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Dieses Thema hat 16 Antworten
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 Bundeswehrkommando Ost/5.Luftwaffendivision
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Klingone Offline




Beiträge: 14
Punkte: 22

31.05.2016 21:42
fliegende Verbände antworten

Von ATV-Gruppe zu JG-73
Mit Befehl 11/91 des Kommandeur Kdo LSK/LV Vorbereitungsstab 5. Luftwaffendivision war auf dem Flugplatz Preschen das Erprobungsgeschwader MiG-29 zum 01.04.1991 am Flugplatz Preschen aufzustellen.

Verwendet wurden Teile des NVA Jagdfliegergeschwaders 3 Preschen, welches als einziges NVA Jagdfliegergeschwader mit dem Waffensystem MiG-29 ausgestattet war.
Die Basis der Sicherstellungseinheiten bildete die NVA Flugplatzbasis 41 Preschen.

Gliegerung:
Stab
Flugstaffel
Inststaffel
Wartungs-Staffel
Nachschub-u. Transport Staffel
Flugbetriebsstaffel
Luftwaffen-Sicherungsstaffel
Luftwaffen-Sanitätsstaffel AX
mit Lw San Bereitschaft FlBtrb/LT "C"
Geophysik. Beobachtungsstelle C3X

Aufgabe war die Erprobung des Waffensystems MiG-29 für die Weiterverwendung in der Luftwaffe sowie Test und Umrüstung der Maschinen.
Umrüstung erfolgte durch LwInst Bereich Cottbus. ( Früher NFWL-14 u.a.).

Am 25.07.1991 kam die Entscheidung der Bundesregierung für den Weiterbetrieb des Waffensystem MiG-29 in der Luftwaffe.
Das Erprobungsgeschwader MiG-29 wurde am 31.05.1993 aufgelöst.

Am 01.06.1993 wurde aus dem Erprobungsgeschwader das Jagdgeschwader 73 (JG-73) aufgestellt.
Am selben Tag übernahm das JG-73 mit den MiG-29 die NQRA für Ostdeutschland.
Am 01.10.1993 erfolgte die Aufstellung der Fliegerhorstgruppe Laage als Teil des JG-73.
Gleichzeitig erfolgte der Einsatz der F-4F Phantom in der NQRA statt vom Flugplatz Faßberg ab 01.10.93 vom Flugplatz Laage, als Vorgriff auf der Verlegung des JG-73 von Preschen nach Laage.
Denn mit der Bildung des JG-73 wurden die Komponenten Waffensystem MiG-29 und Phantom F-4F ( JaboG-35 Pferdsfeld) zu einem Kampfverband zusammengeführt.
Im Dezember 1994 wurde die Verlegung des JG-73 von Preschen nach Laage und damit auch die praktische Zusammenführung des gemischten Ost-West Geschwaders abgeschlossen.
Am 01.02.1995 erfolgte die NATO-QRA durch die MiG-29 vom Fliegerhorst Laage.
Dem JG-73 wurde 1997 der Traditionsnamen " Steinhoff" zu Teil.

Am 03.07.1997 verlegten dann die F4 Phantom von Pferdsfeld nach Laage und wurden Anfang des Jahres 2002 außer Dienst gestellt.

24 MiG-29 wurden durch das JG-73 übernommen und ab dem Jahre 2003 an Polen veräußert.

Nachfolger für die MiG-29 wurde ab 2004 der Eurofigther EF-2000 und das JG-73 der erste Kampfverband in Ausrüstung mit dem neuen Waffensystem. Als Folge dann wurde Laage auch Ausbildungszentrum für Piloten anderer Geschwader ( BRD und Österreich) unter dortiger Einführung der neuen Kampfflugzeuge.

Das JG-73 war nach Auflösung der 5. LwDiv Eggersdorf in der 3. LwDiv Berlin integriert und ist nun der 2. LwDiv unterstellt.

Sachse Offline



Beiträge: 23
Punkte: 31

31.05.2016 21:46
#2 RE: fliegende Verbände antworten

Das die MIG's für einen Euro an Polen gingen, ist ja bekannt ... Die Begründung wurde so abgegeben ...

Zutreffend ist, daß Polen das Waffensystem MiG-29 zu einem symbolischen Preis von einem Euro übernommen hat. Nicht zutreffend ist, daß vorher eine Modernisierung der Kampfflugzeuge stattfand. Bei Abgaben von Waffensystemen im Rahmen von Länderabgaben strebt das Bundesministerium der Verteidigung grundsätzlich möglichst hohe Erlöse an. Maßgeblich für den tatsächlichen Erlös sind aber im wesentlichen die Situation am Markt und die finanziellen Möglichkeiten der potentiellen Kunden. Der Kreis potentieller Kunden ist auf Grund der deutschen Exportrestriktionen sehr begrenzt.

