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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 85 mal aufgerufen
 SK Russland
Klaasen Offline



Beiträge: 44
Punkte: 68

20.09.2016 22:03
Ekranoplan- das kaspische Seemonster antworten
Rudik Offline



Beiträge: 30
Punkte: 54

20.09.2016 22:14
#2 RE: Ekranoplan- das kaspische Seemonster antworten
Dan000 Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

20.09.2016 22:57
#3 RE: Ekranoplan- das kaspische Seemonster antworten

Das Flugobjekt war Ende der 60ger wirklich der Aufreger im Westen. Denn USA und Nato hätten nichts vergleichbares entgegen zu setzen. Ekranoplan war mit Radar nicht zu orten. Kann also unverhofft beim Gegner auftauchen und Handeln. Das Teil mit den neuen russischen Marschflugkörpern wäre der Hammer.

Peter Offline



Beiträge: 19
Punkte: 31

20.09.2016 23:03
#4 RE: Ekranoplan- das kaspische Seemonster antworten

Deine Worte sind wohl erhört.

Lohnt es sich, militärische Bodeneffektfahrzeuge zu bauen? Diese sollen Vorteile von Flugzeugen und Schiffen kombinieren, haben aber auch wesentliche Nachteile, wie es in einem Zeitungsbericht heißt. Russische Schiffsbauer wären bereit, mit entsprechenden Entwicklungsarbeiten zu beginnen, falls ein staatlicher Auftrag eingeht.
Die russische Zeitung „Sowerschenno sekretno“ schreibt: „Die Bodeneffektfahrzeuge sind wohl ein einzigartiges und bisher unübertroffenes Projekt der sowjetischen Rüstungsindustrie.“ Das Blatt beschäftigt sich mit der Erklärung der russischen Schiffsbau-Holding USBC, wonach diese bereit sei, Bodeneffektfahrzeuge zu konzipieren, falls das Verteidigungsministerium einen entsprechenden Auftrag erteilen sollte.
USBC-Vizepräsident Igor Ponomarjow hatte Ende Juli gesagt: „Die Frage nach technischen Entwürfen und nach dem Bau von Bodeneffektfahrzeugen hängt von den konkreten Bedürfnissen der Kriegsflotte ab. Die Entwicklungsarbeit kann beginnen, sobald eine entsprechende Entscheidung auf Ebene der Regierung und des Verteidigungsamtes fällt und staatliche Verträge zustande kommen.“ Vorerst lägen der Holding keine entsprechenden technischen Aufgaben vor, so Ponomarjow.
Solche Fluggeräte, genannt auch Ekranoplans, nutzen den Bodeneffekt aus. Unter der Tragfläche in Bodennähe bildet sich dabei ein Luftpolster, das sich mit dem Fahrzeug vorwärtsbewegt. Laut Befürwortern kombinieren die Ekranoplans die Geschwindigkeit eines Flugzeugs (bis zu 500 km/h) mit der Nutzlastkapazität eines Schiffes. Dabei können sie nicht nur über Wasser, sondern auch etwa über ein Sumpfgelände fliegen – oder sogar über flaches Land.

Das sowjetische Verteidigungsministerium hatte einst geplant, Bodeneffektfahrzeuge für verschiedene Zwecke zu nutzen, darunter für logistische und Landungseinsätze, aber auch zur Bekämpfung gegnerischer U-Boote und Überwasserschiffe. Konzipiert wurden verschiedene Modifikationen. Etwa der Ekranoplan Lun, der 1985 seinen Erstflug absolvierte und eine Höchstgeschwindigkeit von 463 km/h hatte, führte sechs gelenkte Seezielflugkörper des Typs Moskit mit. Er konnte mit mehreren Hundert Marineinfanteristen an Bord rund 2.000 Kilometer zurücklegen.
Der russische Militärexperte Sergej Denissenzew sagte dem Blatt, das Interesse an Ekranoplans habe in den 1970er und 1980er Jahren seinen Höhepunkt erreicht, dann aber abgenommen. Denn Militärflugzeuge und Kriegsschiffe seien in ihren Bereichen effizienter als Bodeneffektfahrzeuge. Diese hätten ihre Nachteile. Beispielsweise sei es bei einem Ekranoplan praktisch kaum möglich, die Tarnkappentechnik einzusetzen.

