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Dieses Thema hat 20 Antworten
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 Sonstiges
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Steubner Offline




Beiträge: 37
Punkte: 65

06.08.2016 21:14
#16 RE: Libyen antworten

„Es war eine Premiere, die der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums zu verkünden hatte“, teilt uns die TAGESSCHAU in diesen Tagen über den Auftakt eines US-Bombardements in Libyen mit.
Also eine Erstaufführung war es nicht, in dieser Gegend kennt man US-Bomber aus dem Jahr 2011, als sie die Stadt Sirte schon einmal bombardierten, damals noch eine Hochburg des Gaddafi-Clans. Was soll das internationale Bomber-Publikum dazu sagen? Tatsächlich, es ist wieder der beliebte Rockwell B-1-Langstreckenbomber. Der wirft gern Cluster-Bomben, Streubomben ab, da hat dann die Zivilbevölkerung wirklich was davon. Aber eine Premiere? Da kann der Streumunitions-Beobachter nur müde lächeln, hat doch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten erst 2008 anordnen müssen, dass diese Bomben auch wirklich alle explodieren, damit nachher nicht so viele Blindgänger rumliegen. Nach 2018 sollen aber mindestens 99 Prozent der Sprengsätze einer Cluster-Bombe explodieren, sonst ist das Pentagon sauer und der Waffenindustrie wird eine schwere Rüge erteilt werden!

Und eine nicht gewählte Regierung hat dazu die USA um Unterstützung gebeten.

Klaasen Offline



Beiträge: 44
Punkte: 68

13.10.2016 13:31
#17 RE: Libyen antworten

Wie der Westen die libysche Regierung stürzte zeigt ein russisches Statement.

Die jetzige französische UN-Resolution könnte laut Bowt zu einer „Falle“ für Assad (Syrien) werden.
Der libysche Staatschef Muammar Gaddafi habe das einst erlebt. Die Einführung einer Flugverbotszone mit dem drauffolgenden Eingreifen der Nato-Kampfjets sei damals auf den Sturz des libyschen Regimes hinausgelaufen.

„Damals vertraute Russland sich dem Westen an und ließ die Resolution passieren.
Der Westen machte davon Gebrauch und ging schnell über den Rahmen jener UN-Resolution hinaus, indem er auf der Seite der islamistischen Rebellen eingriff. Daraus resultierte nicht nur Gaddafis Sturz, sondern auch der faktische Zerfall des Landes, wo ein staatliches Regierungssystem bis heute ausbleibt und Chaos herrscht.
Nun beschloss Moskau, seine Fehler nicht zu wiederholen“, kommentiert der Experte.

Ingo Offline




Beiträge: 10
Punkte: 10

24.10.2016 13:52
#18 RE: Libyen antworten

Einer der Gründe für die Invasion westlicher Länder in Libyen ist der Versuch des damaligen libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi, den afrikanischen Kontinent zu vereinigen und eine einheitliche Währung zu schaffen. Dies sagte der Cousin des ermordeten libyschen Staatschefs, Ahmed Gaddafi al-Dam.
„Der Westen dachte, dass solch eine Regierung den Zugang zu den afrikanischen Schätzen verschließen wird, was den Interessen westlicher Länder widerspricht. Sie sahen in Muammar al-Gaddafi eine Gefahr, weil er diese afrikanische Vereinigung leitete“, so Gaddafi al-Dam.
Die westlichen Staatschefs, darunter auch US-Präsident Barack Obama, hätten ihm zufolge den Sturz des Regimes in Libyen als einen großen Fehler anerkannt. al-Dam forderte nun auch die Uno zu einer Ermittlung der Ereignisse 2011in Libyen auf.

So kommt eine Puzzle zum anderen.

Tobias ( Gast )
Beiträge:

26.05.2017 22:50
#19 RE: Libyen antworten

Flugzeuge der ägyptischen Streitkräfte haben am Freitag sechs Luftangriffe auf Stellungen der Terroristen nahe der libyschen Stadt Darna geführt, berichten örtliche Medien.

Laut dem Chef der libyschen Luftwaffe wurden die ägyptischen Luftattacken mit Libyen koordiniert.

Mindestens 35 Menschen sind am Freitag in Ägypten bei einer bewaffneten Attacke auf einen Bus mit koptischen Christen getötet und mehrere weitere verletzt worden.

Die Christen waren ins koptisch-orthodoxe Kloster Sankt Samuel in der südlichen Provinz Minya unterwegs, als ihr Bus von Bewaffneten angegriffen wurde. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.

Wer bei den Kriegen doch alles so mitmischt.

Lothar Offline



Beiträge: 19
Punkte: 31

13.08.2017 21:03
#20 RE: Libyen antworten

In Libyen unterstützen diese Militärkräfte die lokalen Einheiten im Kampf gegen den IS, berichteten Quellen in der libyschen Armee und im Parlament. Diese Angaben wurden auch vom United States Africa Command (AFRICOM) bestätigt. Allerdings meinen Experten, dass der Anti-Terror-Kampf nur ein Vorwand sei, während Washington in Wirklichkeit die Positionen einer der libyschen Konfliktseiten festigen wolle.

„Eine kleine Zahl von US-Kräften ist zum Austausch von Informationen mit lokalen Kräften nach Libyen gekommen, sie werden dies angesichts des verstärkten Kampfes gegen den IS und andere Terrorgruppierungen weiter tun. Zusammen mit den Partnern aus anderen Staaten unterstützen wir die libyschen Kräfte, die mit der Regierung der Nationalen Einheit verbunden sind, im ganzen Land im Kampf gegen den IS“, hieß es bei AFRICOM.

„Die USA sowie Großbritannien, Frankreich und Italien entsandten einige Dutzend Sicherheitssoldaten unter dem Vorwand des Kampfes gegen den IS“, sagte eine Quelle aus Libyen.

Der so unterstützte Chef der Regierung führt auf dem Boden agierten loyale bewaffnete Milizen aus Misrata – dem Stützpunkt der Muslimbrüder in Libyen.
Also jenen Muslimbrüdern, den in Ägypten der Garaus gemacht wurde.

Auffallend ist, dass in dem Kommentar von AFRICOM gesagt wird, dass die USA nur von Unterstützung für die Regierung der Nationalen Einheit im Kampf gegen den IS sprechen. Dabei ignoriert Washington ein anderes Machtzentrum – das libysche Parlament und die zu ihm loyale Armee mit Marschall Chalifa Haftar an der Spitze. Das Parlament tagt in Tobruk und erkennt die Regierung der Nationalen Einheit nicht an. Haftar sagte mehrmals, dass er Libyen von IS, Muslimbrüdern u.a. reinigen werde.
Das sind also die realen Gegenspieler der US-Koalition. Sieht sehr nach Fortführung eines Bürgerkrieges aus.
Verbrannte Erde, wie sie US-Koalitionen bereits im Irak und am Hindukusch und in Syrien vollziehen.

Klaasen Offline



Beiträge: 44
Punkte: 68

14.08.2017 20:50
#21 RE: Libyen antworten

Und schon regiert Marschall Haftar: Er bittet Russland um Militärhilfe.
Bei dem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Montag hat der Befehlshaber der libyschen Nationalarmee, Marschall Chalifa Haftar, nach eigenen Angaben Russlands mögliche Militärhilfe für Libyen angesprochen.
„Ja, wir haben es besprochen (eine mögliche Militärhilfe – Anm. d. Red.). Wir sind uns dessen sicher, dass Russland weiterhin unser guter Freund bleibt und uns die Hilfe nicht verweigert“, sagte Haftar gegenüber Journalisten.

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