Dabei werden dem zu erzielenden Erlös im Rahmen einer Vergleichsberechnung die Kosten einer Demilitarisierung und Verschrottung gegenübergestellt. Die Vergleichsberechnung ergab im konkreten Fall der Abgabe der MiG-29 an Polen, daß diese Abgabe die wirtschaftlichste Lösung darstellte.

Wenn ich da und dort lese das in Polen einige "unserer MIg's) mittlerweile in Museen stehen, hätte man diese auch Museen in Deutschland anbieten können. Die Nachfrage war garantiert da. Nicht nur für die eine in Gatow.

Berliner Bär Offline




Beiträge: 29
Punkte: 29

31.05.2016 21:48
#3 RE: fliegende Verbände antworten

Meiner Kenntnis nach, waren die Polen überhaupt nicht erfreut, das "Russenzeug" zu übernehmen. Man hatte mit Eintritt in die NATO darauf gehofft, mit US-Kampftechnik ausgerüstet zu werden. Und das natürlich auch kostenlos.
Was die Abgabe von NVA-Kampftechnik anbetraf, war man da aber entgegen o.a. Verlautbarung sonst nicht so kleinlich. Ehemalig NVA-Offiziere haben die von den Türken beim Einsatz gegen ihre kurdische Bevölkerung benutzten SPW eindeutig als aus ehem. Beständen der NVA identifiziert.
Also wenn die Türken die Dinger bei uns nicht geklaut haben, dann wird das wohl auch ein Freundschaftsgeschenk der Bundesrepublik gewesen sein.
Ansonsten war man von Seiten der Herren Auflöser hinsichtlich der bestehenden Waffengesetze nicht so streng.
Ein Teil der im Rahmen der Auflösung des MfS eingezogenen Dienstwaffen Makarow wurde von einigen hohen Beamten im Kreise der Beamtenschaft generös als "Beutewaffen" verschenkt. Man hatte sie ja schließlich erbeutet.
Anders als im 2. Weltkrieg, durften diese "Beutewaffen" aber so nicht versanden. Deshalb gab es unterhalb der Öffentlichkeitsschwelle eine geheime Rückrufaktion. Inwieweit die aber erfolgreich war, ist mir nicht bekannt .......

Wolfgang Offline




Beiträge: 64
Punkte: 80

31.05.2016 21:50
#4 RE: fliegende Verbände antworten

So "nebenbei" ist schon einiges in Länder verramscht wurden, die hinterher nicht offen in Anfragen und Berichten genannt werden. Die Unterlagen befinden sich dann in der Geheimstelle (oder wie das Ding dort heist) ...

Lutz Offline




Beiträge: 29
Punkte: 53

31.05.2016 21:51
#5 RE: fliegende Verbände antworten

Also ich bin einmal mit einer Person zusammengetroffen, der war früher NVA und dann in deutschen Auftrag Berater in den griechischen Streitkräften zu NVA Technik die dorthin verscherbelt wurde. FRK-S-125 und Funkmesstechnik P-35 etc..
Stand auch so nie in den Medien und er Geheimnisträger. Aber der Alohol löste die Zunge

Oppenheim Offline




Beiträge: 27
Punkte: 78

31.05.2016 21:52
#6 RE: fliegende Verbände antworten

Die älteste aller Geheimdienstmethoden - mach ihn blau .
Irgendwohin mußte ja die ganze Technik hin, die wir jahrzehntelang gehegt und gepflegt und behütet und beschützt hatten.
Wo war sie besser aufgehoben, als bei den Jungs, deren modernste Technik bis dahin der Arsch eines alten Esels war. Egal, ob zu den Griechen, den Türken oder den Polen. Nur weit weg aus dem Betrittsgebiet, damit die ja keinen Unfug damit machen

Keksie Offline



Beiträge: 22
Punkte: 42

31.05.2016 21:54
#7 RE: fliegende Verbände antworten

Sehr im Wandel damals alles mit MiG-29.
Erst Verschrottung. Dann politische Entscheidung zur Nutzung - auf Druck USA.

Erst ATV-Gruppe Preschen
dann Erprobungs-Geschwader MiG-29
dann JG-75 Laage. Sollte dort mit den Phantom des JaBoG Pferdsfeld zusammengeführt werden. -- kam dann nicht so.
dann JG-73 Laage/Preschen. Jabo Pferdsfeld nach Laage. MiG29 blieben noch in Preschen und kamen später nach Laage.

