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Dieses Thema hat 84 Antworten
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 USA Allgemein
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Kakadu Offline



Beiträge: 31
Punkte: 51

06.07.2018 23:10
#76 RE: Weltmacht USA antworten

Ab und an lassen die Denkfabriken doch ansehnliche Ansätze heraus:

„Seit den Anfängen ist Eurasien stets das Machtzentrum der Welt gewesen. (…) Inwieweit die USA ihre globale Vormachtstellung geltend machen können, hängt aber davon ab, wie Amerika mit dem eurasischen Kontinent fertig wird – und ob es dort das Aufkommen einer dominierenden, gegnerischen Macht verhindern kann. Eurasien ist somit das Schachbrett, auf dem sich auch in Zukunft der Kampf um die globale Vorherrschaft abspielen wird.“ Bereits 1997 plädierte Brzezinski für den Nato-Beitritt von Polen, der Baltischen Staaten und Rumänien, ehe er im gleichen Abschnitt an die Ideen des Intermariums anknüpft: „Die Ukraine, ein neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Russlands beiträgt. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr.“

Hier kommt doch eindeutig zu tragen warum die USA selbst und in ihrem Auftrag die Nato vor Russland aufmarschieren und warum national-faschistische Kräfte in der Ukraine unterstützt werden.
Dann wird auch die Stellung eines Trump klar und warum er wirtschaftlich gegen EU vorgeht. EU- ein großer Handelspartner von Russland stärkte damit Russland und das darf aus US Sicht nicht sein.
Nun plant die USA auch noch den Abzug der ca. 35000 US-Soldaten aus Deutschland und Verlegung nach Polen. Auch simpel. Deutschland hat seine Stellung als Ost-Front verloren. Dies übernehmen jetzt Polen, Baltikum, Rumänien und dementsprechend werden dort die Kräfte stationiert.
Deutschland hat dann nur noch den Transport der 2. Staffel aus den USA sicherzustellen. Dazu das neue Transportkommando in Ulm.

Kopernikus Offline



Beiträge: 9
Punkte: 13

06.07.2018 23:11
#77 RE: Weltmacht USA antworten

Die andere Aussage war:
„Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war es sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.“

Friedman fügte hinzu, dass die USA Waffen an die Ukraine, die baltischen Staaten und Rumänien liefern und Militärberater entsenden, um einen „Sicherheitsgürtel zwischen Deutschland und Russland aufzubauen“.
In Bezug auf die Ukraine droht Friedman Russland, falls es weiterhin an der Ukraine festhält: „In diesem Fall werden wir Russland mit gezielten Aktionien unserer Eingreiftruppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und den baltischen Staaten stoppen. Das Intermarium ist die bevorzugte Lösung der USA, um zu verhindern, dass deutsches Kapital und deutsche Technologien sich mit russischen Rohstoffressourcen und russischer Arbeitskraft zu einer einzigartigen Kombination verbinden.“

Nintendo Offline




Beiträge: 13
Punkte: 17

20.10.2018 22:31
#78 RE: Weltmacht USA antworten

US-Präsident Donald Trump hat einem Agenturbericht zufolge einen Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) abgekündigt.

Allo Offline




Beiträge: 134
Punkte: 194

21.10.2018 21:52
#79 RE: Weltmacht USA antworten

Dann rutschen wir wieder in ein erhebliches Wettrüsten mit erheblich verkürzten Vorwarnzeiten.

alteami Offline




Beiträge: 42
Punkte: 58

21.10.2018 21:54
#80 RE: Weltmacht USA antworten

Ist das nicht auch ein Ergebnis russischer Waffenentwicklungen ?
Sicher will sich Russland damit vor Nato Aktivitäten schützen. Aber haben sie wirklich geglaubt die USA würden die mit Iskander verbundenen extrem verkürzten Vorwarnzeiten auf Dauer akzeptieren.

Nicht zuletzt hatten die Westalliierten mehrfach Russland aufgefordert entlastendes Material zu den US-Vorwürfen bezüglich Verletzung des INF-Vertrages offen zu legen. Aber nicht passierte . Warum auch- denn Russland verletzt den INF-Vertrag und die USA werden nun nachziehen.

Das Wettrüsten wird letztlich Russland mangels ausreichender ökonomischer Potenz verlieren.
Schon der Ostblock hat sich damals verzockt.

Felix Offline



Beiträge: 21
Punkte: 25

05.01.2019 14:32
#81 RE: Weltmacht USA antworten

Der US-Präsident drohte damit, dass er die Mauer notfalls ohne Zustimmung des - nun demokratisch dominierten - Kongresses bauen könnte, wenn er "einen nationalen Notstand wegen der Sicherheit unseres Landes" verhängen würde.
"Das kann ich machen, wenn ich will", sagte er. "Wir können einen nationalen Notstand verhängen und sie sehr schnell bauen. Das ist ein anderer Weg, es zu machen. Aber wenn wir es durch einen Verhandlungsprozess machen können, werden wir es probieren."

