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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 67 mal aufgerufen
  
 Heereskommando Geltow
Luftikus Offline




Beiträge: 25
Punkte: 32

23.11.2018 23:00
Heereskommando Ost antworten

1990 auf Basis des Kommando Landstreitkräfte der NVA in Potsdam-Geltow und diente der Eingliederung von Teilen der NVA Landstreitkräfte in die Bundeswehr..
Das Heereskommando Ost führte zunächst die ehemals dem Kommando Landstreitkräfte direkt unterstellten Truppen.

Die dem Kdo LaSk unterstellen MB-III und MB-V sollten in andere Strukturen überführt werden und unterstanden zu der Zeit dem Bundeswehrkommando Ost direkt.

Jumbo Offline



Beiträge: 9
Punkte: 13

23.11.2018 23:12
#2 RE: Heereskommando Ost antworten

Korps-und Territorialkommando Ost

Eine schnelllebige Zeit damals und die ersten 6 Monate waren schnell um. Für die Bundeswehr sollte das letzte rein national geführte Heeres-Korps gebildet werden.
Damit war das IV. Korps aufzustellen.
So wurde aus dem Heereskommando Ost im April 1991 das Korps-und Territorialkommando Ost mit Alleinunterstellung zum Inspekteur des Heeres.

Die Fusionierung der Territorialkommandos des Territorialheer mit den Korps des in die NATO-Kommandostruktur integrierten Feldheeres war in der Heeresstruktur V auch für die Korps in Westdeutschland avisiert. Letztlich wurde diese Fusion aber nur in Ostdeutschland durchgeführt. Formal wurde dabei sichergestellt, dass wie vereinbart bis zum Abzug der GSSD aus den ostdeutschen Garnisonen (der Abzug dauerte bis 1994) keine NATO-Truppen in Ostdeutschland stationiert waren, denn formal war das „Korps / Territorialkommando Ost“ eine Kommandobehörde des Territorialheeres, das in der Friedensgliederung und im Verteidigungsfall durch nationale Befehlshaber geführt wurde und vorläufig nicht in die NATO-Kommandostruktur integriert wurde

Zum 30. Juni 1991 wurde das Bundeswehrkommando Ost aufgelöst. Das dem Inspekteur des Heeres unterstellte „Korps / Territorialkommando Ost“ übernahm die Führung der unterstellten Heeresdivision und der Wehrbereichskommandos. Damit wurden die ostdeutschen Landstreitkräfte Teil des gesamtdeutschen Heeres. Es unterstanden:

Division/Wehrbereichskommando VII
Division/Wehrbereichskommando VIII

Zunächst war die Hauptaufgabe des „Korps/Territorialkommandos Ost“, diese unterstellten Truppenteile in das gesamtdeutsche Heer zu integrieren.

Am 1. April 1993 wurde mit dem neu aufgestellten Sanitätsbataillon 806 in Hamburg erstmals auch ein westdeutscher Truppenteil unterstellt.
Zum 30. September 1994 – einen Monat nach Abzug der letzten Truppenteile der WGT aus der Bundesrepublik – wurde das „Korps / Territorialkommando Ost“ dem neu eingerichteten Heeresführungskommando truppendienstlich unterstellt. Damit wurden erstmals ostdeutsche Truppenteile in das deutsche Feldheer integriert und damit die Eingliederung in die NATO-Kommandostruktur eingeleitet.

Seeger Offline



Beiträge: 19
Punkte: 31

23.11.2018 23:27
#3 RE: Heereskommando Ost antworten

IV.Korps

Strukturell war dann alles noch viel schlimmer da in der Abfolge noch vor Beendigung eines laufenden Strukturabschnittes schon wieder neue Strukturen gemäß Befehl einzunehmen waren.
Bereits 1995 wurde die Heeresstruktur V nachgesteuert (Heeresstruktur V (N)). Zum 1. Januar 1995 wurde das „Korps / Territorialkommando Ost“ defusioniert. Aufgaben der territorialen Verteidigung des „Korps / Territorialkommando Ost“ wurden den fusionierten Wehrbereichskommando VII / 13. Panzergrenadierdivision sowie dem Wehrbereichskommando VIII / 14. Panzergrenadierdivision übertragen.

Damit war dann Auflösung des Korps-und Territorialkommandos einzuleiten und das IV-Korps aufzustellen..

Aus dem Korpsanteil des „Korps / Territorialkommando Ost“ entstand nach Abgabe der Territorialverbände das IV. Korps des Feldheeres.
Das IV. Korps blieb jedoch ein rein deutsches Korps mit Aufgaben der Kooperation zur Osterweiterung der NATO..

unter anderem zugehörig:
- Heeresunteroffizierschule IV in Delitzsch ( Aus Uffz.Schule NVA)

- Führungsunterstützungsbrigade 4 in Stahnsdorf

- Logistikbrigade 4 in Strausberg ( im Objekt Eggersdorf (Barnim-Kaserne) Anteil Wachrgt.2 und Strausberg/Nord (Struzberg Kaserne) Anteil Kfz-Rgt.2

- Sanitätsbrigade 4 in Perleberg

- Heeresfliegerregiment 36 in Fritzlar mit 60 Panzerabwehrhubschrauber als erster West-Verband unterstellt.

Im Einsatz;:
Heeresfliegerverbindungs- und Aufklärungsstaffel 400 in Cottbus ( aus KHG-3)
Panzerflugabwehrraketenregiment 610 in Rendsburg
Fernspähkompanie 300 in Fritzlar
Frontnachrichtenlehrkompanie 300 in Diez

Geisterjäger Offline




Beiträge: 11
Punkte: 46

23.11.2018 23:29
#4 RE: Heereskommando Ost antworten

Immerhin - Am 3. Februar 1995 wurden die Verbände des Korps der NATO unterstellt.
dann mit:
Feldnachrichtenkompanie (nicht aktiv)
Führungsunterstützungsbrigade
-Stabs- und Fernmelderegiment
-Fernmeldeverbindungsbataillon
-Fernmelderegiment Elektronischer Kampf
-Topographiebatterie
- Heeresmusikkorps
13. Panzergrenadierdivision/ Wehrbereichskommando VII (Leipzig)
14. Panzergrenadierdivision/Wehrbereichskommando VII (Neubrandenburg)

Die Fusion der Divisionen und WBK blieb zunächst bis 2001 erhalten.

Geisterjäger Offline




Beiträge: 11
Punkte: 46

23.11.2018 23:31
#5 RE: Heereskommando Ost antworten

Am 3. April 1997 wurde die Luftmechanisierte Brigade 1 (KRK) in Fritzlar neu aufgestellt und seine rund 3300 Mann dem Korps wieder unterstellt.


Das IV. Korps wurde zum 1. Juli 2001 der truppendienstlicher Führung enthoben und der Stab zum 31. März 2002 endgültig außer Dienst gestellt.
Nach der Auflösung wurde der Stab des Korps zur Aufstellung des Einsatzführungskommando der Bundeswehr verwendet.

Die ehemals unterstellten Truppenteile wurden außer Dienst gestellt oder in Masse den nun direkt dem Heeresführungskommando unterstellten Divisionen (13. und 14. Panzergrenadierdivision) unterstellt.

Elitekind Offline



Beiträge: 7
Punkte: 11

24.11.2018 00:03
#6 RE: Heereskommando Ost antworten

Über die Logistikbrigade 4 in Strausberg ist wenig zu erfahren.

Außer: Das 2016 ein Oberst Heep in Strausberg verstarb.
http://www.pressreader.com/germany/m%C3%...281956017371044

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