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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 69 mal aufgerufen
  
 KNZ Eggersdorf
Seiten 1 | 2
Techniker Offline



Beiträge: 37
Punkte: 95

10.09.2018 16:52
UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

In der UKW-Zentrale hatten zuletzt an Technik:
Flugfunk:
1 x R-831Ms
2 x R-825
1 x R-834u

DM:
2 x R-824

UKW/KW:
1 x R-111
1x SEG-100

Diese UKW-Zentrale stand im DHS und war daher rund um die Uhr besetzt.
Untergebracht im NBG Obergeschoss links.

Lothar B Offline



Beiträge: 4
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10.09.2018 16:55
#2 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

die 824 wurden unter DM geführt ( Dezimeter ist richtig) und machten die Führungsfunknetze 401 und 402.
Aber als U (für UKW)

Berlin Berlin Offline



Beiträge: 44
Punkte: 64

10.09.2018 16:56
#3 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Genau, auf dem Mast. Die Flugfunk fast ganz oben mir Diskus-Konus auf einen Viererträger.
Die 824 mit Yagi , R-111 mit Stabantenne uns SEG mit Langdraht auf NBG-Dach und einmal schäg hoch zum Turm.

Funker Offline



Beiträge: 58
Punkte: 86

10.09.2018 16:57
#4 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Fachlich hieß die Zentrale: Flugfunk-Betriebszentrale--
Leiter: Ofä Fuchs. bzw. auch Sterzl-

Flugfunker Offline



Beiträge: 4
Punkte: 4

10.09.2018 16:59
#5 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Mein Dienst war unterm Dach des NBG in der UKW-und Flugfunkzentrale
R-824+825 / R-831/ R-834

Techniker Offline



Beiträge: 37
Punkte: 95

10.09.2018 17:02
#6 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Flugfunk für den ZGS/ZWGS
Für den ZGS - Eggersdorf oder auch Fürstenwalde - bzw. ab Ende der 70ger Jahre auch für ZWGS stellten wir Flugfunk zur Überwachung des Luftraumes sicher.
Die Endausbaustufe war:
a) R.831
U1 in UKW Zentrale Eggersdorf
U2 in UKW Zentrale Eggersdorf
U3 im FSA-1
U4 im FSA-2
U5 im Turm Birkholzaue
U6 in RFB-9

Diese lagen per MOD Leitung im ZGS an.

b) Ende der 80ger mit R.869 (?)
Turm Berlin Alex
Turm Brocken
Turm Rhinow über FuTK /JLST Wusterwitz
Alle mit MOD Leitungen zum ZGS oder zur UKW-Zentrale.

Stammgast71 Offline



Beiträge: 6
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10.09.2018 17:03
#7 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Möchte das Thema noch einmal aufgreifen. Die unter #1 aufgeführten Flugfunkstellen galten auch für Jägerleitstellen.
Die U6 war als Jägerleitstelle für den Ostseeraum eingebucht. Insbesondere die U6 war im Einsatz bei den vielen Gefechtsstarts für unklare Lagen oder Luftraumverletzungen im Ostseeraum. Dort war ja täglich viel los. Der ZGS verfolgte den Sprechverkehr zum Abfangjäger bzw. zwischen den Abfangjägern und es war von Anbeginn vorgesehen der mögliche Eingriff des ZGS in die Jägerleitung ( herkömmlich). Da ein möglicher Abschußbefehl nach direkter Lageerörterung dann unmittelbar aus dem ZGS direkt zum Flieger gegangen wäre.
Die U4 war als Jägerleitstelle des ZGS im Thüringer Becken eingerichtet worden. Verfahren ebenso wie bei U6.
Das waren so die regionalen Schwerpunkte des DHS Geschehens.

Birkholzaue U5 war Jägerleitstelle (herkömmlich) für JG-8 im Berliner Raum und konnte bis zum Gefechtsstand Müncheberg geschalten werden. Im Regel DHS ohne JG-8 Einsatz nutzte diese Station der ZGS zur Überwachung Flugfunk der zivilen Luftfahrt und BIC
Im Falle DHS Alarm im JG-8 nutzte ZGS dann die Station U1 Eggersdorf zur Möglichkeit der direkten Jägerleitung im Berliner Raum.
U2 und U3 waren mehr zum Mithören Flugfunk der Gruppe Eigene.

Mit den steigenden Zahlen unklarer Luftlagen und Alarmstarts folgten dann die aufgeführten Stationen- wie Wusterwitz/Rhinow für den Nordwestlichen Raum zur Jägerleitung durch ZGS.

Mittels U4 und Rhinow konnte auch mit den DHS Kampfhubschraubern kommuniziert werden. Hier galt gleiches wie bei Jägerleitung. Finale Handlungs- und Einsatzentscheidung direkt vom ZGS.

Alex Turm diente mehr zur Überwachung Flugfunk zivile Luftfahrt von Ostsee bis südl. Grenze. Von dort oder von Eggersdorf/Birkholzaue erfolgte dann ggf. auch die direkte Kommunikation mit den zivilen Piloten.

