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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 60 mal aufgerufen
  
 KNZ Eggersdorf
Techniker Offline



Beiträge: 33
Punkte: 83

25.10.2015 22:00
Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Übertragungszentrale Eggersdorf = Element der KNZ/NZ Eggersdorf.
Leiter der Übertragungszentrale hatte Status eines Zugführer. Planstelle Stabsfeldwebel- später Stabsoberfähnrich.
In den guten Zeiten taten dort 10 Zivilbeschäftigte und 5-6 Uniformierte im Unteroffiziersdienstgrad ihren Dienst. Soldaten im GWD waren dort nicht zugelassen.
Dienst war im 24h Dienst. Vergattert. 1 Diensthabender.
1 Mann hatte Bereitschaft im Objekt. War die meiste Zeit auch in der Zentrale. Denn hatte u.a. die Aufgabe zur Ablösung des DH zu Mittag-Abendessen-Frühstück.
1 Mann - wenn verfügbar - Tagesschicht.

Die Zivilen hatten Alle Tagesschicht.

Diese Übertragungszentrale war posttypische Übertragungsstelle "Eggersdorf Üst 2".

Oberfeldwebel Offline



Beiträge: 3
Punkte: 7

23.09.2017 22:30
#2 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Diese Üst stellte Kanalbündel zur Deutschen Post mit analoger Übertragungstechnik sicher.
Ende der 80ger Jahre erfolgte Modernisierung mit Verlegung Glasfaserkabel zur Üst1 Strausberg sowie Aufbau von PCM-Technik durch Deutsche Post in der Üst.
Nachfolgend dann Inbetriebnahme je einer PCM 120 Strecke Eggersdorf - Strausberg Üst 1 sowie Eggersdorf - Fürstenwalde Üst 2.
Zur Nutzung kam nur eine PCM30, die über diese PCM120 nach Strausberg Üst 1 geführt wurde sowie eine PCM30 Eggersdorf- Müncheberg Üst 1.
Die dann auch mit Einzelkanälen beschalten wurden.
Die Richtung Eggersdorf - Fürstenwalde kam erst bei der Luftwaffe zur scharfen Nutzung.

Diese Technik kam dann bei der Luftwaffe auf den Müll. Das Glasfaserkabel wurde als einziges Fernmeldekabel durch die Bundeswehr weiter betrieben.
Bzk-271c, BzK-24 usw. traf die Säge im Kabelschacht vorm NBG.

Dieter Offline




Beiträge: 38
Punkte: 66

23.09.2017 22:32
#3 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Die heiße Reserve gen ZGS war 1205 P. Lag auf zuverlässige Z13/FB301 und führte über reine Kabelwege. Wenn ringsum alle Übertragungswege ausgefallen waren, die 1205P lief immer.
Führung:
Eggersdorf - Kagel Objekt über BzK-24 A27
Kagel - Müncheberg 1 über FK201a A19
Müncheberg 1 - Fürstenwalde Schsch über BzK12 A 1
Fürstenwalde Schsch - FBZ über Ngk-184 A53

Dabei fällt auf, dass "kleine" Funksendezentrum Kagel hatte Zugang zum FK201a. Also dem Weitverkehrsnetz der DP. Hatte Kagel also noch weitere Aufgaben wie nur Funkwellen zu versenden.. nämlich für MfNV eine Zweitabstützung fern von Strausberg 1 zu schaffen.

In Vorbereitung war, über diese Variante eine weitere TF Eggersdorf-Fürstenwalde zu schaffen. Da der Bedarf an Nachrichtenverbindungen zwischen beiden Standorten bereits so hoch war, dass die eine TF als Reserve nicht mehr ausreichte.

Dazu war vorgesehen, ein Kabel ( BzK) aus dem Sonderkabelnetz MfS zu übernehmen in unsere Trägerschaft. Das Bzk verlief zwischen Herzfelde und Bollersdorf. Wir wollten eine Verbindung in Herzfelde auf Bzk 24 schaffen- und bei Bollersdorf auf die Trasse nach Müncheberg ( FK 60... ). Damit konnte der Knoten Strausberg 1/5 , Strausberg 2, Harnekop weitläufig umgangen werden.

Feldwebel Offline




Beiträge: 53
Punkte: 77

23.09.2017 22:33
#4 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

In der ÜZ hatten wir auch eine EVA aufgebaut mit 3149 und 349 Führungsvermittlung.
S-Station im Aufenthaltsraum, Chef 1 im Rifu-Raum und Chef 2 im TF/NF Raum.
Später ersetzt durch RENA weil mehr Rufnummern zugeschalten werden konnten. Wie Dienstvermittlung usw. Konnten auch mehr Stationen betrieben werden.
Dem folgte dann eine DIVA- ca. ab Herbst 1978. Dort konnten auch Fe-Standverbindungen bedient werden.
Zusätzlich noch eine alte WL-10, gefolgt von neuer WL-20 für diverse Direktverbindungen der Zentralen untereinander, plus KC, Kdr, SC, LNB.

Mrozek Offline



Beiträge: 26
Punkte: 34

23.09.2017 22:34
#5 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Bei und war DIVA-Anlage. 3149,349 und Dienstvermittlung 256 und diverse Standverbindungen. Bis hin zur Umschaltung der LNB/DNZ Rufnummern zu uns. Denn der Funkmensch war dann mit dem ZGS weg und damit konnte LNB die Nacht nicht mehr teilen. Ergo wurden seine 3133 und FüVm, DVm ( Rufnummer ?) bei LNB Nachtruhe oder "Essen gehen" zu uns umgeschalten. Wir mussten uns dann mit "bei Visa 942" melden. Entscheiden knnten wir nichts. Nur aufschreiben oder LNB wecken.