NZZ Offline



Beiträge: 24
Punkte: 24

27.02.2019 19:01
#82 RE: Weltmacht USA antworten

„Die USA werden immer mehr zu einer plutokratischen Oligarchie“, hatte unter anderem der Historiker Fritz Stern 2015 in einem Interview für das Schweizer Magazin „NZZ Geschichte“ erklärt. Stern beklagte darin, dass die USA zum Polizeistaat geworden seien – zu einer Zeit als Obama noch regierte und niemand mit Trump rechnete. „Dieser ungeheure Drang nach Überwachung, nach Sicherheit höhlt die Demokratie aus. Und kann sich ein Land noch Demokratie nennen, wenn nur noch diejenigen entscheiden, die Geld haben? Der Staat ist nicht mehr unter Kontrolle der Parlamente, sondern unter Kontrolle des Geldes – und der Korruption.“

Selbst der ehemalige US-Präsident James E. Carter stellte 2015 fest: Die USA seien inzwischen eine „Oligarchie mit unbegrenzter politischer Bestechung“. Eine Studie der Universität Princeton, an der West lehrt, über die US-Politik kam bereits 2014 zu dem Ergebnis: „Die USA werden von einer reichen und machtvollen Elite beherrscht.“

Die „imperiale Kernschmelze“ der USA beschreibt Philosoph West gegenüber dem „Freitag“ so: „Es ist die Kombination der Herrschaft des großen Geldes und des obszönen Niveaus an ungerechter Vermögensverteilung. Es ist die Herrschaft des großen Militärs, bei der 56 Cent jedes US-Dollars in den militärisch-industriellen Komplex fließen. In mehr als 80 Ländern sind US-Truppen stationiert, und sie betreiben etwa 1.400 Militärbasen in aller Welt.“

Der Philosoph stellt fest, dass die US-Bürger aber nicht über die „außenpolitischen Verfehlungen des Imperiums“ informiert werden. „Niemand hat ihnen etwa bisher gesagt, wie viele Menschen im Irak infolge unserer militärischen Intervention getötet wurden. Im Fernsehen hören Sie nichts vom Tod der 500.000 Zivilisten, die wir auf dem Gewissen haben.“

MMM Offline




Beiträge: 41
Punkte: 69

15.04.2019 18:23
#83 RE: Weltmacht USA antworten

Internationaler Gerichtshof vs USA
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag wird nun doch keine Ermittlungen gegen die USA wegen Kriegsverbrechen in Afghanistan aufnehmen. Dem vorausgegangen waren massive Drohungen und Behinderungen von Seiten der amerikanischen Administration gegenüber Richtern des Gerichtshofes, den die USA nicht anerkennen.

Bereits vergangenen Herbst hatte US-Sicherheitsberater John Bolton dem Internationalen Gerichtshof (ICC), der von USA nicht anerkannt wird, mit Sanktionen gedroht. Auf einer Rede in Washington sagte er: „Die USA werden zu jedem Mittel greifen, um unsere Bürger und unsere Verbündeten vor ungerechter Verfolgung durch dieses illegitime Gericht zu schützen.“

Die Chefanklägerin des Gerichtshofes, Fatou Bensouda, hatte 2016 in einem Untersuchungsbericht, der unter anderem auf von Wikileaks veröffentlichten Dokumenten basiert, festgestellt, dass Angehörige der US-Armee und des Geheimdienstes CIA in Afghanistan Kriegsverbrechen wie Folter begangen haben. Im November 2017 beantragte Bensouda die Eröffnung des Verfahrens. Bereits seit 2006 untersucht die Anklage Berichte über Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Afghanistan.

Bolton hatte damit gedroht, Richter und Staatsanwälte des ICC die Einreise in die USA zu verbieten. Auch schloss Bolton Gegenmaßnahmen wie das Einfrieren von möglichem Vermögen der Richter in den USA und Gegenanklagen amerikanischer Gerichte nicht aus.
Dem folgten im Falle der Chefanklägerin Bensouda auch Taten. Ihr wurde Anfang April 2019 das Einreisevisum in die USA entzogen. Zuvor hatte sich auch US-Außenminister Mike Pompeo zu dem Thema geäußert. Auf einer Pressekonferenz Mitte März drohte er mit Einreiseverbot in die USA für alle Personen, „die direkt für jede ICC-Untersuchung gegen US-Menschen verantwortlich sind“.

