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Dieses Thema hat 62 Antworten
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 Strausberg Stadt + Umland
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Eggersdorfer Offline




Beiträge: 34
Punkte: 58

08.04.2016 21:16
Strausberg antworten

Strausberg ist doch armseelig geworden. Da soll ein Einkaufscenter am Nordende der "Großen Strasse" gebaut werden. Mit dem Titel: Altstadtcenter.
Jetzt das Aber: Die Chause zieht sich bereits 10 Jahre hin. Ohne das auch nur ein Handschlag gemacht wurde.
Wie erst jetzt bekannt wurde, konnte der Entwickler nicht einmal grundlegende Erfordernisse erfüllen. Es mangelt bereits am Nachweis der Leistungsfähigkeit.
Also einer Bankbestätigung.
Jetzt wollen einige Kommunalpolitiker die Reißleine ziehen und aus dem Projekt aussteigen.
Der Entwickler will am Projekt festhalten. Klar, sonst käme ja heraus, dass sie mangels Penunse die Immobilie beliehen haben um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Wenn ich etwas in der Stadt zu sagen hätte, solche scheinbaren "Investoren" würden schon längst vom Hof gejagd.

Wolf ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:20
#2 RE: Strausberg antworten

Andere Kommunen sind auch nicht besser. Ein Trost, wenn auch nur ein schwacher.

Robert Offline




Beiträge: 47
Punkte: 79

08.04.2016 21:25
#3 RE: Strausberg antworten

Eine Aufwertung der Gegend wäre durch das Altstadtcenter sicher nicht erfolgt. Dafür war für Große Strasse von Anbeginn ein anderes Konzept nötig.
Wie: Neben den Bau des Landsberger Tores (gegenüber Sparkasse) gleichzeitg auch das andere Ende der Strasse zu entwickeln.
Aber die "Macher" des Altstadtcenter fanden wohl auch nicht einmal Mieter. Nicht einmal Ankermieter.
Wohnbebauung sollte eine machbare Alternative sein. So wie schon lange gefordert.

Strausberger ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:26
#4 RE: Strausberg antworten

MOZ berichtet zum Jahresabschluß:
Das "Cafe Nord" ist endlich verkauft. Einst gut gehende Wohngebietsgaststätte zehrten zig Jahre Leerstand an der Substanz. Eigentümer leben in London.
Jetzt wird die Stätte für Wohnbebauung des Investors abgerissen. Schade drum.

Das "Waldidyll" schliesst zum 10.01.15. Die Immobilie steht wieder zum Verkauf. Unter Umständen endet nun die Ära der Gastronomie.

Einen guten Rutsch von Robert

Kab ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:28
#5 RE: Strausberg antworten

Der IGEL ist Tradition, ein Stück Kdo LSK/LV. Weiß gar nicht, ob er nicht auch einen Tarnnamen hatte (Die MITROPA war ja "Wetterlage 4")

Strausberger ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:29
#6 RE: Strausberg antworten

Solange der alte Kneiper auch Eigentümer war lief alles im Lot. In der aktuellen Konstellation hat der Eigentümer immer das Dollarzeichen in den Augen. Da hats der Pachtkneiper schwer mit dem A... an die Wand zu kommen.

Roter Adler ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:30
#7 RE: Strausberg antworten

Zum Teil haben die Ehemaligen vom Kdo dem Kneiper auch die Treue gehalten. Denn alle Treffen bis hin zum Fliegerstammtisch werden dort abgehalten. Das reicht eben nicht für eine Kostendeckung bzw. besser, der jetzige Eigentümer aus Berlin hat andere Vorstellungen von seinem Ertrag.-

Strausberger ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:31
#8 RE: Strausberg antworten

[b]Straßennamen[/b]

Durch meine Mutter in einem Altenheim in Strausberg bin ich ja einigermaßen mit Tratsch und Klatsch versorgt.
Nachdem die gewollten Änderungen von Straßennamen bereits vor Jahren begraben wurden, kommt jetzt der 25. JT des Mauerfalls und damit wieder die Diskussion um Straßennamen und deren Umbenennung. Dieses mal ausgelöst durch die Junge Union von Strausberg. Also Bürgerlein ohne Bezug zur DDR.