Brocken diente wieder dem Flugfunk im Grenzbereich und Grenznahen Raum, sowie zur Flugfunküberwachung gen Westen.

kalle Offline




Beiträge: 55
Punkte: 75

10.09.2018 17:04
#8 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Ich kenne ja noch ein Stück ZGS Eggersdorf. AIZ arbeitete mit Flugfunk vom Richtfunkturm im Objekt.
BE meine hatten sie noch nicht.
Dann für ZGS Fürstenwalde BE ( Birkholzaue ) hinzu. Der erste AHA Effekt. Der gesamte Berliner Raum und Luftstrassen war zu erfassen. Mehr wie nur aus dem Objekt Eggersdorf heraus.
Für die Schwerpunktgebiete der Luftraumverletzungen waren jedoch Groß Obringen ( Weimar) und Kl. Kussewitz ( Rostock) notwendig. Das war mit BE nicht zu machen.

Dann kam die Station auf dem Fernsehturm Alex. Wieder ein AHA Effekt. Reichte für die ganze DDR.

Brocken war Anfangs ja nur für Jägerleitstelle Wusterwitz. Als dann die MOD-Leitung auch zum ZGS Fürstenwalde kam... der nächste AHA-Effekt. Denn Hamburg- Frankfurt/Main... bis Grenze Holland war der Flugfunk gut zu erreichen.
Aussage: Wenn der Brocken zeitiger für ZGS freigegeben worden wäre... der absolute Hit. Weil sie dann auch die Thüringer Täler mit den Fliegern drauf hatten- die nicht einmal Obringen brachte.
Damals ein langer Weg bis die Russen den Brocken für unsere Flugfunkstation frei gaben.

Bormann Offline



Beiträge: 17
Punkte: 21

10.09.2018 17:05
#9 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

1990 sind dann noch R-863 für Luftwaffe aufgestellt worden.
Dazu 1 Mod-Leitung zum ZGS/NSOC Fürstenwalde und 1 MoD Leitung zu VHZ/Luko Wünsdorf.
Überwachung des sowjet./russ. Flugfunk-Funkverkehrs über Ostdeutschland.

Gleichfalls erhielt ZGS/NSOC Fürstenwalde direkten Zugriff auf Flugfunkstation Schwerin-Zippendorf und Brocken.

Witz Bold Offline



Beiträge: 1
Punkte: 1

10.09.2018 17:10
#10 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Ist jemandem etwas zum Thema des neueren Flugfunk aus dem ZGS bekannt ... ich habe z. B. noch in Erinnerung das der Einbau von R-845 geplant war bzw. auch schon begonnen wurde ... in der Hektik der Wendezeit ist das dann aber an mir vorbei gegangen ... mir ist derzeit noch nicht einmal bekannt ob es fertig wurde oder ein Abbruch erfolgte ....

Auf den Türmen waren R 863 angebunden. Da die Geräte dort in relativ großer Höhe abstrahlten genügten die 10 Watt Sendeleistung. An den am "Boden" befindlichen Standorten war diese ebenfalls zu finden und zusätzlich dazu die R-862 mit einer höheren Sendeleistung (25 Watt). Diese stammten aus dem Bestand der SU 22.

Der Einbau der R-845 war direkt im ZGS vorgesehen. Antennen ????? Leider war ich in diesen Auftrag nicht vor Ort ... Bekannt ist mir noch die riesige Länge der Antennenkabel, welche definitiv schon geliefert wurden. Diese lag bei um die 120 - 140 m um aus dem Bauwerk zu den Antennen zu kommen. Alles in allem kam mir diese Sache wegen der Leistungsverluste deshalb persönlich etwas merkwürdig vo

Andy Offline




Beiträge: 255
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10.09.2018 17:13
#11 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Andy schrieb:
Diese Meterzahl ist in meinem Kopf stecken geblieben ... wir hatten das HF Kabel bestellt und bekamen die erste Lieferung .... 140 m auf der Trommel sahen dann etwa so aus ... ein Stück a' 57 m, ein Stück a' 42 m, ein Stück a' 38 m und damit es passt ein Stück a' 3 m

Das bestätigte uns damals folgende Saga: Der Fernmelder fordert 500 m Rangierdraht an ... er bekommt dann eine Trommel mit 499,80 m geliefert. Damit alles seine Richtigkeit hat, wurden dann durch einen Depotarbeiter noch 20 cm von einer anderen Trommel abgeschnitten und beigelegt.

Das sind in der Regel Diskus-Konusantennen. Siehst Du ganz gut auf folgender Webseite bei der Abbildung des SKP - Start Kommandopunktes
https://www.nva-flieger.de/index.php/tec...ungsmittel.html

Die unterirdischen FF Antennen sind total unscheinbare Blechkisten. Etwa 1 -2 m lang. Wir hatten diese in Holzdorf oder Laage auf der Flugleitung installiert. Die Ergebnisse waren garnicht mal schlecht bzw. besser als erwartet.

