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Dieses Thema hat 76 Antworten
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 USA Allgemein
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Hein Offline



Beiträge: 33
Punkte: 41

15.08.2017 13:30
#61 RE: Weltmacht USA antworten

Ein falscher Alarm hat die Einwohner der US-Pazifikinsel Guam in Angst und Schrecken versetzt.
Knapp eine halbe Stunde nach Mitternacht, um 0.25 Uhr (Ortszeit), sendeten am Dienstag Radio- und Fernsehsender der Insel versehentlich eine Gefahrenwarnung ohne genauere Informationen.
Es habe sich um "menschliches Versagen" gehandelt, teilte Sicherheitsberater George Charfauros bei Facebook mit.
Es gebe weder einen Notfall noch eine Bedrohung. Zuvor war in einigen Orten auf der Insel zeitweise der Strom ausgefallen.
Die Inselbewohner hätten mit Angst und Verärgerung auf den Fehler reagiert, berichtete das Pacific News Center.

Die Nerven liegen blank. So könnte in dieser Lage genau so "menschliches Versagen" zu "Game On" führen. Dem letzten Spiel.

Flugdrache Offline



Beiträge: 6
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31.08.2017 21:45
#62 RE: Weltmacht USA antworten

Die US-Regierung hat von Russland gefordert, bis zum 2. September sein Konsulat in San Francisco und zwei weitere diplomatische Einrichtungen in New York City und in Washington DC zu schließen. Dies teilte am Donnerstag das US-Außenministerium mit.
“Im Geist der von den Russen beschworenen Parität fordern wir die russische Regierung dazu auf, ihr Generalkonsulat in San Francisco, eine Kanzlei in Washington DC und eine konsularische Abteilung in New York City zu schließen. Die Schließungen müssen bis zum 2. September erfolgen“, hieß es in der Pressemitteilung des Ministeriums.
Diese Entscheidung sei eine Reaktion auf die Ausweisung von 700 US-Diplomaten aus Russland Ende Juli. In der Pressemitteilung des US-Außenministeriums wird dieser Schritt der russischen Regierung als „unangebrachte und für die Beziehungen schädliche“ Aktion bezeichnet.
Mit der Schließung des Konsulats in San Francisco blieben den USA und Russland jeweils drei Konsulate im Land des anderen, hieß es weiter.

Rambo Offline



Beiträge: 20
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02.09.2017 18:21
#63 RE: Weltmacht USA antworten

Wieder oder immer noch betreiben die USA Geschichtsfälschung und der europ. Westen macht kräftig mit.

Denn die USA haben 1945 die Atomwaffen angewandt, um zerstörerischsten Krieg in der Geschichte der Menschheit endlich zu stoppen, und haben dabei auch Erfolg gehabt.

Solche Aussagen stellen die reale Welt auf den Kopf und bestimmen in heutiger Zeit ein positives Bild zu einem nuklearen Erstschlag gegen Nordkorea,

alteami Offline




Beiträge: 31
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24.09.2017 22:17
#64 RE: Weltmacht USA antworten

Am Donnerstag hat Trump einen Erlass unterschrieben, der dem US-Finanzministerium erweiterte Vollmachten zur Ausübung von Sanktionsdruck auf Nordkorea einräumt. Gemäß dem Dokument werden die USA Maßnahmen gegen die Finanzinstitute, darunter auch in den USA, die zur nordkoreanischen Regierung oder den Bürgern des Landes Beziehungen unterhalten, die Pjöngjang gegenüber nützlich sein können, ergreifen. Es wird ein 180-tägiges Verbot für Flugzeuge und Schiffe eingeführt, USA zu besuchen, wenn sie auf dem Territorium von Nordkorea gewesen waren.
„Präsident Trump hat einen Exekutiverlass unterschrieben. Dieser Erlass hat eine große Bedeutung, da er die Vollmachten des Finanzministeriums bis zu nie zuvor bekannten Schranken erweitert und somit erleichtert, mehrere Transaktionen derjenigen, die mit Nordkorea handeln oder größere Deals führen, zu sperren. Der Erlass ermöglicht uns, jegliche Finanzorganisationen, die Nordkorea fördern, zu blockieren“, erläuterte Mnuchin.