Jetzt ist dran: Peter- Göhring-Str.
Denn 25 Jahre nach dem Mauerfall wäre es eine Schade das Mauerschützen ( Mörder ) mit Straßennamen auch noch geehrt werden.
Denn auch Peter Göhring schoß in Ausübung seines Dienstes.

Und wie soll der neue Namen sein ?
Michael Gartenschläger

Na, das Echo hat dann doch die JU umgehauen.

Jetzt abgemindert auf den Vorschlag: Anne Frank Str.

Kleinert Offline




Beiträge: 22
Punkte: 38

08.04.2016 21:32
#9 RE: Strausberg antworten

Dazu läuft eine Online-Petition
https://www.openpetition.de/petition/onl...5344-strausberg

aber mit wenig Beachtung. Ich wohnte in der Heinrich-Rau-Str. ---- wäre genau so dumm die dann in Gauck-Str. umzubenennen.

Ostwind Offline




Beiträge: 34
Punkte: 50

08.04.2016 21:33
#10 RE: Strausberg antworten

Bitterkeit durchweht die Straßen von Strausberg......

Ein Artikel aus "Die Zeit" November 1999--

http://www.zeit.de/1999/48/Frieden_zwisc...n_alten_Feinden

Siegerjustiz wird nie zu Frieden führen.
Das Strausberger " Pfui" der NVA gegenüber ist Undank für eine eigentlich hervorragende städtische Entwicklung eben durch diese NVA. Strausberg stände sonst gleichwertig
mit "Zicken"-Seelow. Wobei- die neue Zeit hatte sich ja alle Mühe gegeben den einstigen Strausbeger Status auf Zicken-Seelow herunter zu schrauben.

Achim ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:35
#11 RE: Strausberg antworten

Dafür hat SRB doch sein Handelscentrum auf dem ehemaligen BHG/ACZ-Gelände. Inzwischen haben sich alle Städter daran gewöhnt, dorthin zu fahren.
Wer braucht dann noch ein Altstadtcenter ? Wozu ? Das damit das Nordende der Einkaufsstrasse belebt wird ist doch eine Illusion. Der Städter wird nach wie vor zum Handelscentrum fahren.
Attraktivität der Altstadt war eigentlich zeitiger dran und das haben die Abgeordneten verpennt. Allen voran die roten Säcke. So wie Mader und Winkelmann und andere. Sie taten sich ja mit so gut wie jedem Investor schwer.

Eggersdorfer Offline




Beiträge: 34
Punkte: 58

08.04.2016 21:36
#12 RE: Strausberg antworten

Die Bahn will in Brandenburg 26 Bahnhofsgebäude verkaufen und nur 15 profitable Bahnhöfe behalten.
Diese 26 Gebäude ließen sich nicht wirtschaftlich betreiben.
Unter den zu verkaufenden sind auch die Bahnhofsgebäude in Strausberg/Stadt und Strausberg/Vorstadt. Gerade das Gebäude in Vorstadt glänzt seit vielen Jahren mit gewerblichem Leerstand.
Miet-Interessenten laufen ins Leere. Zwar hängt an den Gewerbeeinheiten "zu vermieten.... mit Name und Kontaktdaten".
Wendet sich der Interessent dorthin kommt die Antwort " Lieber Interessent, ich bin nicht zuständig.....".
Facto backt sich die Bahn die angebliche Unwirtschaftlichkeit selbst.

Bei der Bahn meint man, die Gebäude sind für Bahnverkehr nicht erforderlich, da die Bahnsteige über Wetterschutz verfügen.
Offenbar stand aber von diesen Typen noch keiner bei Wind und Wetter auf dem Bahnsteig..... denn der vermeintliche Wetterschutz bietet weniger Schutz als wenn sich der Reisende direkt ins Freie stellt.

Jetzt kommen die klugscheißenden Politiker vom Land. So geht das aber nicht. Die Gebäude müssten auch nach Verkauf öffentlich nutzbar sein wie mit Fahrradverleih und Gastronomie. Ja klar. Zeigt sich hier doch der gleiche Hirnunterdruck wie bei den Bahn-Konzernverantwortlichen.

Luise ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:37
#13 RE: Strausberg antworten

Da war ich in dieser Woche nach langer langer Zeit wieder einmal am Strausssee über die Badstrasse gegangen.
Schicke Häuser nun am Wasser. So in der Preislage , da steht ein Porsche auf dem Hof.

