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Dieses Thema hat 46 Antworten
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 NATO
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Beule Offline



Beiträge: 19
Punkte: 27

10.11.2017 23:31
#46 RE: NATO antworten

Der Nato fehlt es an so ziemlich allem: von den Offizieren über Transportwägen für Panzer bis hin zu den Brücken, die diese tragen können. Die für die Allianzpartner schlechte Nachricht lautet: Das Bündnis ist nicht fit für die Zukunft. Die gute aber verkündete der Nato-Generalsekretär den Verteidigungsministern im Laufe eines zweitägigen Treffens in Brüssel: All das soll sich nun ändern. Denn erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges verstärkt die Nato ihre Kommandostruktur.

Im Grundsatz: Kehrtwende und Ende des Truppenabbau mit der Folge der Wieder-Aufstockung.
Am Mittwochabend hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg angekündigt, zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit zwei neue Kommandostützpunkte aufbauen zu wollen. Die beiden Zentren, deren Standorte noch nicht feststehen, sollen die Logistik und die Verlagerung von Truppen über Land und zu See verbessern. Damit würde die Zahl der Einsatzzentren der Nato auf neun steigen.
Deutschland hofft eines der neuen Kommandozentren nach Strausberg zu bekommen.

Das erste Zentrum soll die schnellere Verlegung von Truppen innerhalb Europas verantworten. Das zweite die Marineeinsätze im Atlantik steuern können, um im Kriegsfall den Seeweg zwischen den USA und Europa freizuhalten. Damit leitet die Nato eine Kehrtwende ein: Neben Einsätzen außerhalb ihres Bündnisgebietes wie auf dem Balkan, in Libyen und Afghanistan baut die Nato nun wieder ihre Verteidigungspolitik aus, die sie in den vergangenen Jahrzehnten massiv zurückgefahren hatte. Von den ursprünglich 33 Kommandozentren sind etwa nur die derzeit sieben zurückgeblieben, die nun eben aufgestockt werden sollen.
Die Personalstärke der Hauptquartiere sank von 22.000 auf 6.800 und soll nun wieder erhöht werden, da das Bündnis seine derzeitige Struktur nicht mehr als ausreichend für die aktuelle Sicherheitslage ansieht. Jens Stoltenberg nannte den Schritt "entscheidend für die transatlantische Allianz". Das Bündnis müsse "robust, wendig und voll einsatztauglich" bleiben, erklärte er und: "Wir brauchen eine Kommandostruktur, die sicherstellen kann, dass die richtigen Truppen am richtigen Ort sind – mit der richtigen Ausrüstung und zur richtigen Zeit."
Europas Straßen, Schienennetze und Flughäfen müssten den militärischen Anforderungen entsprechen, weshalb EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini kurz darauf ankündigte, bis Ende der Woche Vorschläge der EU-Kommission versprach, um den Truppentransport innerhalb Europas zu verbessern.
Die Nato mag Moskau zwar ökonomisch und militärisch überlegen sein, die eingerosteten Fähigkeiten aber, die Defizite im Bereich der Logistik, die ausgedünnte Kommandostruktur und bürokratischen Hemmnisse zwischen den Ländern, erschwerten eine schnelle Reaktion, heißt es darin.

NATO will Russland wieder die Zähne zeigen.
Aber warum ? Die politische und wirtschaftliche Lage gebietet anderes Handeln.

Ural Offline



Beiträge: 10
Punkte: 10

17.11.2017 22:40
#47 RE: NATO antworten

Erdogan zieht türkische Soldaten ab
Bei einem Nato-Manöver ist Erdogan als Feind bezeichnet worden. Daraufhin holt der türkische Präsident 40 Soldaten aus Norwegen zurück. Nato-Generalsekretär Stoltenberg bemüht sich um Schadensbegrenzung.
Die türkische Regierung hat nach einem Eklat um ihren Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ihre Soldaten aus einem Nato-Manöver in Norwegen abgezogen. Erdogan sagte, Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk und seine Person seien auf einer Übersichtskarte bei dem Manöver als "Feinde" und als "Ziele" aufgeführt worden.
Alle 40 türkischen Soldaten, die an dem Manöver teilgenommen hätten, seien daraufhin abgezogen worden. "Solch einen Pakt, solch ein Bündnis kann es nicht geben", wetterte Erdogan.
Stoltenberg bat in einer Erklärung um Entschuldigung "für die verursachte Beleidigung". Die Karte sei von einem zivilen, von Norwegen abgestellten Mitarbeiter erstellt worden, der kein Nato-Beschäftigter sei.
Die Person sei sofort von der Übung "Trident Javelin" in Stavanger ausgeschlossen worden. Der Vorfall werde untersucht. Über disziplinarische Maßnahmen müssten die norwegischen Behörden entscheiden.
Der Vorfall spiegele nicht die Sicht der Nato wider, beteuerte der Generalsekretär. "Die Türkei ist ein geschätzter Nato-Verbündeter, der wichtige Beiträge zur Bündnissicherheit leistet." Die Türkei ist seit 1952 Nato-Mitglied. Die Türkei hat die zweitgrößte Armee im Bündnis und grenzt an Syrien, Irak und den Iran, was ihr eine große strategische Bedeutung für die NATO verleiht.
Im Schulungs- und Trainingszentrum "Joint Warfare Center" mit Sitz in Stavanger, 300 Kilometer südwestlich von Oslo, finden seit 2006 jährlich bis zu vier multinationale Übungen statt. Laut Webseite hat das Zentrum 250 Mitarbeiter, sowohl Zivilisten wie auch Soldaten, aus 15 Nato-Nationen.

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