R3J Offline




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07.10.2017 01:35
#65 RE: Weltmacht USA antworten

Wenn der Trump so weiter macht sitzt er mit Gattin und Familien- Gefolge eines Tages alleín im weißen Haus. Den Chefstrategen und Erfinder von "First America" zu feuern ist schon hart.

Siewert Offline



Beiträge: 15
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07.10.2017 01:38
#66 RE: Weltmacht USA antworten

Was ich derzeit überhaupt nicht verstehe sind die Spekulationen (deutscher) Medien zum Nato-Bündnisfall bei Kims Angriff gegen Guam. Kommen diese Spekulationen im Auftrag der Regierenden ? Sicher.
Denn nun kursiert die Aussage, dass Artikel 6 der Verträge dies zwar territorial auschliesst. Aber die Nato und auch Deutschland der Beistandsverpflichtungen zur USA nicht darauf berufend entziehen könnten.
Horch- hier klopft die Politik vorab auf dem Busch. Nicht das wir uns wundern das Deutschland dann auf einmal in der Wüste Gobi oder an der Chin. Mauer verteidigt wird.

Wer her täglich aufmupft, wir (die USA) hätten die stärkste Armee der Welt, braucht doch die kleine Nato nicht.

abel Offline



Beiträge: 26
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30.11.2017 16:18
#67 RE: Weltmacht USA antworten

Eine Eilmeldung saust derzeit um die Welt:
Rex Tillerson soll als US-Außenminister abgelöst werden. Das berichtet die Zeitung "New York Times".

Nach dem Bericht will US-Präsident Donald Trump Mike Pompeo, den derzeitigen CIA-Direktor, in den kommenden Wochen als Nachfolger präsentieren.

© dpa

Was hat der arme Tillerson nur getan um jetzt Hals über Kopf abgelöst zu werden ?
Derartig zügige Verfallzeiten für Regierungsmitgliedern hat es wohl noch nie gegeben.
Ein gefährliches Spiel. Kann doch ein Geschasster auf die Idee kommen und den Trump-Gegnern die wichtigen interna zu Russlandkontakten liefern. Sehr zum Nachteil von Trump.
Wenn man eh schon auf dem Schleudersitz sitzt muß man nicht auch noch die Personen am Auslöseknopf ärgern wollen.

Kakadu Offline



Beiträge: 19
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25.02.2018 12:24
#68 RE: Weltmacht USA antworten

In den USA werden in der sogenannten Russland-Affäre 13 Russen in Sachen Einmischung in den Präsidentenwahlkampf angeklagt.

In Russland kommt jetzt auch eine Präsidentenwahl und USA nebst Verbündete (der Westen) mischen dort aktiv mit. Putin mies machen und angebliche Bürgerrechtler finanziell und medienwirksam unterstützen.

Wo ist jetzt einer besser wie der andere und wer klagt diese westlichen Staaten und ihre Nichtregierungsorganisationen der Wahlmanipulation an ?

nimm2 Offline



Beiträge: 22
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31.03.2018 22:38
#69 RE: Weltmacht USA antworten

Die USA haben eine noch „härtere Antwort“ auf die angebliche Beteiligung Russlands an der Vergiftung des Ex-Doppelagenten, Sergej Skripal, im britischen Salisbury, berichten US-Medien.
Die Berater des US-Präsidenten Donald Trump hätten dem US-Staatschef als Konsequenz drei Antwortvarianten vorgeschlagen, schreibt die Zeitung „The Washington Post“ unter Berufung auf Quellen in US-Nachrichtendiensten.

