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Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 268 mal aufgerufen
 DDR-Leben
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Kabel. ( Gast )
Beiträge:

05.06.2016 11:49
#16 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Normalerweise hast Du Recht.
Aber.
Durch ihr oftmals überzogenes Durchsetzen angeblich sozialistischer Verhaltensweisen, haben sie sich zeitlebens eine ideologische Aura selbst verpasst.
Wenn Otto-Normal-Major der NVA den Rock der Bundeswehr anzog, mag das vielleicht nicht Jedermann gefallen haben, aber es wurde noch abgebucht unter " ... er muss die Mäuler seiner Lieben stopfen ...".
Tat eine ehemaliger Politoffizier das Gleiche, so wurde automatisch ein Verrat daraus. Man erkannte, dass seine ganze 150%ige Überzeugungsarbeit letztendlich das war, was man schon immer ahnte: Phrasendrescherei.
Und das verzeiht man denen eben nicht so schnell.
Das trifft aber nicht nur für Politoffiziere, sondern auch für höhere Kommandeure zu. General Schmidt - ehem. Divisioner der 1. LVD - scheint solch ein Exemplar zu sein. Der ist zwar nicht Bundeswehrangehöriger geworden, soll aber nach der Wende gejammert haben, wie schwer man es ihm in der DDR gemacht habe ..

Theo ( Gast )
Beiträge:

05.06.2016 11:50
#17 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Und wen hatte es geschadet ? Diese Erziehung...
Doch heutzutage nur denen die irgendwelche Entschädigungstöpfe "Opfer SED Staat" abzapfen wollen oder in Diensten moderner Stasijäger stehen.

Kabel. ( Gast )
Beiträge:

05.06.2016 11:52
#18 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Na gut - ich stimme Dir zum großen Teil zu, aber
angenommen, die von Hirsch Rudolf dargestellte Situation traf so zu, dann war das doch ein wenig zu krass. Aus heutiger Sicht zumindestens. Beim Jugendwerkhof hätte ich das vorbehaltlos unterstützt, nicht aber bei realen oder seelischen Waisen.Vergessen wir allerdings nicht, dass in den 50ern und 60ern noch der totale sozialistische Krieg im Land herrschte, der erst mit dem 8. Parteitag so halbwegs beendet wurde. Bis dahin wurde von der SU abgekupfert auf Deibelkommraus, ohne Beachtung unserer historischen und kulturellen Besonderheiten.
Zumindestens wurden die Zöglinge in den geschilderten Heimen nicht gezüchtigt oder geschlagen, wie es bei so manchen katholischen Heimen im Westen noch bis spät in den 80ern an der Tagesordnung war ..

Zeppelin Offline




Beiträge: 82
Punkte: 86

05.06.2016 11:53
#19 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Selbst Weihnachten, ein an sich christliches Fest, war in der sozialistischen DDR auch Alltag.
Ohne das Personen, die dieses Weihnachten begingen, von der Stasi verfolgt wurden. Im Gegenteil. Auch bei Stasi war Weihnachten angesagt. Und trotz der leeren Schaufenster gab es doch reichlich Geschenke.
Auch die vorweihnachtliche Zeit war als Advent bezeichnet und jeden Advent kam auf dem Adventskranz eine weitere Kerze hinzu.
So schlimm war die sozialistische Verfolgung und Unterdrückung nun auch wieder nicht.

Volksstamm Offline



Beiträge: 10
Punkte: 29

05.06.2016 11:54
#20 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Auch der Jahreswechsel war zu feiern und sogar Knaller und Raketen waren vorhanden. Aber auch die Silvestersendung im Fernsehen war besser wie die heutige einfallslose Dosenkost. Auf alle Fälle waren auch mehr nackte Tatsachen zu sehen.
Aber heutzutage ich ja alles gleich jugendgefährdent. Auch wenn die Minderjährigen jederzeit an Pornos kommen.