In einer Erklärung hat die zuständige Kammer des ICC nun verkündet, dass es nicht zu Ermittlungen gegen die USA wegen Kriegsverbrechen in Afghanistan kommen wird. Der Antrag von Chefanklägerin Bensouda wird damit abgelehnt. Als Begründung führte das Gericht an, dass dies den „Interessen der Justiz nicht dienen“ würde. Auch lägen die Vorfälle schon zu lange zurück, und die Situation in Afghanistan habe sich verändert. Letzen Ende seien die Erfolgsaussichten so eines Verfahrens gering, stellte die Richterkammer fest.

Joker Offline



Beiträge: 7
Punkte: 19

16.04.2019 22:27
#84 RE: Weltmacht USA antworten

Russisches Erdöl gefragt
Die US-Sanktionen gegen Venezuela und den Iran haben einen großen Mangel an schwerem, schwefelhaltigem Erdöl ausgelöst. Europäische Ölverarbeitungswerke brauchen dringend schweres russisches Öl der Sorte Urals, aber es gibt ein Problem: Dieses Öl reicht nicht für alle.

Als erste verspürte die US-Ölindustrie die von der Trump-Administration verhängten Sanktionen gegen den venezolanischen Ölkonzern PDVSA: Die Lieferungen aus Venezuela schrumpften von 500.000 auf 80.000 Barrel pro Tag. Die Ölverarbeitungswerke im Golf von Mexiko und an der Ostküste, die für schweres, schwefelreiches Öl bestimmt sind, waren sofort mit der Perspektive konfrontiert, geschlossen zu werden. Betroffen waren alle wichtigsten Akteure: Citgo Petroleum, Valero Energy und Chevron.

Eine Alternative für den venezolanischen Brennstoff wäre das Öl aus Saudi-Arabien, dessen chemische Zusammensetzung ähnlich ist. Aber die Saudis hatten noch im Januar erklärt, dass sie ihre Ölförderung wegen Washingtons Sanktionen gegen Caracas nicht ausbauen wollen. Den Amerikanern blieb nur, das russische Urals-Öl intensiv zu kaufen.

Laut der Internationalen Enegieagentur (IEA) erreichten die Urals-Lieferungen nach Nordamerika 150.000 Barrel täglich, was seit der „Schieferöl-Revolution“ in den Jahren 2011 und 2012 nie wieder vorgekommen war.

Aber nicht nur amerikanische Ölverarbeiter stießen auf Probleme. Wegen des Mangels an schwefelhaltigem Öl sind auch ihre europäischen Kollegen in eine schwierige Lage geraten. Denn die Exporteure hatten im Sinne des OPEC+-Abkommens vor allem die Förderung von schweren Ölsorten reduziert, wobei die Lieferungen des teureren leichten Öls konstant blieben.
Und da der iranische und venezolanische Brennstoff vom Markt verschwunden ist, ist es laut Reuters dazu gekommen, dass die Europäer jetzt um das russische Urals-Öl kämpfen.

Die US-Sanktionen gegen Teheran und Caracas kommen die europäische Ölbranche immer teurer zu stehen: Die Konkurrenz zwischen europäischen Ölraffinerien um das russische Öl hat den Preisunterschied zwischen den Sorten Urals und Brent um 30 Prozent „aufgefressen“ (Minimum seit 2013).

Analysten warnen, dass der Mangel an schwerem Öl in den kommenden Monaten nur noch größer werde, während auch die Nachfrage zulegen werde. Noch mehr werde sich die Situation nach der Inbetriebnahme des neuen Ölbetriebs STAR in der Türkei zuspitzen, der für die Verarbeitung von schwerem Öl bestimmt sei. Aktuell gehört die Türkei zu den acht Ländern, denen Washington erlaubt hat, bis Mai iranisches Öl zu kaufen. Aber dieses Privileg läuft bald aus, und im Weißen Haus besteht man darauf, dass der Ölexport aus dem Iran auf null gekürzt wird.

Andreas Offline



Beiträge: 3
Punkte: 7

26.04.2019 22:08
#85 RE: Weltmacht USA antworten

US Ausstieg ATT
Die USA werden nach dem Willen von Präsident Donald Trump aus dem internationalen Waffenhandelsvertrag ATT aussteigen. Dies kündigte Trump am Freitag in einer Rede vor der Waffenlobby NRA an.

„Wir werden unsere Unterschrift zurücknehmen”, zitiert die Agentur Reuters Trump. Er werde den Senat auffordern, die Ratifizierung abzubrechen.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte den Arms Trade Treaty (ATT, deutsch: der Vertrag über den Waffenhandel) 2013 unterzeichnet, der mit klarer Mehrheit von der UN-Generalversammlung verabschiedet wurde. Es soll den weltweiten Waffenhandel mit einem Volumen von 70 Milliarden Dollar regeln.
Die NRA befürchtet, dass der Vertrag zu strengeren Gesetzen in den USA führen könnte. Die USA sind der weltgrößte Waffenexporteur.

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