Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 41 Antworten
und wurde 250 mal aufgerufen
 DDR-Leben
Seiten 1 | 2 | 3
Tom Offline




Beiträge: 24
Punkte: 32

07.11.2016 22:35
#31 RE: Herbst 1989 antworten

Aber es gibt auch die Sendung "Die Ostdeutschen". Kein Jubel. Viele dargestellte Lebensläufe machen bedenklich.
Wie in einem Fall eine junge Frau sagte ( sie war zum Mauerfall 6 Jahre ):
Eins wird sie nie vergessen, Kohls Worte über blühende Landschaften und vor der Tür hatte sie das pure Elend.
Oder: Alle - Eltern, Bekannte, beim Bäcker, der Fahrlehrer..... sprechen von den guten Seiten der DDR- aber im Fernsehen spricht nie jemand vom Guten in der DDR und man beginnt dann den eigenen Eltern zu misstrauen....

In einem anderen Fall ging eine junge Mutter mit Kind in den Westen ( Minden) um das Kind ernähren zu können. Denn mit herumsitzen im Arbeitsamt und ABM ging es nicht.
In der Heimat hatte sie keine Arbeit und keine Perspektive.
Jetzt sitzen sie ( um die 50) in der Fremde mit Job und sind Heimatlos.

So gibt es bei allem Jubel in den Medien zum Mauerfall aber auch Bedenkliches.

Klaus Offline



Beiträge: 12
Punkte: 20

07.11.2016 22:36
#32 RE: Herbst 1989 antworten

Aber auch das gab es :
Einmal Freiheit und zurück - Die Geschichte der DDR-Rückkehrer

Was bringt einen Menschen dazu, die Freiheit aufzugeben und in die DDR zurückzukehren – hinter Mauer und Stacheldraht? Alwin Ziel, DDR-Flüchtling und nach der Wende Innenminister in Brandenburg, hat genau das getan. 1988 war Ziel von einem Verwandtenbesuch im Westen nicht zurückgekehrt und hatte versucht, seine Familie nachzuholen. Doch die DDR-Behörden verschleppten seine Frau ins Gefängnis und drohten ihr, die beiden Söhne in einem Kinderheim großzuziehen.
Dass dann ein System einsetzte, um die Familie förmlich zu zertreten, damit hatte ich nicht gerechnet“, erinnert sich Alwin Ziel. Der spätere SPD-Politiker war einer von wenigen hundert DDR-Flüchtlingen und Übersiedlern, die pro Jahr in die DDR zogen. Über 60mal so viele DDR-Bürger stellten Ausreiseanträge, um in den Westen zu gelangen.

Die DDR-Behörden versprachen den sogenannten Republikflüchtlingen, die in den SED-Staat zurückkehren wollten Straffreiheit.

„Mit Blumen wird man Sie nicht empfangen“ , teilte die Ständige Vertretung der DDR in Bonn dem Rückkehrwilligen Andreas Mäder mit, der in Hamburg lebte. „Es war eine Standardformel, damit man glauben sollte, es würde glimpflich abgehen“, erklärt Mäder.
Doch das war eine Lüge. Die Rückkehrer wurden statt zu ihren Familien an einen unbekannten Ort gebracht: Im Aufnahmeheim Röntgental bei Berlin hielt die Staatssicherheit die Rückkehrer wochenlang fest und ließ sie über ihre Zukunft im Ungewissen. Hier sollten sie ihre Flucht bereuen, wurden in regelmäßigen Verhören gerade zu gedemütigt.
Es kam zu mehreren Selbstmordversuchen und Selbsttötungen in Röntgental. Alwin Ziel war Augenzeuge, als ein Rückkehrer sich dort vom Balkon stürzte. Die Geschichte der Menschen, die aus der Freiheit in die DDR zurückkehrten, ist ein nahezu unbekanntes Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte. Es wird im Buch „Einmal Freiheit und zurück“ und im gleichnamigen Film von Arte und ZDF erstmals erzählt.