„Zwar schließe ich nicht aus, dass die Ekranoplans ein bisher nicht umgesetztes Potenzial haben – möglicherweise finden neue Technologien bei ihrem Bau Anwendung, wodurch dann neue Chancen entstehen. Doch das deutlich zurückgegangene Interesse bei den Militärs zeugt davon, dass diese kein globales Potenzial sehen“, so Denissenzew.
Der Militärexperte Viktor Murachowski stimmt zu: „In Bezug auf diese Technologie bin ich kein Optimist. Die Ekranoplans haben viele Nachteile. Im Vergleich zu gewöhnlichen Schiffen sind sie enorm teuer, ihre Einsatz-Möglichkeiten sind im Hinblick auf Wetterbedingungen deutlich begrenzt. Selbst bei einem geringen Seesturm ist kein Einsatz mehr möglich.“

„Diese Waffe lässt sich in einem ziemlich schmalen Bereich einsetzen. Das Hauptproblem ist die hohe Gefahr beim Pilotieren, selbst wenn es sich um keinen Kampfeinsatz handelt. Westliche Länder haben auch geforscht und versucht, solche Waffensysteme zu bauen. Diese Versuche sind jedoch gescheitert. In keinem Land stehen Bodeneffektfahrzeuge derzeit militärisch in Dienst. Das ist die krasseste Bewertung dieser Technologie“, so Murachowski.

Neumond Offline



Beiträge: 5
Punkte: 5

07.10.2017 13:15
#5 RE: Ekranoplan- das kaspische Seemonster antworten

Dazu war auch schon mal ein Thema ALT.
Die Arbeit an verschiedenen Prototypen von Bodeneffektfahrzeugen, wie dem „Kaspischen Seemonster“ (KM) ( = Ekranoplan) begann in der Sowjetunion ab den 1960er Jahren und führte in den 1970er Jahren zum ersten Fahrzeug einer geplanten Serie, der Lun-Klasse. Da Bodeneffektfahrzeuge von Radaren aufgrund ihrer besonderen Bauweise und ihres niedrigen Fluges nur schwer erfassbar sind, sollte es die Hauptaufgabe der Lun-Klasse sein, schnelle und flexible Angriffe gegen feindliche Flotten auszuführen. Die Lun-Klasse war zudem als Flugboot geplant. Es wurden zusätzliche Triebwerke installiert, um die Antriebskraft zum Start aufzubringen.
In den 1970er Jahren wurde ein Fahrzeug der Lun-Klasse, die MD-160, fertiggestellt und getestet. Ab 1987 diente das Modell in der Kaspischen Flottille. In den 1990er Jahren wurde es außer Betrieb gestellt und steht seither auf der Marinewerft von Kaspijsk in Dagestan.

Damals entdeckte die US Luftaufklärung den Ekranoplan rein zufällig im Wolga-Delta. Die Aufregung war groß, denn gegen dieses Waffensystem hatte die USA kein Gegenmittel.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=V8Nu94khHoo

https://www.youtube.com/watch?v=Wy0UNvL37vo&t=66s

https://www.youtube.com/watch?v=iINbB1Y5F4c

Ole Offline




Beiträge: 43
Punkte: 47

07.10.2017 13:16
#6 RE: Ekranoplan- das kaspische Seemonster antworten

Russland plant, die Herstellung sowohl von Lande- als auch von Raketenträger-Bodeneffektfahrzeugen wiederaufzunehmen. Dies berichtet die US-Zeitschrift „Popular Mechanics“ unter Berufung auf Russlands Botschaft in Südafrika.
Das erste Bodeneffektfahrzeug Tschaika (A-050) soll demnach in den Jahren 2020-2022 fertiggestellt werden. Dies zeugt aus Sicht der Autoren des Artikels vom Wiederaufleben des russischen Militärprogramms von Bodeneffektfahrzeugen sowie gar von der Entwicklung einer neuen Version des legendären „Kaspischen Monsters“, also des Raketenträger-Bodeneffektfahrzeugs der Lun-Klasse (Projekt 903, NATO-Codename Utka).
Das Hauptmodell, das die russischen Militärs als Grundlage für die neuen Versionen nutzen können, ist das 54 Tonnen schwere Bodeneffektfahrzeug „Tschaika“. Dieses kann gleichermaßen für den Güterverkehr und als kleiner Aufklärer eingesetzt werden. Das Bodeneffektfahrzeug wird vom russischen Unternehmen „Radar MMS“ entwickelt. Dem Konzern zufolge wird der künftige Abnehmer die Exportversion dieses Fahrzeugs mit beliebigen Waffen ausrüsten können, darunter mit Marschflugkörpern vom Typ BrahMos.

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