Andy Offline




Beiträge: 255
Punkte: 371

10.09.2018 17:13
#12 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Andy schrieb:
meine Erinnerung ist 1991 ... evt. könnte auch folgende Variante möglich sein. Geplant war die Einrüstung von R-845. Das war definitiv beschlossene Sache ... evt. wurde dieser Plan wegen VDE / Gründen Sperrung russischer Technik gekippt und auf R 862 bzw. 863 umgeschwenkt. Evt. können wir noch herausbekommen wann diese Sperrungen erfolgten.

Pit Offline




Beiträge: 181
Punkte: 225

10.09.2018 17:14
#13 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Pirat schrieb:
Pirat schrieb mal zu Flugfunk bei Jägerleitstellen:
Das mag alles so richtig sein. Jedoch habe ich den Eindruck, dass der Ausdruck "Jägerleitstelle" etwas inflationär gebraucht wird.

Eine Hubschrauber-Leitstelle ist eben auch keine Jägerleitstelle, obwohl sie noch am ehesten dafür einsetzbar wäre.

Dann gab es noch FIS-Leitstellen, auf welchen sich Luftfahrzeuge beim Ein- und Ausflug in den Grenzsperrstreifen an festgelegten Meldepunkten melden mussten. Dies war aber nur eine Überwachung per Flugfunk.

Auch war eine Flugüberwachung per Flugfunk auf den örtlichen Fluglinien (ÖFL), welche durch Transport-, Verbindungsflieger und Hubschrauben in geringen Höhen beflogen wurden, denkbar.

Einige der zuvor aufgeführten Flugfunkstationen waren als abgesetzte Flugfunkstationen eingesetzt. Die wurden entfaltet, um das Funkleitfeld, vor allem in geringen Höhen, zu erweitern. So wurde z.B. für die Jägerleitstelle Dargelütz eine zusätzliche Flugfunkstation auf dem Turm der Deutschen Post in Schwerin-Zippendorf bereit gestellt.

Klar ist, dass auch Flugfunkstationen zum mithören des Funkverkehrs auf vorgesetzten Führungsstellen nutzbar waren.
Dass aber über diese Stellen direkt in die Flugfunkbeziehung eingegriffen worden wäre, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Auch wenn ein GO umfangreichere Befugnisse erhält, bedeutet das nicht, dass der Diensthabende auf seinem ZGS (oder ein anderer Offizier) direkt Kommandos oder Befehle in den Flugfunk bläst. Diese Befehle wären immer auf der Linie der Gefechtsstände, über die Diensthabenden, bzw. Diehsthabenden Stellvertreter der Kommandeure auf dem GS weiter geleitet worden. Eine Umgehung dieser Linie ist nicht denkbar.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Flugzeugführer (FF) im Leitprozess auf eine andere Führungsstelle im Flugfunk hören würde. Eine solche Einmischung war undenkbar. Sie führt zu Chaos und Verwischung / Vermischung von Verantwortlichkeiten und kann die Sicherheit grob gefährden. Der FF würde ws. auch von einer Fremdbeeinflussung durch eine gegnerische Leitstelle ausgehen. Möglicherweise würde er diese Leitstelle ignorieren, seiner eigenen Bodenstelle melden, dass da ein Fremder (bestenfalls mit Angabe des Rufnamens) im Flugfunk ist. Im Maximaum würde der FF eventuell die Flugfunkparole bei dieser fremden Leitstelle abfragen. Ohne Befehl bzw. Verständigung mit seiner eigenen Bodenstelle würde er kaum anderen "Stimmen im Raum" folgen. Ohne die Autorisierung durch die eigene, für die Leitung verantwortliche Bodenstelle, wären keine Umsetzung irgendwelcher Befehle von irgendwelchen Bodenstellen denkbar gewesen.

Amigo Offline




Beiträge: 19
Punkte: 27

10.09.2018 17:17
#14 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Die Jägerleitstellen ( JLst) hatten noch Flugfunkstationen außerhalb der NVA-Objekte.

R-831 auf Post-Turm Schwerin-Zippendorf zum gGS 13/43 Dargelütz/Parchim
R-831 auf Post-Turm Rostock-Stadtweide zu JLst GS 43. FRBr Rövershagen
R-831 auf Post-Turm Perwenitz für JLst GS 41. FRBr Ladeburg
R-831 auf Post-Turm Rhinow für JLst Wusterwitz
R-831 auf Post-Turm Petkus für JLst GS Schönwalde
R-831 auf Inselsberg RFN-Turm für JLst GS Spötau

R-831 im FSA-1 Limsdorf für AIZ ZGS
R-831 im NR-14 ONZ für AIZ ZWGS
R-831 im FSA-2 für JLst GS Sprötau
R-831 im FSA-3 für AIZ GS 1. LVD Kolkwitz
R-831 im FSA-4 für AIZ GS 3. LVD Cölpin

Flugfunker Offline



Beiträge: 4
Punkte: 4

10.09.2018 17:18
#15 RE: UKW/Flugfunk-Zentrale antworten

Das waren interessante Entwicklungen. In gewissem Sinn wäre ich gern noch mit dabei gewesen.

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