Trump habe die „mittelschwere Option“ gewählt, die die Ausweisung von 60 russischen Diplomaten und die Schließung des russischen Konsulates in Seattle vorgesehen habe. Bei der „leichten“ Option wären nur 30 Diplomaten ausgewiesen und das Konsulat in Seattle nicht geschlossen worden.

abel Offline



Beiträge: 26
Punkte: 57

23.04.2018 15:20
#70 RE: Weltmacht USA antworten

Donald Trump hat es wieder getan: Nach einem seiner schlechten Träume erwachte er und pustete seine ersten und noch nicht wachen Gedanken über den Äther.
Er nutzt seinen Twitter-Account wieder als Zentrale zur Steuerung der Realität und diesmal zur Reduzierung der Ölpreise, die ihm zufolge auf einem unzulässig hohen Niveau sind. Ihm sind die Preise zu hoch.

„Scheinbar ist die OPEC wieder am Werk. Trotz der Öl-Rekordbestände überall, einschließlich der voll beladenen Öltanker auf dem Meer, sind die Ölpreise künstlich zu hoch! Das ist schlecht und nicht akzeptabel“, schrieb Trump auf Twitter.

Aber das Seilziehen war kein Trumpf für Trump. Denn statt zu sinken kletterte der Ölpreis am Freitag.
Für den Trump, der sich daran gewöhnt hat, die eigenen Märkte mithilfe von ein paar Sätzen im Netz bzw. im Fernsehen in die notwendige Richtung zu „bewegen“, war die Reaktion des Ölmarkts sicher deprimierend, weil damit deutlich wurde, das der Ölpreis außerhalb der Kontrolle des Weißen Hauses liegt.

Jetzt will Trump denen eine Lehre erteilen, die sich an Kartell-Absprachen zur Erhöhung des Ölpreises beteiligt haben.
Hierbei dürfte er sich wohl kaum den Verbündeten der Saudis heraus greifen.
Russlands staatliche Ölkonzerne eignen sich doch viel besser als Bösewichte. Aber ob Trump so die Ölpreise in den Keller zwingt ?

„Russland sagt Trump via Twitter: Du solltest uns dankbar sein, denn wir haben Texas gerettet.“ Siehe höhere Ölpreise für Wirtschaftlichkeit der Ölschieferproduktion.

Das Problem Washingtons besteht darin, dass die nächsten Schritte, die für die Umsetzung der geopolitischen Strategie Trumps und besonders der Falken notwendig sind, wohl zu ernsthaften Wirtschaftsproblemen in den USA führen werden.

Eventuell sollte Trump nach schlechten Träumen nicht gleich seine Gedanken in die Welt twittern. Wach werden und vorher Kopf einschalten bringt bessere Quoten.

Neuzeit Offline




Beiträge: 34
Punkte: 46

09.05.2018 13:09
#71 RE: Weltmacht USA antworten

Mit Nationalismus und Protektionismus beseitigt Donald Trump Stück für Stück die von den USA geprägte Weltordnung. Verlierer des Ausstiegs aus dem Iran-Deal ist Europa.

Entstanden ist diese Weltordnung, die Trump nun Stück für Stück einreißt oder unterminiert, nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals suchte die noch junge Supermacht USA nach einem Weg, einen solchen Konflikt in der Zukunft zu verhindern. Gleichzeitig wollte die Regierung in Washington einen Gegenblock zur konkurrierenden Sowjetunion schaffen. Einrichtungen wie die Vereinten Nationen, die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und später die Welthandelsorganisation sollten zur Verbreitung der Ideen von Demokratie und Marktwirtschaft beitragen.
Für die notwendige militärische Durchsetzungskraft war derweil die Nato zuständig. Schutzherr und treibende Kraft hinter allem waren und blieben die USA. Das Land übernahm die Rolle des Weltpolizisten gern, brachte es doch politische Macht und ökonomischen Gewinn. Zwar stritten die Europäer immer wieder auch mit ihrer Schutzmacht – sie kritisierten die militärischen Interventionen, den ökonomischen Imperialismus, warfen der Regierung in Washington politische Arroganz und kulturelle Ignoranz vor. Doch im Großen und Ganzen hatten es sich die europäischen Nationen gut eingerichtet im Windschatten von Uncle Sam.
Diese Position war derart bequem, dass die EU bis heute keine wirkliche gemeinsame Verteidigungspolitik betreibt. So sicher war man sich der Amerikaner, dass reiche Länder wie Deutschland und Frankreich es nicht für nötig befanden, die vereinbarten Militärausgaben für Nato-Bündnispartner einzuhalten – einer der vielen Kritikpunkte von Donald Trump.
Über wie wenig Drohpotenzial die Europäer verfügen, führte 2014 der Einmarsch Putins auf der Krim vor Augen. Und auch Fälle wie Ungarn: Europas politische Führung sei noch nicht einmal in der Lage, einem Westentaschenautokraten wie Viktor Orbán Grenzen aufzuzeigen, schrieb Stephen Walt, Professor für internationale Beziehungen an der Harvard University, kürzlich im Journal Foreign Policy. "Da ist es kaum zu erwarten, dass sie gegenüber Trump Rückgrat zeigen."
Die Gewinner von Trumps Ausstieg aus dem Iran-Deal sind China und Russland. Beide profitieren von der Schwächung der westlichen Allianz. Die klaren Verlierer sind die Europäer. Sie haben sich zu lange auf den Weltpolizisten verlassen.
Aus Die Zeit

