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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 90 mal aufgerufen
 Forum zu LV/FRT
rumburak Offline




Beiträge: 20
Punkte: 36

17.06.2016 15:07
LV in Küstenrichtung antworten

In Übungslagen war 3. LVD eine LVD in Küstenrichtung.
Thema: "Gefechtshandlungen einer LVD in Küstenrichtung zur Abwehr des Luftgegners zu Beginn eines Krieges,
die Planung und Verlegung über größere Entfernungen."

Dabei kamen dann Verlegeübungen JG-9 nach Marxwalde--- dafür JG-8 nach Drewitz
JG-2 nach Pütnitz

oder FRA nach Zingst, Goldberg, Pinnow..

Handelte damit im Krieg eigentlich im Bestand der "Küstenfront".

Torsten Offline



Beiträge: 20
Punkte: 32

17.06.2016 15:10
#2 RE: LV in Küstenrichtung antworten

Wir reden hier über 1. Hälfte der 1980ger Jahre und defacto Wegfall der polnischen Küstenfront. 1985 kam erstmalig ein KSÜ Ansatz: (mit meinen Worten),, Ersatz für die poln. Küstenfront durch Kräfte GSSD, NVA, Nordgruppe.

Lotse Offline




Beiträge: 18
Punkte: 22

17.06.2016 15:11
#3 RE: LV in Küstenrichtung antworten

Was war das Besondere an LVD in Küstenrichtung ? Außer Wasserfläche und Reflektionen bei Radarbild dadurch.

Ostwind Offline




Beiträge: 30
Punkte: 42

17.06.2016 15:12
#4 RE: LV in Küstenrichtung antworten

Da sind eben ganz andere Anforderungen und im Tiefflug sind Luftziele auf Radar mitunter nicht zu erkennen.
Außerdem handelten Truppen unterschiedlicher Nationalität in dem Raum.
Nicht zu vergessen, dass das 2. LVK PVA in x+2 Tagen im Gebiet der 3. LVD handelte.

Bleibtreu Offline



Beiträge: 16
Punkte: 16

28.09.2016 22:39
#5 RE: LV in Küstenrichtung antworten

Zur Organisation der Luftverteidigung in Küstenrichtung gehörte eine Verstärkung des Zusammenwirkens mit der Volksmarine und nach dem Rust-Flug auch eine Neuordnung.
Denn zwei Aspekte waren zu organisieren:
a) Schutz der milit. Hafenanlagen vor Luftangriffen
b) Verbesserung der Luftraumaufklärung über der Ostsee. Besonders im Tiefflugbereich. Weil dort Radaranlagen Probleme mit der Reflektion der Wasseroberfläche haben können.

Mit dem Aufwuchs von eigener Luftraumaufklärung auf den Schiffen und der umfangreichen Luftabwehrmöglichkeiten auf den Schiffen war dann zunehmen auch Abstimmung und Koordination erforderlich.

Der Punkt a) lässt sich ganz gut an der Verstärkung der Luftverteidigung um Raum Rügen aufzeigen.
Nachdem der Entschluß gefasst war, den Hafen Bug auszubauen um dort einen zentralen Hafen der Stoß-und Angriffskräfte zu schaffen. Plus Führungsstelle der Stoß-und Angriffskräfte in der Bunkeranlage Kap Arkona.
Extra dazu neu geschaffen : Fla-Raketen-Abteilung mit Komplex S-125 Lancken/Dranske und Fla-Raketen-Abteilung mit Komplex S-75 am Standort Neuenkirchen/Rügen.
Mit eingebunden war der Schutz des Fährhafen Mukran und der sich dort befindlichen Anlegestelle der Volksmarine.
Jedoch ursächlich für die Neuaufstellung der zwei Fla-Raketen- Abteilungen war der vorgenannte Grund Schutz der Stoß-und Angriffskräfte und ihrer Führungsstelle.
Dazu erhielt die 6. Flottille Bug Fernmeldeverbindungen des Zusammenwirkens nach....
..... FRA 4335 Lanken
..... FuTK 333 Putgarten ( 4 Leitungen )
..... GGS 9/33 Pudagla

Für die Koordinierung der Luftverteidigungsmittel waren Zonen gestimmt und die Koordination erfolgte über Befehlsstellen der Luftverteidigung.
Im Beispiel waren dazu entsprechende Fernmeldeverbindungen organisiert:
Der Gefechtsstand der 43. FRBr koordinierte mit Luftabwehr mit ...
....6. Flottille Bug
.... 4. Flottille Warnemünde und GS 4. Flottille Schwarzenpfost