Warum sollten dann die Bürger so ein Staatssystem nicht abschaffen wollen oder dürfen. Eben ab Herbst 1989.

Hugo Offline




Beiträge: 20
Punkte: 32

07.11.2016 22:38
#33 RE: Herbst 1989 antworten

Viel wurde und wird immer über den Einsatz der Falli gemunkelt. In einen anderen Forum brachte ein Kommandeur der Fallis seine Erinnerungen so in Worte.
Ich möchte es hier beitragen, da nicht Jeder von hier in dem Forum mitlesen kann:

Zitat
wer sich die Mühe macht historisch die Situation zu betrachten, den erinnere ich an die zeitliche Abfolge und wie das jemanden mitnimmt, dem die Orientierung abhanden kommt. 7. Oktober Parade. Wir wußten nicht, warum die Zuschauer fehlten. Nur bei unserem Block wie immer die Resis (Kern: Willi Sänger Club Berlin), die klatschten und sich freudig umarmten. Stasi machte Personenkontrollen. MVM schlichen um unsere Leute, die in Zivil hinter der Absperrung standen. Die Situation war so komisch und bedrückend, dass wir nach der Parade komplett zurück verlegten und nicht wie sonst die Jahre, mit kleiner Delegation in den W.S.Club feiern fuhren.

Ich glaub eine Woche später:
Freitag erfuhren wir: 3 Hundertschaften bilden- es geht nach Leipzig. Der frisch beförderte General Wejda kam nach Lehnin und ließ sich in der BA Kammer als FJ einkleiden. ( Stv des StChef LASK Chef Ausb).
Nachts ging es absolut gedeckt nach Leizig. Die Waffen und Munition verblombt in Containern. Extra eingerichtete illegale Autobahn, Abfahrt, gesichert mit Kradmeldern, schließlich Artillerieregiment im Zentrum von Leipzig. Die Kaserne fast leer- nur Stammpersonal (Wache/Küche etc)
Die Hundertschaften wurden verteilt.
Sa/So/Mo Training zum Rausholen von Gewalttätern aus einer friedlichen Demo. unbewaffet mit Plasteschild und Stöckchen lang.
Das auch mit realem Gegner in Form der Nachbarhundertschaft.
Na klar, wenn sowas FJ machen, geht schon einiges kaputt.... Schilder und Stöckchen.... das Stammpersonal war über dieses Training schockiert und so berichteten später auch welche der Presse.
Dann die Demo. Wir hörten "Wir sind das Volk" durchs offne Fenster und in Stimme der DDR Sender Leipzig, die in der Demo waren.
Es gab keine Gewalttäter, also keinen Einsatz, aber bei uns allen Empörung ! Vom Kdr. bis zum Soldaten. Wir lassen uns nicht gegen das eigne Volk einsetzen.

Also schrieben wir in einer Berufssoldatenversammlung gleich Dienstag früh einen Brief an Honni. Der V°ler war auch dabei.

Dann wieder zu Hause hatten die Männer Fragen über Fragen und keiner von uns konnte sie beantworten. Müssen wir jetzt unsre DDR schützen oder geht es um eine bessere DDR ? Auf jeden Fall nicht gegen unser Volk.
Also fuhr ich ins Kdo LaSk wo ich dieses Gespräch mit Stechi hatte, der zu uns kommen wollte am nächsten Tag entlassen wurde.
Wieder keine Antworten....

Dann kam erhöhte GB. Wir sollten in Berlin an die Mauer, was aber den Soldaten vorerst nicht gesagt wurde. Wir hatten erhöhte Führungsbreitschaft im Drittelsystem. Die Waffen waren am Mann (auch auf`m Bett/ die W-50 marschbereit auf dem Ex Platz).
Das Truppenteil war definitiv kampf und gefechtsbereit im vollen Personalbestand. Angespannt, etwas verunsichert aber bereit.