Supermario Offline




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10.05.2018 18:08
#72 RE: Weltmacht USA antworten

Die britische Zeitung „Financial Times“ berichtete vor kurzem traurig:

Das erste Opfer des Beschlusses Trumps wurde die Weltordnung, genauer gesagt, was von ihr übrig geblieben ist. Jetzt sind die USA in einer Gruppe mit Israel und Saudi-Arabien, auf einer Seite des toxischen Verstoßes gegen das Völkerrecht. Auf der anderen Seite sind China, Russland, Europa und der Iran. Zu dieser Liste sollte man auch Japan, Indien, Australien und Kanada hinzufügen. Es ist schwer vorstellbar, dass dieser Graben nicht größer wird. Trump hörte nicht auf die Bitten der engsten Verbündeten. Emmanuel Macron und Angela Merkel reisten sogar nach Washington, um für ihre Positionen zu werben. Doch sie kehrten mit nichts zurück.

Der Ausstieg der USA aus dem Gemeinsamen Aktionsplan zum Iran ist ein unfreundlicher Akt nicht nur gegenüber dem Iran, sondern auch gegenüber den fünf führenden Mächten – Russland, Großbritannien, China, Frankreich, Deutschland. Russlands Außenministerium betonte in einer Stellungnahme zum Beschluss Trumps die „fehlende Verbündetenfähigkeit„ der USA.
Derzeit kursieren viele Versionen, was genau der Grund für den Beschluss der USA war – die Notwendigkeit, dem Iran die eingefrorenen Milliardensummen zurückzahlen, die Erfüllung der Verpflichtung vor der Republikanischen Partei, der erwünschte Übergang zu einer Militäroperation gegen den Iran oder einfach der abenteuerliche Geschäftsstil Trumps, bei dem der Opponent zerschlagen werden soll.

In der Tat sind nicht so sehr die Gründe, sondern die Folgen wichtig.

Wenn es um die Gefahr der Umsetzung des militärischen Atomprogramms Irans und der Arbeitsfähigkeit des Atomwaffensperrvertrages geht, muss hervorgehoben werden, dass der Teheran nun freien Handlungsspielraum hat, um jeden Beschluss zu treffen. Es liegt auf der Hand, dass sich nichts bedeutend geändert hat.
Trotz der Existenz des Atomwaffensperrvertrags im Laufe von mehreren Jahrzehnten hinderte das kaum jemanden von denen, die diese Massenvernichtungswaffen bekommen wollten, dies zu tun – Nordkorea, Südafrika, Indien, Pakistan und Israel. Bezüglich Israels gibt es keine offizielle Bestätigung des Vorhandenseins von Atomwaffen, doch kaum jemand zweifelt daran, dass Israel die sechste Atommacht ist.
Einfacher gesagt: Hätten die Iraner tatsächlich eine Atombombe bekommen wollen, hätten sie es getan, als sie es wollten. Argentinien und Brasilien verheimlichten bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren nicht, dass sie bei Bedarf Atomwaffen und Atom-U-Boote innerhalb von rund fünf Jahren bauen könnten.
Noch interessanter sieht der zweite Teil des Problems aus – warum ist der Iran so viel schrecklicher als andere inoffizielle Teilnehmer des atomaren Klubs?