Das JG-9 koordinierte die Luftabwehr mit ...
...1. Flottille Peenemünde Nord
... GS 1. Flottille Trassenheide
... Wolgast

Zu b):
Die zur Beobachtung des Seeverkehrs eingesetzten Kräfte der Volksmarine/ 6. GrBr Küste waren in das Luftraumbeobachtungssystem der Luftverteidigung eingebunden. Entdeckten Sie ein Luftfahrzeug, waren festgelegte Dienststellen der Luftverteidigung mündlich über Direktleitung zu informieren. Eine automatisierte oder teilautomatisierte Übermittlung zur Luftverteidigung erfolgte nicht.
Beispiele der Organisation:
TBK 69 Prerow ( zuvor GB-3 Graal-Müritz) meldete an FuTK 332 Saal
TBK 78 Boltenhagen ( zuvor GB-4 Tarnewitz) meldete an FuTK-233 Elmenhorst
TBK 74 Kühlungsborn meldete an FuTK-233 Elmenhorst
TBK 62 Arkona ( zuvor GB-2 Stubbenkammer) meldete an FuTK-333 Putgarten
GK-1 Bansin meldete an GGS 9/33 Pudagla.

Aufgabe unserer unserer LV-Radaranlagen war es dann, die Luftziele zu erfassen und in das Meldenetz der Luftlage automatisiert zu übertragen.


Eine zentrale Koordinierung der Aktivitäten zur Luftverteidigung erfolgte durch den territorial zuständigen GS-33 Cölpin mit dem TGS der VM Rostock-Gehlsdorf und dem HGS VM Tessin.
Ein Teilbeitrag war die Übertragung der Luftlage Ostseeraum mittels MIDA32 zum TGS Rostock-Gehlsdorf.

Eine ausgewählte Luftlage 1 erhielt der HGS VM Tessin mittels MIDA32 vom ZGS LSK/LV Fürstenwalde.
Eine zentrale Fernsprechleitung F/ZW war in Eggersdorf im Kommando LSK/LV auf Führungsvermittlung aufgeschalten.
Da die 43. FRBr in der 1. Reihe östliche Ostsee handelte, waren Fernmeldeverbindungen Zusammenwirken zum HGS Tessin organisiert. Im Krieg war 43. FRBr zentraler Koordinator.

Soweit meine Ausführungen.

Friedrich Offline



Beiträge: 25
Punkte: 29

18.01.2017 23:02
#6 RE: LV in Küstenrichtung antworten

Organisation des Zusammenwirken mit Volksmarine
Benachrichtigung über Luftlage:

Zur Benachrichtigung Luftlage verfügte VM über Funknetze 512/513.
Dort drin von VM : GS Gehlsdorf und/oder HGS Tessin, die Führungsstellen der Flottillen und 6. GBr. Küste.
Damit erhielten im Empfang auch die Schiffe auf See die Luftlage.
Mit dabei GS/WGS 3. LVD. Damit erhielt dort die 3. LVD die aktuelle Luftlage der Marine und sendete dorthin auch eine ausgewählte Luftlage der Küstenregion.

weiterhin noch Funknetz 553 = Flotteninformationsdienst und Warnnetz.

Ausgehend erhielten die höheren Führungsstellen der Flotte die ausgewählte Luftlage von LSK/LV.
Von 3. LVD direkt mittels MIDA und Funk.
Vom ZGS LSK/LV mittels MIDA und Funk 248/249.

rumburak Offline




Beiträge: 20
Punkte: 36

18.01.2017 23:05
#7 RE: LV in Küstenrichtung antworten

irgendwie stand als Aufgabe, beidseitig immer eine aktuelle Luftlage zur Verfügung zu stellen.

Auch interessant: Schiffe im Hafen unterstanden mit ihren Luftabwehrmitteln der Luftverteidigung des Landes. Also dem ZGS.
Schiffe auf See nicht da dort die Luftabwehrmittel zur Eigensicherung dienten.

Rainer Offline



Beiträge: 43
Punkte: 75

18.01.2017 23:07
#8 RE: LV in Küstenrichtung antworten

Wie kam dann die Luftlage von See auf Land ? Konnten ja nun nicht hundert Schiffe gleichzeitig auf einem Funknetz ihre Meldungen durch den Äther jagen.
Denn Erkenntnisse zur Luftlage war auch von See zum Gefechtsstand zu übermitteln.

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