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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 105 mal aufgerufen
 Allgemeines zum Kdo
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Zuber Offline



Beiträge: 11
Punkte: 11

28.11.2017 22:36
#16 RE: Sowjet. Offz im Kdo und ZGS antworten

Das ist ein weites Feld. Du müsstest deine Frage wahrscheinlich etwas konkretisieren. Denn ich antworte mal etwas provokativ: das gab es so direkt nicht.

Nätürlich gab es abgestimmte Pläne im Warschauer Vertrag, auch gerade über das Zusammenwirken in der DDR zwischen NVA und GSSD. Auch hatte die GSSD Einsatzbefehlsgewalt über das DHS via den ZGS (ich schrieb schon kurz darüber). Aber direkten Einfluss gab es nicht.

Mäusebaron Offline




Beiträge: 20
Punkte: 24

28.11.2017 22:38
#17 RE: Sowjet. Offz im Kdo und ZGS antworten

Also ich kenne von Operativ die Aussage, dass jede Stationierungs- und Ausrüstungs- oder Strukturentscheidung mit dem "Vertreter VOK oder CA" oder auch "MilitärOberspezialist genannt " abgestimmt werden und explizit durch ihn im Auftrag des OK GSSD bestätigt werden musste. Erst dann kam der entsprechende Befehl vom CLSK/LV oder CdS.
So das es keinen Standort und keine Gefechtsstellung der LSK/LV gab ohne das Go der Sowjets.

Bäumler Offline



Beiträge: 9
Punkte: 9

28.11.2017 22:39
#18 RE: Sowjet. Offz im Kdo und ZGS antworten

Wieder andere erzählten, der Berater war kaum in Strausberg. Angeblich meistens in Wünsdorf beim Chef der 16. LA oder im Oberkommando oder in Moskau.

Creme21 Offline



Beiträge: 15
Punkte: 15

28.11.2017 22:59
#19 RE: Sowjet. Offz im Kdo und ZGS antworten

"Mitsprache" für die "Freunde" ist das falsche Wort.
"Einfluß auf Führungsentscheidungen " in jedem Fall. Denn die "Freunde" hatten das Sagen auch in der NVA. Ich weiß wovon ich spreche. Das die NVA-Generalität - egal auf welcher Ebene- wirkliche Führungsentscheidungen traf gab es nicht.
Es sei denn, die Entscheidung zum Speiseplan der Woche. Das konnte gerade noch so entschieden werden.
Aber Struktur, Stärke und Standorte legten die "Freunde" (Berater) fest. Wann wir unsere Übungen ab Brigade-/Divisionsebene mit welchem Inhalt machten, legten die Berater fest.

Die Berater- sie waren vor Ort in den betreffenden Führungsebenen um im Krieg sofort diese Kommandogewalt zu übernehmen. Der Chefberater beim Chef LKSK/LV war im also Krieg der Befehlshaber der 3. Luftarmee (NVA). GO Reinhold stand ihm dann als NVA-Vertreter wirklich nur beratend und zur Seite und führte die bei NVA verbleibenden TT.
So stand es auch in den Alarmierungsunterlagen, die vom Oberkommandierenden der Front im Kriegsfall per Kurier zugestellt werden sollten und die ggf. anders lautende Unterlagen der NVA außer Kraft setzten.

Wir erkennen bereits im Fernwahlverzeichnis, welcher Verband/TT.... eine sowjetische Führung und Unterstellung bekam-
Ein Jagdfliegergeschwader mit sowjet. Tarnnamen "Lamento" (JG-1) war der Sowjetarmee 16. Luftarmee zu unterstellen.
Ein Fla-Raketen-Regiment mit DDR-Tarnnamen "Briefträger" blieb im Verfügungsbereich der NVA.

Die Führung LSK/LV mit sowjet. Tarnnamen "Visa" wurde im Krieg also sowjetisch geführt.

Alles andere ist Augenauswischerei bestimmter NVA-Führungskreise. Die öffentlich nie zugeben werden, im Kriegsfall nur als Marionetten der Sowjetarmee zu agieren.

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