RE: Frequenzfragen antworten

Hoheitliche Frequenzangelegenheiten der ehemaligen DDR wurden durch die "Staatliche Frequenzkommission" (SFK) geregelt. Vertreter der NVA in diesem High Level Gremium war Generalleutnant W. Patuch (MfNV). Langjährige Sekretäre waren H.Böttger/ H.Haeckel. Vorsitzender und Leiter der SFK war Staatssekretär im MPF der DDR Dr. Hammer. Unter anderem gab es dort auch stimmberechtigte Mitglieder andere Ministerien, beispielsweise MDI, und selbstredend auch einen Interessenvertreter der GSSD/WGT in Deutschland. Das MfNV vertrat auch die militärischen Frequenzinteressen in der ICAO und in der ITU, beispielsweise in den Weltfunkkonverenzen. Rein militärische Frequenzangelegenheiten wurden im Rahmen des WP koordiniert. Hier lag die langjähriger Interessenvertrete der NVA beim CNF (E.Zettelmann) im Kdo LSK/LV. Übrigen, im Westen war das bis 2010 ähnlich geregelt. Hier gab es im NATO-Bereich die ARFA mit den militärischen Vertretern aller NATO-Mitglieder und auf der Arbeitsebene der Bw die NARFA. Die rein national- militärischen/ hoheitlichen Frequenzinteressen vertrat der Fü S IV im BMVg, beispielsweise zu Weltfunkkonferenzen. Grundsatzpapier war/ ist das “NATO Joint civil/military Frequency Agreement” (NJFA). Damit dürften ihre drängendsten Fragen beantwortet sein.

Ostwind Offline




Beiträge: 42
Punkte: 58

07.07.2018 23:41
#3 RE: Frequenzfragen antworten

Das Andere dazu Stellung nehmen können hätte mich auch arg verwundert, da Oberst J.K. "0" Berührungspunkte bezüglich SFK hatte .
Die Ebene Hauptnachrichtenzentrale war Truppe (OF-5) und somit einfach zu niedrig. Unterster Dienstgrad in der SFK war GenMaj Männchen.

Uli Köhler Offline



Beiträge: 27
Punkte: 55

07.07.2018 23:42
#4 RE: Frequenzfragen antworten

Mich freut ungemein diese aus offenbar unabhängiger Ecke stammende Feststellung zum Genossen Oberst.
Als Oberfunker 5 aber immer die große Klappe.

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