Klosterbruder Offline



Beiträge: 30
Punkte: 30

31.05.2016 21:56
#8 RE: fliegende Verbände antworten

Hier eine Website zu MiG-29 Staffel der Bundeswehr 1/JG-73:

http://www.fabulousfulcrums.de/index_d.html

Uli Köhler Offline



Beiträge: 28
Punkte: 56

31.05.2016 21:59
#9 RE: fliegende Verbände antworten

LTG-65 Neuhardenberg
Das LTG-65 war ein Kunstobjekt zur Zusammenfassung von Lufttransportkapazitäten der NVA mit Verwendung für die Bw.
Damit bestand das LTG letztlich in Neuhardenberg nur aus dem Stab und die sicherstellenden Staffeln,
den Resten des TG-44 ( LTG-44) NVA = Regierungsfliegerstaffel
den Resten des TS-24 Dresden mit den AN-24 als Staffel zusammengeschmolzen,
den Resten des THG-34 Brandenburg mit den Hubschraubern als Staffel zusammengeschmolzen
sowie dem Sonderlandeplatz Strausberg/Nord.

Denn die Lw (West) allein war damals nicht in der Lage die Gesamtaufgaben der Lufttransporte sicher zu stellen.

TomTom Offline




Beiträge: 21
Punkte: 41

31.05.2016 22:00
#10 RE: fliegende Verbände antworten

Ergänzung zu #9:

Und Sonderlandeplatz Ladeburg 5.
Der wurde auch eine ganze Weile für die Bundis vorgehalten. Ob die sich in Prenden verstecken wollten ? Falls der Russe vor Vollabzug 1994 in der Ex DDR putscht.

rosarot Offline




Beiträge: 16
Punkte: 28

31.05.2016 22:02
#11 RE: fliegende Verbände antworten

Wirklich Sonderlandeplatz ... alle Technik wurde schon in der Wendezeit bei "Nacht- und Nebel" von uns demontiert. Vorzuhalten gab es da zu BRD Zeiten nichts mehr und der Hubi hätte auf jeder Wiese genauso landen können ... oder direkt bei den Flarakis nebenan

Molch Offline




Beiträge: 51
Punkte: 94

31.05.2016 22:04
#12 RE: fliegende Verbände antworten

Von Anbeginn des 3.10.90 waren die Lufttransportkomponenten ein Streitpunkt. Wegen der besonderen Stellung Ostdeutschlands der 5. LwDiv zugeordnet, stellte sofort das Lufttransportkommando in Münster die Bedingung der Befehlsgewalt.
Zum 1.1.91 folgte dann die Einigung zur truppendienstlichen Unterstellung der ostdeutschen LT-Kapazitäten zum Kommandeur 5. LwDiv und operative Unterstellung zum LTKdo Münster.
Eitelkeit der Generale untereinander fand keine Grenzen.

So konnte sich auch Niemand mit ostdeutschen Bezeichnungen der Verbände abfinden.
Noch 1990 war dann das Nachrichtenregiment-14 zum Fernmelderegiment-14 benannt
und das Transportfliegergeschwader 44 zum Lufttransportgeschwader-44
obwohl es dafür keinen STAN gab. Denn laut Festlegung BmVg galten die NVA Bezeichnungen und STAN für weiter verwendete NVA Verbände bis zur Neuaufstellung.

Feldwebel Offline




Beiträge: 54
Punkte: 82

31.05.2016 22:05
#13 RE: fliegende Verbände antworten

Nun mussten die vielen und immer mehr werdenden Westbeamten und Soldaten auch transportiert werden. Schließlich blieben sie im Westen wohnen und hatten für den Osteinsatz nur eine Abordnung.
Aus dieser Abordnung kamen dann finanziell eine Trennungsentschädigung sowie die sogenannte Buschzulage- Zulagen in Gehaltshöhe.
Zusätzlich stellte der Bund kostenfrei Transportmittel. Nur, die Luftwaffe war dazu vollumfänglich nicht in der Lage.
Daher waren Lufttransportkapazitäten der NVA weiter zu betreiben. Also Teile TS-24 und THG-34 im Bestand des TG-44. Ab 1.12.90 LTG-44.

Lutz Offline




Beiträge: 29
Punkte: 53

31.05.2016 22:06
#14 RE: fliegende Verbände antworten

Damals flog wohl alles was Flügel hatte, selbst AN-26 als Zubringer. In Marxwalde gab es einen Wartepoint dann zwischen 2 Garagenkomplexen mit Geränke und Futter. Es gibt Kameraden die schwärmen noch heute davon.

Holzmichel Offline




Beiträge: 30
Punkte: 37

31.05.2016 22:08
#15 RE: fliegende Verbände antworten

tja, es kam ja auch eine ganze Menge an Personaltransporten dazu, wobei Neuhardenberg der Verteilerstandort war. War Montags und Freitags ein gewusel.

Gummistiefel für all diejenigen, die vom Regen in Ausführung ihrer Weltrettungstätigkeit gestört werden!

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