P-300 Offline



Beiträge: 43
Punkte: 59

23.09.2017 22:35
#6 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Ein altes Thema neu aufgelegt- irgendwie geistern immer noch unterschiedliche Definitionen im www.

Üst 1 - die alten strukturmäßigen Übertragungsstellen der Deutschen Post. In der Regel im Gebäude oder in Nähe der Ortsvermittlungsstelle/Knotenamt angelegt.
war ursprünglich Üst (röm I ).

Üst 2 - erweiterte Übertragungsstelle der Deutschen Post mit Sonderaufgaben in der Landesverteidigung. Ursprünglich Üst (röm) II
Später auch wichtige Üst der NVA als posttypische Übertragungsstellen.

Üst 3 - Üst der Deutschen Post im Kabelnetz als Verstärkerpunkt. Später mit ULT-Trakt 1800 Kanäle pro DA/Koax.
später auch für wichtige NVA Üst ohne Trakt.

Üst 4 - posttypische Übertragungsstellen der NVA und MfS

Üst 5 - Übertragungsstellen des Sondernetz 1 = Schalt-und Betriebszentralen (SBZ) der Bezirke

Üst 6 - posttypische Übertragungsstellen der Landesverteidigung

Üst 7 - Übertragungsstellen des RFN = Bezirksrichtfunkzentralen

Üst 8 - Funkzentralen des MfS

Üst 81 - Übertragungsstellen im Netz der Landesverteidigung zur Stützung der Rochaden.

Wer weiß mehr dazu ?

Müritzer Offline



Beiträge: 7
Punkte: 7

23.09.2017 22:36
#7 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Ich kenne dazu noch 2 Arten der Schreibweise über de so mancher Externer immer noch stolpert. Wenn meine Kenntnis unzutreffend ist, dann ruhig schreiben.
Ursprünglich waren die Üst römisch beziffert:
Strausberg Üst I = Deutsche Post
Strausberg Üst II = Hautptnachrichtenzentrale
Fürstenwalde Üst III = Rauen ÜT für den A-Turm

Die Bezifferung hatte noch nichts mit Anlagen oder Gebäudeformen zu tun.
Fernmeldedienstgebäude bekamen später die Bezeichnungen FmDG II/1 und II/2.

Im selben Zyklus erfolgte eine Überarbeitung der Bezeichungen für Üst im Sinne von taktischen Bezeichnungen.
Wie:
Aus Strausberg Üst I wurde Strausberg Üst 1
Aus Strausberg Üsr II wurde Strausberg Üst 2
Aus Fürstenwalde Üst III wurde Üst 7
Die Post erhielt in den 80gern eine neue Üst3 als Kolpin Üst 3.

Visa Offline



Beiträge: 56
Punkte: 96

23.09.2017 22:37
#8 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Aha. Ich kenne diese Üst ja nur vom vermitten auf der Dientvermittlung. Konnten auch unterschiedliche Üst in einem Gebäude sein ? Also Sonderformen wie, dass im Objekt eine ÜST 2 und eine ÜST 5 sich befindet ?

R3J Offline




Beiträge: 40
Punkte: 52

23.09.2017 22:38
#9 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Oder- ein anderes Beispiel: SBZ ( Schalt- und Betriebszentrale ) ist Bezeichnung der NVA und die Post hat in der Regel dazu Üst 5 gesagt und es war ein und dasselbe Bauwerk. Aber wonach richtet sich die Bezeichnung?

P-300 Offline



Beiträge: 43
Punkte: 59

23.09.2017 22:39
#10 RE: Übertragungszentrale Eggersdorf antworten

Nee, kenne ich nicht so.
Für solche Mix kenne ich nur einen Fall: Strausberg Üst 1/5 durch die Sonderstellung mit einem Bunker unter gleichzeitiger Post und NVA Nutzung. Aber mit genau getrennten Bereichen.

Schalt-und Betriebszentrale ( kurz: SBZ) war eine taktische Bezeichnung innerhalb der NVA. Wie Nachrichtenbetriebsamt oder Verbandsnachrichtenzentrale (VNZ) oder Bezirksnachrichtenzentrale (BNZ)...

Üst 5 für SBZ war dann die Bezeichung für eine posttypische Übertragungsstelle. Bedeutet, diese Üst arbeitet nach den gleichen Regeln für eine strukturmäßige Üst der Deutschen Post. Die Bezeichnung Üst 5 erfolgte in der NVA in den Nachrichtenkreisen gleichermaßen. Kaum jemand sagte zum Bsp. zur SBZ Strausberg eben SBZ, sondern eher NZ-2.... üder NZ-94 für Cottbus statt SBZ Cottbus.

Auch wechselten Ziffern der Üst. Wie G-944 einst schrieb erfolgte Benennung der Üst in der Führungsstelle Prenden als Biesenthal Üst1 und die bisherige Post-Biesenthal Üst1 wurde dann Biesenthal Üst2. Das in Biesenthal eine neue Post-Üst2 gebaut wurde ist daher unzutreffend.
Neubau war eine Post-Üst1 die aus Gründen der Geheimhaltung mit Bezug Prenden dann als Post-Üst2 betitelt worden ist.

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