Interessant ist auch, dass der engste strategische Verbündete der USA, Großbritannien, de facto den Verzicht auf gemeinsame Handlungen mit Washington beim Ausstieg aus dem Atomdeal erklärte.

Der britische Außenminister Boris Johnson sagte:
„Jetzt, da die Administration Trumps aus dem Gemeinsamen Aktionsplan ausgestiegen ist, trägt sie die Verantwortung für die Feststellung, wie genau Washington ein neues abgestimmtes Abkommen erreichen will, das unseren gemeinsamen Befürchtungen entsprechen wird, das unbedingt den Iran, China und Russland sowie auch die Länder in der Region umfassen muss. Großbritannien ist bereit, diese Aufgabe zu unterstützen, dennoch werden wir uns bemühen, die dank des Aktionsplans erreichten Erfolge aufrechtzuerhalten“.

Johnson drückte zwar die Bereitschaft zur Kooperation mit den USA aus, doch die von ihm gestellte Bedingung schließt eine solche Kooperation de facto aus. Die vom britischen Chefdiplomaten genannten Länder können die Rückkehr der USA in den Aktionsplan begrüßen, würden jedoch nicht dem Abkommen beitreten, das die USA nun statt des Aktionsplan abschließen möchten.
Der Preis der unabhängigen Politik Trumps ist de facto der Verlust der Führungsrolle der USA unter den westlichen Ländern – NATO, EU, G7, weil der Anführer, der sich nicht um die Interessen seiner Verbündeten kümmert, unvermeidlich ihre Unterstützung verlieren wird.

Damit ist in der internationalen Arena eine Zeit individueller Akteure gekommen. Doch es gibt seit langem keine Instrumente mehr wie das alte Konzept des Gleichgewichts der Kräfte; und die multilateralen Abkommen sowie die internationalen Organisationen wurden wieder diskreditiert – und diesmal wohl endgültig.

Kolpak Offline



Beiträge: 15
Punkte: 19

12.05.2018 20:59
#73 RE: Weltmacht USA antworten

INF-Vertrag Ausstieg kommt als nächstes.
Der Ausschuss des US-Repräsentantenhauses (Unterhaus) für Streitkräfte hat die Maßnahme gebilligt, die einen Ausstieg des US-Präsidenten Donald Trump aus dem Vertrag über die Vernichtung von Kurz- und Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) ermöglicht, schreibt „The Washington Post“.

Demzufolge wurden entsprechende Änderungen vom Entwurf des US-Militärhaushalts für das nächste Jahr auf Initiative der Republikaner eingeleitet. So werde das Weiße Haus imstande sein, auf die Erfüllung seiner Verpflichtungen zu verzichten, falls es über keine Beweise über die vollständige Erfüllung des Vertrags seitens Russlands verfügen werde.
„Der Rücktritt aus dem Abkommen kann für die USA den Weg für die Entwicklung neuer Waffen ebnen, um die neue nukleare Bedrohung aus China abzuwenden“, schreibt das Blatt.
Zuvor hatte das russische Außenministerium erklärt, dass Moskau seine Verpflichtungen aus allen internationalen Verträgen strikt einhalte. Der INF-Vertrag sei keine Ausnahme. Russland gehe davon aus, dass sogar gegenwärtige Systeme der US-amerikanischen Raketenabwehr derart konstruiert seien, dass sie nicht nur Abfangraketen, sondern auch Marschflugkörper abfeuern könnten. Diese zählten aber zu den bodengestützten Angriffswaffen, die laut INF-Vertrag verboten seien, hieß es in Moskau.