An einem Sonnabend log der Chef der politischen Hauptverwaltung Generaloberst Brünner direkt in den Berliner Rundfunk, "Helgas Topmusike", den damals alle hörten auf den Stuben - "kein TT der NVA ist in erhöhter GB".
Verarschen die uns jetzt total ?

Mauer auf.... SED aufgelöst (in 30 Tagen).... und dann Weihnachten. Irgendein selten dämliches Rindvieh befiehlt den normalen GB Rythmus über die Feiertage und bei uns ausgerechnet das 3. Dienstjahr. Während dessen ist die gesamte NATO im Weihnachten und die Nation feiert Verbrüderung.
Dann passierte das was ich oben beschrieb und auch heute noch stelle ich mich vor jeden, der damals das Gebäude mit platt gemacht hatte.

Verarscht von der eignen nicht mehr vorhandenen, aber auf dem Papier existierenden Führung.

PS: GO Brünner ist katholisch bestattet worden, auf einem brandenburgischen Dorf, wo ihn kaum einer kannte. Ob er das so wollte, oder nur seine Familie sei dahin gestellt. Die Familie haben wir jedenfalls in der Fontanestraße Straußberg jahrelang mitbewacht. Kessler, Strelitz ua. sind die Unterkiefer runter gefallen.

Hugo Offline




Beiträge: 20
Punkte: 32

07.11.2016 22:39
#34 RE: Herbst 1989 antworten

Dann zur Aufruhr:

Zitat
ist eigentlich ganz schön lustig. Als "offizier für Erd und Feuerbestattung" (Spitzname von Arti) hätte ich was mitbekommen müssen.
Der mil. Nahkampf an den Gummipuppen (eine ist noch da und heißt "Kurti") mit Hand/Fuß/Ellbogen/ Knie/KampfMesser/Spaten/Mpi mit SG war normaler Bestandteil der Ausbildung und für uns eine Normalität.
Sicher für "friedliebende Beobachter" ziemlich martialisch, stimme ich zu.

Es gab diesen Ausraster des 3. DJ abends/ nachts am 24.12.89 im UG 301, welches zu einem Häuserkampfobjekt umgestaltet wurde.
Dabei gab es keine Toten oder Verletze. Auslöser war "Dingus" KC 4. FJK, der bei gefrusteten, betrunkenen FJ des 3. DJ die weiß der Teufel warum die Gefechtsbereitschaft sichern sollten- Stubendurchgang machte und einem StGfr. ins Gesicht geboxt hat. Das brachte das Faß zum Überlaufen. 3. FJK und 3.DJ STZ schlossen sich an. ... aber das hatten wir alles schon mal. Bretti und ich (OvD und Leitungsdienst) haben (er in der 3. ich in der 4 FJK) unabhängig voneinander die Situation beruhigt.
Dingus wurde am nächsten Tag vom KC entbunden, das 3. DJ nach sofortigem Urlaub und Rückkehr am 5.1.90 entlassen.

Schaden ca 5 Mio Mark der DDR
Das war keine milit. Meuerei- die Waffenkammern blieben zu, auch die Kompanieclubs blieben heil.

So und ich behaupte gefühlsmäßig, das hat kein Bausoldat mitbekommen. Zwischen LWH und dem UG 301 war die gesamte übrige Kaserne. Zum UG 301 traute sich in dieser Nacht niemand, weil dort die Spinte durch die geschlossenen Fenster geflogen kamen. Im Stockfinsteren hat man die ziemlich spät anfliegen sehen.



Zu sehen, "Aufruhr" ist mehr Dichtung.

