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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 96 mal aufgerufen
 DDR-Leben
Mrozek Offline



Beiträge: 22
Punkte: 26

18.05.2016 21:30
DDR-typisch antworten

Rationalisierungs- und Forschungszentrums Gaststätten in Berlin

Erfunden wurde hier die Ketwurst – wie die Grilletta –
Angeboten wurde sie zum ersten Mal 1979. Auf der 3. Bereichsmesse der Meister von Morgen erhielten ihre Erfinder eine „Anerkennung für ausgezeichnete Leistungen […] für das Exponat Versorgungslösung Ket-Wurst“.
Die Bezeichnung Ketwurst ist eine Wortbildung aus Ketchup und Wurst.
Zur Zubereitung wird eine Brühwurst, ähnlich der Bockwurst, im Wasserbad erhitzt. Ein spezielles, längliches und weiches Brötchen wird auf einen heißen Metallzylinder gespießt, um einen Hohlraum zu schaffen und das Brötchen zu erwärmen. Dann wird die Wurst in eine Ketchupsauce getunkt und in das Brötchen gesteckt

Theo Offline




Beiträge: 13
Punkte: 13

03.09.2017 22:06
#2 RE: DDR-typisch antworten

HGL-Hausgemeinschaftsleitung
Ihr habt doch sicher auch fast alle in Wohnblocks gewohnt. War ja für NVA fast das normale Wohnumfeld-
Ich habe noch in Erinnerung an die sogenannte HGL = Hausgemeinschaftsleitung und im Keller den sogenannten HGL-Raum. Ein Raum, oft zum Wäsche trocknen vorgesehen und genutzt.
Was tat die HGL ? War das gesellschaftliche Arbeit ? Streitschlichtung und Frühjahrsputz organisieren ? WAs sind eure Erfahrungen ?

Was ich gut finde zu damals:
Feiern war oft gemeinsam angesagt. egal ob Geburtstag, geburt eines Kindes oder Silberhochzeit. Gegenseitige Hilfe war auch immer angesagt. In den Urlaub fahren und Schlüssel beim Nachbarn lassen oder die Kinder beaufsichtigen durch Nachbarn, damit die Eltern Abends auch mal fort gehen konnten. Alles kein Problem.
Heutzutage kaum noch anzutreffen. Funktioniert nur noch wo alte Wohnbelegung geblieben ist. Ich finde, mit Beginn Zuzug von Dritten - Z.Bsp. Zivilisten- ab Ende 1989 oder Anfang 1990 ging dieser gute Zustand den Berg runter.

Torsten Offline



Beiträge: 21
Punkte: 33

03.09.2017 22:09
#3 RE: DDR-typisch antworten

Bei uns hatten wir auf alle Fälle den Hausvertrauensmann ... der kümmerte sich um das Hausbuch, machte den Plan für die Hausreinigung etc. Von der Wohnungsverwaltung bekamen wir dann jährlich auch noch eine kleine Zuwendung für die geleisteten Arbeiten durch die Mieter. Also verwaltete er auch dies "Hausgeld". Natürlich wurde auch der Frühjahresputz organisiert und in der Woche mit dem 01. Juni war bei uns in der Helmut Just Alle dann immer Kinderfest. Ab 18 19 Uhr feierten dann auch die Erwachsenen mit.

Solch Zusammenhalt hatten wir ebenfalls. War einfach toll. Leider ist das alles über den Berg gegangen ....
Letzteren Sachverhalt habe ich sogar hier in Köln beobachtet. Erste Wohnung die wir hier hatten war in einem Wohnblock ähnlich wie bei uns früher. Der Vermieter war zwar privat, aber er durfte Zweckgebunden nur an Bundeswehr, Polizei etc. vermieten. Da klappte noch alles gut und es lief. Nachdem das Zweckgebundene für den Vermiter auslief, durfte er an "jeden" vermieten. Es war der Abstieg ... untereinander und auch in Dingen wie Sauberkeit etc.
Mittlerweile haben sich eigentlich alle Militärs von dort zurückgezogen ....

Luftikus Offline




Beiträge: 16
Punkte: 15

03.09.2017 22:11
#4 RE: DDR-typisch antworten

Genau so war das.... 90% Soldaten und nach der Wende 5% Soldaten. Früher saßen 10 Mann vor
der Tür beim Bierchen und danach.....? Keiner! Einer war auf den anderen neidisch....

HGL hatte ich nicht mitbekommen. Jeder Block hatte den Mann/Frau mit dem Hausbuch und
das wars.

Peter-Paul Offline



Beiträge: 22
Punkte: 30

03.09.2017 22:12
#5 RE: DDR-typisch antworten

findet damit bestätigung der vielen trinker in der nva ?

Aber ich kenne es auch locker. Super Feiern abgehalten im Trockenraum und jedes Jahr gemeinschaftlicher Frühjahrsputz und Herbstputz. War eine geile Sache immer.
Stimmt- das gemütliche Feierabendbier vor der Türe mit Schwatz unter den Kollegen konnte auch Entspannung sein.

Aber zwei Aufgänge weiter war ein Polit der Hausvertrauensmann. Dort gabs dann Wettbewerbsprogramme pro Jahr - wer hat den schönsten Balkon usw. . also die Bewohner dort waren oft arg am stöhnen.
Das seltsame trat dann Ende 1990 ein. Alle wohnten noch in dem Haus und jeder hoffte irgendwie durchzukommen mit Job. Nur der Herr Polit siedelte schon im Oktober 1990 in den Raum München um. schneller zum vormaligen Feind überzulaufen hatte bei uns niemand gschafft.

Luftikus Offline




Beiträge: 16
Punkte: 15

03.09.2017 22:15
#6 RE: DDR-typisch antworten

neeeee der Alkohol wurde in "Maßen" getrunken...

Aber Spaß beiseite....es gab mehr Zusammenhalt, sprich es waren öfter "Zusammenrottungen".
Nach der Wende ging die Hausgemeinschaft den Bach runter und es wurde nichts mehr gemacht.
Nicht einmal die Hausordnung. Wie schnell der Mensch sich ändert.

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