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Dieses Thema hat 50 Antworten
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 SK Russland
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Ural Offline



Beiträge: 17
Punkte: 17

10.08.2018 18:11
#46 RE: Luft u. Weltraumkräfte antworten

Zustand der Transportfliegerkräfte
Auslandseinsätze in fernen Ländern sind für die russischen Streitkräfte eher eine Seltenheit. Trotzdem könnte der Zustand, in dem sich die russischen Transportfliegerkräfte befinden, zum Problem werden.

Bis zu zwölf Flugstunden braucht man allein für die Strecke von Moskau nach Wladiwostok. Die volle Ausdehnung des russischen Gebiets wäre damit noch gar nicht überwunden: vom westlichsten Zipfel in den fernsten Osten des Landes sind es noch ein paar Flugstunden mehr. Zudem sind manche Ortschaften im riesigen Russland gar nicht anders zu erreichen als nur auf dem Luftweg.
Bei dieser Sachlage muss sich das russische Militär auf die Transportkapazitäten seiner Luftwaffe verlassen können. Doch die sind, wie es scheint, in einem problematischen Zustand.
Rund ein Dutzend Großfrachter vom Typ An-124 „Ruslan“ und An-22 „Antej“ können die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte einsetzen. Hinzu kommen rund 90 Transportjets Il-76 und circa 40 Turboprops An-12. Dann hat die russische Luftwaffe noch allerhand kleinere Transportflugzeuge und rund 40 Transporthubschrauber Mi-8 und Mi-26.
Zum Vergleich: Die USA haben eine ganze Armada an schweren und mittelschweren Militärtransportern, um ihre Armee zu verlegen. Circa 50 schwere Frachter vom Typ C5 „Galaxy“, 220 C-17 „Globemaster“ und 300 C-130 „Hercules“ fliegen für die US-Truppen rund um den Globus. Dazu stehen noch 150 kleinere Transportmaschinen und rund 40 Kipprotorflugzeuge bereit.
Angesichts der weltweiten Präsenz der US-Truppen überrascht es nicht, dass deren Lufttransportkapazität die Möglichkeiten der russischen Luftwaffe in den Schatten stellt. Solche Ansprüche werden an die russische Armee nicht gestellt (wobei der Einsatz in Syrien zeigt, dass sich auch das ändern kann).

Dennoch sind die rund 150 russischen Militärfrachter definitiv zu wenig, zumal ein großer Teil dieser Maschinen bereits seit bald einem halben Jahrhundert ihren Dienst versieht. Erschwerend kommt hinzu, dass die russische Lufttransportflotte sehr ungleich im Landesgebiet verteilt ist.
Auf ganz Sibirien und die Fernostregion kommt ein einziges Transportgeschwader mit zwölf viermotorigen An-12. Der Einsatzwert dieser Mittelstreckenfrachter liegt irgendwo zwischen einer Hercules und einer Transall. Und das in einem Gebiet, dessen weite Teile nur mit einem Flugzeug zu erreichen sind.
Eine Auflösung dieses Engpasses ist auf kurze Sicht nicht zu erwarten. Mit der Entwicklung und dem Bau von Transportflugzeugen war zu Sowjetzeiten vor allem ein Hersteller beschäftigt: Antonov – der einzige Flugzeugbauer der UdSSR, der nicht in Moskau beheimatet war. Jetzt rächt es sich, dass das Flugzeugwerk einst nach Kiew verlegt wurde.

Schlimmer noch: Die Instandhaltung der bereits gebauten An-Maschinen, allen voran der An-124, gestaltet sich zunehmend schwierig. Ob Russland die Produktion dieses Frachtriesen allein aufnehmen wird, ist ungeachtet aller offiziellen und halboffiziellen Erklärungen zunächst einmal fraglich.
Vor wenigen Jahren hatte Russland beinahe die Kontrolle über die Produktion seines „Arbeitspferdes“ verloren: des Transportjets Il-76. Dieser wurde lange Zeit im usbekischen Taschkent gefertigt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion drohte der Verlust dieses Flugzeugwerks.
Es ist ein Glücksfall für die russischen Transportfliegerkräfte, dass das Werk samt Ausrüstung und Fachpersonal ins russische Uljanowsk verlegt werden konnte. Dort ist inzwischen die modernisierte Variante des Luftfrachters entstanden: die Il-476.
Diese Maschine braucht das russische Militär wirklich dringend, auch weil auf deren Grundlage die Tank- und die AWACS-Flugzeuge entstehen, von denen die russische Luftwaffe ebenfalls zu wenige hat.

Überhaupt: Bei Spezialflugzeugen haben die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte noch mehr Grund zur Beunruhigung als bei Transportmaschinen. Bei Aufklärungs-, Frühwarn- und Patrouillenflugzeugen sind die USA Russland um das Siebenfache überlegen, bei Tankflugzeugen gar um das 25-Fache!
Dass solche Flugzeuge fehlen, hat direkten Einfluss auf die Kampf- und Bombergeschwader der russischen Luftwaffe. Deren Einsatzwert sinkt, wodurch die Erfolge der letzten Jahre beim Aufbau einer leistungsfähigen Kampfjet- und Bomberflotte wieder erodieren.
Ein weiteres Problem kommt hinzu: Auch der Bau von Verkehrsflugzeugen kam in Russland einst zum Erliegen. Die russischen Hersteller wurden den Marktkräften überlassen und, wie zu erwarten war, von den Konkurrenten Boeing und Airbus selbst auf dem heimischen, russischen Markt verdrängt. Dabei ist die Herstellung von Verkehrsjets mit dem Bau von Transportmaschinen technologisch verzahnt.