Mehlspeise70 Offline



Beiträge: 20
Punkte: 20

05.06.2016 11:55
#21 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Jo- Zustimmung. Freue mich das die sowjet. Märchenfilme noch gezeigt werden. Selbst die Kinder schauen noch und damit die Enkel auch. Eine gute Tradition.
Trotz Sanktion gegen Russland.
Ein gesundes Neues.
G.

A3J Offline



Beiträge: 16
Punkte: 24

05.06.2016 11:56
#22 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Zum Märchen.
Diese Tage lief wieder "die verzauberte Marie".
Auf Wikipedia findet sich dazu u.a.:

Zitat
Der Film kam am 24. März 1960 in die sowjetischen Kinos. Am 23. Dezember 1960 lief der Film in den Kinos der DDR an, wurde 1984 erneut ins Programm genommen und erlebte am 1. April 1994 auf ORB seine deutsche Fernseh-Erstausstrahlung.



So ein Blödsinn. Der Film hatte seine deutsche Erstausstrahlung im DDR Fernsehen weit vor 1994.
Selbst dort auf Wikipedia macht die Propaganda gegen DDR nicht halt.
Ach ja, der Westen brachte uns ja erst fließend Wasser und ( demokratisches ) TV und auch russ. (sowjet) Märchenfilme. Wie konnte ich das nur vergessen.

Volksstamm Offline



Beiträge: 10
Punkte: 29

05.06.2016 11:57
#23 RE: Alltag in der DDR.... antworten

So ist es mit der Clique der auf Wikipedia Schreibenden. Dort wird die Welt aus Sicht einiger weniger Einfallsloser neu geboren.

Minolpirol Offline




Beiträge: 16
Punkte: 16

05.06.2016 11:58
#24 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Ein Erfahrungsbericht:
Ich hatte auch einst vor einen Eintrag in Wikipedia umzusetzen. Doch schon beim korrigieren eines anderes Beitrages scheiterte ich. Denn ich sollte den Wahrheitsgehalt durch eine öffentliche Publikation belegen. Mein Einwand, ich war damals der Entscheider der kommunalen Sachlage in der Behörde und kenne daher alle Hintergründe..., wurde abgebügelt.Gleichwohl ist es Zeitgenossen wie Büttner oder Kampe oder andere ein leichtes, ihre Unwahrheiten in Wikipedia als den Segen der Menscheheit darzustellen. Durch Verweis auf ihre eigenen publizistischen Machwerke erfolgt der Beleg der Wahrheit.

Meinen eigenen Eintrag konnte ich vergessen. Der Start war getan und ich musste ins Krankenhaus. Als ich wieder dort raus kam war mein Eintrag durch andere User vollendet. "Eh- dort und dort sind Fehler die ich korrigiert haben möchte" - verhallten ins Leere. Sämtliche Korrekturen wurden abgeschmettert.

Seitdem kann mich Wikipedia nicht mehr wirklich interessieren.

Frank1 Offline



Beiträge: 335
Punkte: 401

05.06.2016 12:00
#25 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Klar Wikipedia ist eine reine Unterstützungsmaßnahme für Kampe und Konsorten :D Es ist schon etwas komplexer und du schilderst da einen zentralen Fall. Den haben so Etliche erlebt. Es hängt viel von subjektiven Faktoren ab, ob die Admins dich leiden können. Wenn ihn deine Herkunft nicht gefällt -belegt durch dich selbst und eigenes Erleben- hast du schon verloren. Zusätzlich herrscht bei den Autoren Ellenbogenfreiheit untereinander 'ich war im Thema der Erste ...'.

Ganz gut ist es wenn man mal ein chemisches Element o.ä. sucht und dafür Zusammenhänge braucht. Oder sich über Dissidenten (steht hier für Oberknaller) wie W.Biermann informieren will, wen er so alles gevögelt hat zB. Das stimmt für das Erste.

unterfeld Offline



Beiträge: 41
Punkte: 53

05.06.2016 12:01
#26 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Im TV war ein "Honecker Biograf" dargeboten worden. Dieser plauderte als sei er bei allem dabei gewesen.
Aber auch Andert hielt sich eng. Keine Namen oder Details. Nur eben das sie sooo ein Lotterleben führten.
Wenn Honeckers auf Vilm waren, kamen auch Kräfte der KD Greifswald und Stralsund zum Einsatz. Diese Leute plauderten eher mal aus dem Nähkästchen und eimn blaues Auge beim Erich ( von Margot) machte eher die Runde wie die Farben abklingen konnten.