Ja, hinterm Polizeigelände kam dann die Sicht auf die Bunker auf dem Polizeigelände oberhalb des Hanges.
Da die Polizei ja in Kürze ins Wohngebiet Hegermühle umzieht, wird dort am derzeitigen Gelände einiges zu entdecken sein.

Ein Stückchen weiter komme ich dann an der ehemaligen Tennisanlage vorbei und dem Vereinshaus mit Ex-Gastronomie.
Auf dem Tennisplatz steht meterhoch das Unkraut und die Gebäude sind der reinste Schrotthaufen. Es war ja nur Volksmermögen ( dieser Club am See) , dass später dann an unterschiedliche Investoren verkauft war. Die nie investierten. Aber Geld (Miete) herauszogen bis der nächste meistbietende Spekulant vorbei kam. Traurig.

Am Ende kommt dann noch ein Wohngebiet, in dem sich gerade Bagger mühen das alte "Cafe Nord" abzureissen.
Auch einst Volksvermögen und Wohngebietsgaststätte.
Dann soll dort ein Mehrfamilienhaus entstehen.
Vor dem ehemaligen "Cafe Nord" der Platz der Solidarität mit Denkmal. Wird auch alles planiert. Dort sollen 6 Stadtvillen entstehen.

Sicher tut bei Ruinen neue Entwicklung not. Aber muß denn jedes Stück der DDR vernichtet werden ?
Denn die Ruinen entstanden ja nur aus Spekulation.

Hotho ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:38
#14 RE: Strausberg antworten

Das eigentliche Kloster der Dominikanermönche entstand um 1252 auf dem Struzberg.
Der preußische Staat ließ anstelle des halbverfallenen Klosters eine Landarmen- und Invalidenanstalt bauen, in die 1792 die ersten 300 Personen eingeliefert wurden.
Ein Teil der Gebäude wurde seit 1820 als Schul- und Erziehungsanstalt für sozial gefährdete Jugendliche genutzt.
Dann wurde Strausberg 1952 zum Verwaltungssitz eines neugebildeten Kreises. Die Kreisverwaltung nutzte fortan die Gebäude. Daneben das Amtsgericht.
Tja- Beamte in einem Kloster und das ist noch heute so.

Rolli ( Gast )
Beiträge:

08.04.2016 21:39
#15 RE: Strausberg antworten

Recht skurile Abläufe waren in dem früheren Strausberg vor 1990 ab der Tagesordnung.
Bürgermeister in Strausberg konnte nur werden, wer vom Vorsitzenden Rat des Kreises vorgeschlagen wurde und durch den 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Bestätigung fand.
Die Bürgermeisterwahl durch das Stadtparlament war dann nur noch fiktiv und zum Schein nach Außen.

So war der Minister für Nationale Verteidigung auch Mitglied des Politbüros der SED. Der dann auch noch in der Bürgermeisterbesetzung der Stadt mitzureden hatte. Er wohnte in der Stadt- der Minister.
Aber- der Bürgermeister konnte und durfte sich nicht direkt an den Minister und Mitglied des Politbüros wenden.....der Bürgermeister bekam bei ihm nur einen Termin mit folgendem Prozedere:
Bürgermeister musste zum 1. Sekretär SED Kreisleitung: "Ich will zum Minister und Mitglied des Politbüros zu folgendem Sachverhalt."
Wenn der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung die Angelegenheit für angemessen befand machte er beim Minister einen Termin für sich zusammen mit dem Bürgermeister und den Termin nahmen sie auch zusammen wahr. Das Gespräch führte dann der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung mit dem Minister und Mitglied des Politbüros im Beisein des Bürgermeisters. Letzterer kam nur zu Wort wenn der Minister und Mitglied des Politbüros ihn zum Sachverhalt Ansprach und Erläuterungen brauchte. War keine Rückfrage /Erläuterung notwendig, hatte der Bürgermeister außer guten Tag und Auf Widersehen nichts zu sagen und schön das er mal vorm Minister Schreibtisch stand.

Wer sich diese Verfahrenswege einmal zu Gemüte führt, der weiß zu schätzen in welchem Dunstkreis von Vorteilen sich ein Adjudant des Ministers bewegte. Auch wenn der Adjudant seine Bevorzugung öffentlich nie so bestätigen wird.

Sachen gabs im Sozialismus, die man sonst nur den Kapitalisten unterjubelt.

Rolli


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