Jedenfalls ist von den russischen Streitkräften keine Lösung in dieser Hinsicht zu erwarten. Sie können lediglich ihren Bedarf anmelden. Die Lösung des Problems liegt in den Händen der russischen Führung und muss darin bestehen, die vorhanden Strukturen im russischen Flugzeugbau zu stärken und neue aufzubauen.

Funkorter Offline




Beiträge: 74
Punkte: 122

05.12.2018 19:04
#47 RE: Luft u. Weltraumkräfte antworten

Woronesh-Frühwarnradare

Im Zuge der INF-Aufkündigung wird der Ton zwischen Russland und USA/Nato rauher.
Neue Raketensysteme des Westen werden kommen. Doch dazu muss erst INF fallen.

Für Russland werden damit die Frühwarnsysteme wichtiger denn je.
2017 gingen 3 Frühwarnradare auf einmal in den Dienst. Basiert in den Regionen Krasnojarsk, Altai und Orenburg.

Siehe auch die Mitteilung von TASS:
https://tass.ru/armiya-i-opk/4826634

Goldbär Offline



Beiträge: 6
Punkte: 6

10.12.2018 20:28
#48 RE: Luft u. Weltraumkräfte antworten

Langstrecken Bomber in Venezuela
Russland hat zwei strategische Langstreckenbomber nach Venezuela verlegt. Das Ziel ist zunächst unklar. Medienberichten zufolge plant die russische Luftwaffe in dem südamerikanischen Land eine Übung.

Zwei Schwenkflügel-Überschall-Bomber Tu-160 (Nato-Code: Blackjack) und zwei Begleitflugzeuge sind am Montag in Maiquetía an der Karibikküste, rund 30 km nördlich der venezolanischen Hauptstadt Caracas, gelandet. Dies teilte das russische Verteidigungsministerium offiziell mit.
Am Sonntag hatte Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro die USA beschuldigt, einen Staatstreich in seinem Land zu planen.

„Zwei strategische Raketenträger Tu-160, ein schwerer Militärtransporter An-124 und ein Langstreckenflugzeug IL-62 der russischen Luft- und Weltraumtruppen, die aus Russland nach Maiquetia in der Bolivarische Republik Venezuela geflogen sind, haben ihren Flug beendet", hieß es am Montag aus dem Moskauer Verteidigungsamt.
Während des Überflugs über dem Atlantik, der Barentssee, dem Europäischen Nordmeer und dem Karibischen Meer hätten die Maschinen mehr als 10.000 Kilometer zurückgelegt. Der Flug sei unter strikter Einhaltung der internationalen Regeln erfolgt.

Zuvor am Montag hatte die Zeitung „Washington Free Beacon“ unter Verweis auf einen Pentagon-Sprecher berichtet, dass zwei russische Bomber in Venezuela eine Reihe von Übungen abhalten würden.
Das Pentagon werde die Manöver der Tu-160, die das US-Gebiet in der Reichweite ihrer Marschflugkörper hätten, im Auge behalten, hieß es.
Russische Tu-160-Bomber hatten bereits 2008 Venezuela besucht und vor der Küste des südamerikanischen Landes eine Übung abgehalten.

Riskante Handlungen vor der Haustür der USA. Denn bei der Entfernung müssen die TU-160 für einen Raketeneinsatz gegen USA nicht einmal den Luftraum von Venezuela verlassen.

Kohl Offline



Beiträge: 5
Punkte: 5

23.12.2018 21:33
#49 RE: Luft u. Weltraumkräfte antworten

104. Jahrestag der Schaffung der russischen Fernfliegerkräfte
альней авиации России исполняется 104 лет
Falls unter uns auch Freunde der (auch russischen) Fliegerei.

Pic Offline



Beiträge: 43
Punkte: 59

23.12.2018 21:34
#50 RE: Luft u. Weltraumkräfte antworten
Moritz Offline




Beiträge: 16
Punkte: 16

26.12.2018 18:42
#51 RE: Luft u. Weltraumkräfte antworten

Systems Avantgarde

Die russische Armee hat die Tests des Systems Avantgarde abgeschlossen. Laut Präsident Wladimir Putin soll die neue superschnelle Gleiter-Rakete mit interkontinentaler Reichweite demnächst an die Truppe gehen. Die neuartige Waffe, die mit unglaublichen 20 Mach im Zick-Zack ins Ziel fliegen können soll, hatte Putin bereits im März vorgestellt.

Am Mittwoch haben die russischen Raketentruppen in Dombarowski im Gebiet Orenburg eine Rakete des Typs Avantgarde gestartet. Ihr Hyperschall-Gefechtskopf ging nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf dem rund 6000 km östlich gelegenen Truppenübungsplatz Kura auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka zielgenau nieder. Im Flug soll er senk- und waagerecht manövriert haben.

„Russland hat eine neue strategische Waffe bekommen, die erste ihrer Art in der Welt. Sie wird die Verteidigung unseres Staates, unseres Volkes in den nächsten Jahrzehnten sicherstellen“, sagte Putin bei einem Treffen mit Regierungsmitgliedern in Moskau.

„Das neue System Avantgarde ist für Luft- und Raketenabwehrmittel des wahrscheinlichen Gegners nicht verwundbar, weder für die bereits existierenden noch für die künftigen.“
Waffenexperte Konstantin Siwkow bestätigte in einem Sputnik-Gespräch, dass Russland mit dem Avantgarde-System den USA fünf bis sechs Jahre voraus sei. „Ein amerikanisches Pendant befindet sich erst in der Entwicklung“, sagte Siwkow, Präsident der Moskauer Akademie für geopolitische Probleme.

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