Berlin Berlin Offline



Beiträge: 31
Punkte: 47

07.11.2016 22:40
#35 RE: Herbst 1989 antworten

Naja, der Brünner kannte sich ja im militärischen nicht so aus als Politnik.
Auch die LSK/LV hatte bestimmte höhere Bereitschaftsstufen. Die auch zur Mannschaft nicht so vorgetragen waren.
Der diensthabende Chef LSK/LV schlief in der Dienststelle und andere Führungsbereitschaften der B/A/D des Kommandos auch.Waffe am Mann.
Die Wache war verstärkt. usw usw

Lisa Offline




Beiträge: 10
Punkte: 14

07.11.2016 22:43
#36 RE: Herbst 1989 antworten

Zum Thema 25 Jahre Mauerfall und den unterschiedlichen Disputen dazu zwischen Wessis und Ossis gab es eine interessante Wortmeldung von anett:

Zitat
Ich bin ein "Ostkind" aus MV. Wohne mein ganzes Leben lang schon auf der wunderschönen Insel Usedom. Ich kenne die DDR und die BRD nur als Kind und Jugendliche. Da hatte noch nicht viel mit der Politik in "Ost" und "West" was zu tun. Meine Kindheit war schön und ich habe nichts vermisst. Wir waren glücklich wenn wir im Sommer nur um die Ecke fahren konnten an den Ostseestrand. Wir brauchten keine tollen Reisen an überfüllte SüdseeInseln-Strände. Und es war nicht schlimm, dass wir nur einen einzigen Fernseher hatten und den auch noch in schwarz weiss. Meine Mutti gab mir jeden Tag mein Stückchen Schokolade, mein Softeis, lecker Butterbrot mit zur Schule. Spielte viel mit mir und ging jeden Monat mit mir ins Kino, oder sie freute sich, wenn sie mir ein schönes Kinderbuch schenken konnte und sie es mir vor´m einschlafen vor lesen konnte. Nach der Wende ging es mir mal gut mal "beschissen". Hab mich aber nie beschwert und den Kopf in den Sand gesteckt. Hab immer das Beste draus gemacht. Aber was mir momentan oft Tränen in die Augen schiessen lässt, ist: Dass ich in der Woche hart arbeite in meinem Job, mir ne halbe Stunde am Tag erkämpfen muss um mit meinem Kind spielen zu können. Wenn ich jedes Wochenende meinem Sohn sagen muss: "Schatz, wir können nicht ins Kino fahren, ich habe kein Geld und keine Zeit dafür, weil ich am Wochenende im Nebenjob arbeiten gehen muss, damit ich Geld habe für Benzin, um nächste Woche zur Arbeit fahren zu können." "Nein mein Schatz, eine Überraschungsei kann ich dir heute nicht mitbringen, sonst haben wir kein Geld für die Milch." "Nein, mein Schatz, wir können heute keine Fahrradtour machen, ich hatte diese Woche keine 2 Euro übrig, um Flickzeug für den Reifen zu kaufen." "Nein mein Schatz, wir können deinen besten Freund heute Nacht nicht zu uns einladen, ich habe keine Scheibe Brot übrig für sein Abendbrot und sein Frühstück."
Ich habe Angst, eines Tages mit anhören zu müssen, wie mein Sohn zu seinem Sohn sagt: "Nein mein Sohn, du kannst heute Abend nichts essen, wir haben nur noch einen Keks für die ganze Woche!"

Können wir nach 25 Jahren nicht langsam mal die Vergangenheit ruhen zu lassen und endlich damit anfangen, uns gemeinsam ein schönes, grosses Boot zu bauen, wo wir endlich mal alle in der Mitte sitzen können??? !!!



Solche Themen und Sorgen werden gern von den Regierenden weggelassen....

Sachse Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

07.11.2016 22:45
#37 RE: Herbst 1989 antworten

Vor dem Hintergrund der westlichen Kritik einer „Annexion“ der Krim durch Russland will die Staatsduma in Moskau in einer Sondererklärung die „Annexion der Deutschen Demokratischen Republik durch die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1989“ verurteilen.
Der Vorsitzende der Staatsduma, Sergej Naryschkin, beauftragte am Mittwoch den Auswärtigen Ausschuss mit der Vorbereitung einer entsprechenden Erklärung. Damit reagierte Naryschkin auf die immer neuen Vorwürfe aus dem Westen, Russland habe die Krim „annektiert“.