Letztlich hatten die Bewohner des Ghettos "Waldsiedlung" keine Ahnung vom realen Leben in der DDR. Aber welche Änderung wäre eingetreten wenn sie es gewusst hätten ?

Rainer Offline



Beiträge: 46
Punkte: 78

05.06.2016 12:02
#27 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Kürzlich kam die Frage auf, die Alten verklären ihre jungen Jahre. Jugendlicher in einer Diktatur zu sein.....
Es geht im Jugendlicher in der DDR.
Das Symposium von keinem geringeren wie Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur.
Heraus kam nur gequirlte Scheiße. Wessis erzählen uns wieder wie wir als Jugendliche aufgewachsen sind.

Holger Offline



Beiträge: 14
Punkte: 22

05.06.2016 12:03
#28 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Das der einstige FDJ Chef dort mit diskutierte war genau so müßig. Denn eben dessen Sichtsweise war auch weitab der Realität.

Ben Offline




Beiträge: 108
Punkte: 124

05.06.2016 12:04
#29 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Könnte von @Kabel stammen:
Die Wessis sollen nicht so tun, als wären sie erst in den 60er/70er Jahren auf die Welt gekommen. Es schütteln sich ja auch einige Wessis vor Ekel, wenn sie hören, dass es in der DDR kein Internet gegeben hat.
Das sind alles Täuscher und Blender.
Fakt ist: wer in einer Neubauwohnung lebte, der hatte lfd. (ausser 1-2 Sommerwochen - Wartung)heiss Wasser und der liess auch nicht die ganze Sippe in einer Wasserfüllung baden.
Anders auf den Dörfern und in Altbauwohnungen, wo das Wasser mittels Badeofen angeheizt werden musste. Da war das dann keine Frage des Wasserverbrauchs, sondern des Verheizens von Kohle/Holz, anschliessend Ofen säubern, Asche runtertragen, etc. Da hat man doch eher mal versucht, die Kinder alle mit einem Male Heizen durchzukriegen.
Ich bin mir 100 % sicher, dass es im Westen ähnliche Prozedere gegeben hat. Dass wir ca. 10 - 15 Jahre auseinander lagen, bestreitet niemand, aber hinsichtlich bestimmter "deutscher" Gewohnheiten waren wir uns doch recht ähnlich. Zumindestens bis in die 60er/70er Jahre.

Sachse Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

05.06.2016 12:05
#30 RE: Alltag in der DDR.... antworten

Das mit der zweiten Lohntüte war offensichtlich ein Kardinalfehler.
Ende der 80er war diese nämlich total vergessen, weil so gewohnt. Sie war zur Selbstverständlichkeit verkommen, derer sich keiner mehr erinnern wollte. Hinzu kam, dass - "was nix kost, das nix taugt". Demzufolge wurde mit der billigen Wärme, der Elektroenergie usw. geaast. Sie wurde verjuckelt und vergeigt - kostete mich ja nichts.
Bei der Übernahme der DDR geriet man ja auch in Verlegenheit, da im bundesdeutschen System so etwas, wie eine zweite Lohntüte nicht existiert. Dort zählt nur das, was man am Monatsende auf das Konto überwiesen bekam. Schon allein durch diese Anpassungformeln kam zum ersten Mal die Gerechtigkeit ins Straucheln. Das zieht sich bis heute und auch in Zukunft wie ein Roter Faden durch dieses sogenannte Vereinte Deutschland.
Beide Teile Deutschlands hätten mindestens zehn Jahre Anpassung bedurft, um ein halbwegs gerechtes Miteinander in der Zukunft zu gewährleisten.
Aber nein - die sofortige DM war ja den Meisten wichtiger als eine sicherere Zukunft ...

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