Der INF-Vertrag über den Abbau der Raketen mittlerer und geringer Reichweite war am 8. Dezember 1987 bei einem Washington-Besuch von Michail Gorbatschow, damaliger Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), unterzeichnet worden. Zum ersten Mal musste eine ganze Klasse von Raketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 1000 Kilometern sowie zwischen 1000 und 5500 Kilometern verschrottet werden.

Bator ( Gast )
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10.06.2018 14:38
#74 RE: Weltmacht USA antworten

G7-Gipfel wurde zum G6+1
Der Gipfel in Kanada ist lange zu Ende, da holt Donald Trump den Hammer raus. Alle Delegationen sind aus La Malbaie abgereist, die Pressekonferenzen gehalten, mühsam hatten sich die G7 zu einer gemeinsamen Erklärung durchgerungen - da platzt dem US-Präsidenten in der Air Force One der Kragen.
Einmal mehr schreibt Trump auf seinem Lieblingsspielzeug Twitter Geschichte: Längst auf dem Weg nach Asien, zieht er stocksauer die Unterstützung des Dokuments zurück.
In zwei wuchtigen Tweets gibt der Amerikaner dem Gastgeber des G7 die Schuld, Kanadas Premier Justin Trudeau. Ein falsches Statement habe der nach dem Gipfel abgegeben, nachdem er sich zuvor so bescheiden und demütig gegeben habe.
Unehrenhaft sei das und schwach, poltert Trump. Mit ihren Zöllen reagierten die USA doch nur auf die Handelspolitik Kanadas! Einmal mehr stellt er sein Land als Opfer dar.
Trump ist ein extrem empfindlicher Mann, er lässt sich buchstäblich von niemandem etwas sagen. Da darf Kanadas smarter Premier ihm nicht sagen, er lasse sich nicht herumschubsen.
Trump will, dass nach seinen Regeln gespielt wird - und nur nach seinen. Wer das nicht tut, den trifft des Dünnhäutigen Blitz. Und wenn es, wie hier, auf dem Flug nach Singapur ist.
Dort will Trump am Dienstag Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treffen. Seine Anhängerschaft setzt auf nichts weniger als den Friedensnobelpreis für ihren Meister.
Mit diesem Eklat treibt Trump den schon zuvor gesetzten Keil noch tiefer in die G7. Er stößt sie in eine völlig ungewisse Zukunft.
Die Gruppe großer Industriestaaten befindet sich dank des wütenden Amerikaners auf unkartiertem Gelände. Es gibt keine Notfallpläne für diese Situation.

Wie selten zuvor düpierte der Amerikaner seine Partner. Vor dem Gipfel spreizte er sich, überhaupt zu kommen, auf dem Gipfel schenkte er Europäern und Kanadiern ein, am Ende klingelte er das Treffen satte fünf Stunden vor dem Ende ab und stieß markige Drohungen aus, während drinnen noch um Formulierungen gerungen wurde.

Ural Offline



Beiträge: 12
Punkte: 12

06.07.2018 23:09
#75 RE: Weltmacht USA antworten

Harley-Davidson serviert Trump die Quittung
• Der amerikanische Motorradbauer Harley-Davidson hat bekannt gegeben, für den EU-Markt künftig mehr im Ausland produzieren zu wollen.
• Die Strafzölle der EU - eine Reaktion auf die US-Zölle - würden jedes einzelne Motorrad in Europa demnach etwa 2.200 Dollar teurer machen.
• Das kann sich das kriselnde Unternehmen schlicht nicht leisten.
So hatte Donald Trump sich das nicht vorgestellt. Statt Fabrikjobs in den Vereinigten Staaten zu schaffen, erreicht der vom US-Präsidenten angezettelte Handelsstreit vorerst das genaue Gegenteil. Und hinter der Verlagerung von Arbeitsplätzen aus den USA steckt auch noch eine amerikanische Ikone: Harley-Davidson. Der Motorradbauer aus Wisconsin im Mittleren Westen der USA plant, einen weiteren Teil seiner Produktion ins Ausland zu verlegen.

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