Harald Offline



Beiträge: 19
Punkte: 31

07.11.2016 22:46
#38 RE: Herbst 1989 antworten

im Mom wird wieder eine Studie ausgewertet und die Denkweisen von West und Ost nähern sich an.
Immerhin sehen die nach 1989/90 geborene Jahrgänge keine Unterschiede Ossi/Wessi und sehen auch DDR nicht positiv.....
Ich weiß ja nicht wo und wie diese Studie betrieben worden ist. Auf alle Fälle ist in den Medien zur Genüge zur Darstellung gekommen das diese Jahrgänge die DDR zu positiv sehen und das sie in Massen zur Aufklärung durch Gedenkstätten geschleust werden sollten und und so weiter....
Sicher ist die Studie wieder im Regierungsauftrag kräftig nachjustiert worden.

Domino Offline



Beiträge: 13
Punkte: 21

07.11.2016 22:48
#39 RE: Herbst 1989 antworten

Unter den neuen Blickwinkeln der Kiewer "Maidan-Revolution" und der neueren Handregeln der Bundesregierung für Mitglieder des Bundestages könnten auch die Ereignisse 1989/90 in der DDR eine andere Dynamik bekommen.
Auch ich nähere mich jetzt von bereits durch Anderen getroffene Aussagen über eine Fremdsteuerung der "Revolution von 1989".
Ich bin nicht mehr der Auffassung, dass dies alles das Ergebnis reiner Bürgerbewegung in der DDR war.
Zu koordiniert liefen Demos ab- die dann (siehe Pegida) eine gewisse Eigendynamik bekommen.
Zu koordiniert besetzten "Bürgerbewegte" zentrale Stellen des Staates DDR und unterbanden so eigenständiges Handeln von DDR-Staatsorganen.
Zu schnell hatte "Bürgerbewegte" westliche Berater vor Ort.
Wir hatten dann zwar im Frühjahr 1990 neue Volkskammerwahlen. Aber die Regierungsvertreter erwiesen sich schnell als Marionetten. Sofort waren Schlüsselpositionen in Ministerien durch Wessis besetzt worden - Bsp. Staatssekretäre, wichtige Abteilungsleiter..- Diese Personen hatten eigentlich dort nichts zu suchen.
So das hier ganz gezielt und gesteuert der Machtapparat des Staates DDR ausgehebelt worden ist.
Wer dann noch diese käuflichen Typen von Bürgerbewegte vor Augen hat.... eigenständig hätten sie so etwas nie auf den Weg bringen können.

Wir sollten uns von Gedanken verabschieden, dass der Abgang der DDR Volkes Wille war.

Bote Offline




Beiträge: 7
Punkte: 26

07.11.2016 22:50
#40 RE: Herbst 1989 antworten

Schabowski verbreitete lax Chaos durch Verlesung eines Inhaltes zugereichter Zettel zur Grenzöffnung.
Vor einigen Tagen die Mitteilung, der Zettel ist wieder aufgetaucht und wird durch die Stiftung Haus der Geschichte in Bonn als Zeitdokument ausgestellt.

Jetzt meldete DPA über Fassungslosigkeit von Irina Schabowski zum Verkauf einer gestohlenen Sache.
Wie sich herausstellte, war dieser Zettel durch Schabowski an Bekannte in den 90gern weiter gereicht worden und eine Rückgabe fand nie statt.
Offennbar hatte der Zettel für Schabowskis keine Bedeutung. Sonst ist man um die Rückgabe bemüht.
Die Bekannten ( Wessis) clever, verkloppten den Zettel für 25000 Euro an die Stiftung.
Jetzt bei Schabowskis Aufregung. Ich denke, die 25000 Euro hätten sie gerne kassiert. Der Neid eben.
Da müssen sie wohl zu Gericht ziehen.

Aber schon ein starkes Stück um so ein Papier auf 25000 Euro zu zocken. Und es gab auch den Idioten der bezahlte. Eben typisch Kapitalismus.

Luchelch Offline



Beiträge: 53
Punkte: 100

07.11.2016 22:51
#41 RE: Herbst 1989 antworten

Hier ist ein A4 Blatt im Angebot. Offensichtlich handschriftlich.
http://www.t-online.de/nachrichten/wisse...d-verkauft.html

An anderen Stellen wird aber ein Zettel im Maschinenschrift als das Schabowski-Zettel vorgewiesen. Und zwar die Beschlußvorlage des PB.
Logisch, denn auf seinem handschriftlichen "Wegweiser" zur PK konnte dazu noch nichts stehen.

Die Preissteigerung fabrizierte die UNESCO in dem der Schabowski-Zettel zum Welterbe erklärt worden ist.

Pic Offline



Beiträge: 38
Punkte: 54

07.11.2016 22:53
#42 RE: Herbst 1989 antworten

Auch das gab es:
NEUER TAG / Ausgabe Bernau, 18.1.1990, Das Interview
Das Interview mit Heinz Klos, Vorsitzender des zeitweiligen Untersuchungsausschusses des Kreistages Bernau
172 Objekte durch Ausschuß ermittelt
Am 8. Dezember 1989 hatte sich der zeitweilige Ausschuß zur Erfassung von Objekten des Ministerrates, von Parteien und Organisationen des Kreises konstituiert. Er erhielt am 20. Dezember vom Kreis das Mandat und den Auftrag, bis zum 15. Januar 1990 einen genauen Überblick zu erarbeiten. ...
----------------------------------------------
NEUER TAG / Ausgabe Bernau, 1.2.1990, Das Interview
Das Interview mit Kreisstaatsanwalt Dr. Klaus Schulze
Ein akuter Verdacht besteht nicht mehr
Trotz bisheriger Informationen über die Aufdeckung von Objekten des ehemaligen MfS im Kreis besteht - das beweisen uns zahlreiche Leserinformationen - noch verbreitet Unklarheit und Unsicherheit in der Bevölkerung. Eines der angesprochenen Themen ist nach wie vor das Gebiet der Schorfheide. Sie sind in den letzten Wochen mit all diesen Sachen umfassend beschäftigt. ..
------------------------------------------------
NEUER TAG / Ausgabe Bernau, 6.2.1990
Aufruf an alle Bürger!
Der Runde Tisch des Kreises Bernau wendet sich an alle Bürger, weiterhin zur Aufklärung von MfS- und anderen Objekten mit unbekannter Nutzung beizutragen. Listen über vorhandene Objekte sind in den Räten der Orte einzusehen. Vom Runden Tisch wurde eine Kommission unter Leitung der Gewerkschaft (Tel. 2961) gebildet, wohin sich die Bürger speziell wenden können. Diese Kommission wird gemeinsam mit dem Stellvertreter des Rates des Kreises zur schnellstmöglichen Übergabe und zur Nachkontrolle zusammenarbeiten.
Leitung des Runden Tisches, Noack/Hellmund
--------------------------------------------
NEUER TAG / Ausgabe Bernau, 8.2.1990, Leser erhalten Antwort
Wie weiter mit den aufgeklärten Objekten?
... Blumberg: Das Wirtschaftsgebäude in der Gutssiedlung sowie ein Komplex von drei Einfamilienhäusern im Grenzweg wurden an den Rat der Gemeinde übergeben.
Börnicke: Künftiger Besitzer des Gebäudes und der Anlagen in Helenau [!] wird das VEG (P) Albertshof sein. ...
----------------------------------------------

Seiten 1 | 2 | 3
«« Ferienlager
 Sprung  
Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor