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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 226 mal aufgerufen
 Historisches
Ostler Offline



Beiträge: 7
Punkte: 15

17.02.2017 22:44
Berlin - Bauwerke - antworten

Amtsgericht Köpenick und Gefängnis
Ich streifte ziellos durch Köpenick und kam vom ehemaligen Kabelwerk über die Brücke "Katzengrabensteg" in die Köpenicker Altstadt und stand dann auch vor dem altehrwürdigen Haus des Amtsgericht. Die Strasse folgend ein hoher Zaun und am Hof des Amtsgerichts dann zu sehen die vergitterten Fenster eines kleinen Gefängnisses.
Oho.
Kleine Nachforschung ergab dann: ungenutztes Gefängnis in Umnutzung.
Vita:
In einem kleinen Teil befindet sich die Gedenkstätte für die Opfer der Köpenicker Blutwoche.

Historie:
- 1901 erbaut für 52 Inhaftierte
- Juni 1933 beschlagnahmte die SA das Gefängnisund missbrauchte es als Haft- und Folterzentrale
- 1945-1954 Männerjugendhaftanstalt
- 1954-1959 Militäruntersuchungsgefängnis
- 1964-1991 Kostümfundus de Fernsehen der DDR mit Schneiderei
- 1980 entstand in einer Kellerzelle die erste Gedenkstätte
- um 1987 wurde die Gedenkstätte erheblich erweitert

Ein Denkmal für die Opfer der Blutwoche wäre dann zu finden im Bereich Bahnhofstrasse/Lindenstrasse neben dem "Mecklenburger Dorf".

flipperdream Offline




Beiträge: 16
Punkte: 32

17.02.2017 22:49
#2 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Ich weiß nicht. Mache um Gerichte schon von weitem einen großen Bogen. Erst recht um erkennbaren Knast.

Alfred Offline



Beiträge: 16
Punkte: 32

17.02.2017 22:50
#3 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Meinst Du den hier ?
https://www.berlin.de/gerichte/amtsgericht-koepenick/

Das ist doch ein recht ansehnliches historisches Gebäude.

Radfahrer Offline




Beiträge: 19
Punkte: 23

17.02.2017 22:52
#4 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Das Gefängnis Köpenick ist bereits seit 1980ger Jahre ohne diese Nutzung.
Aber ein Video gibt es.
https://www.youtube.com/watch?v=KTjTJyMimiQ

Und hier etwas Text und Fotos dazu:
http://oiger.de/2015/05/02/knast-in-reinstform/89417

didi Offline



Beiträge: 16
Punkte: 32

17.02.2017 22:54
#5 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Müggelturm
Ein Wunder kommt daher... die Stadt Berlin ist wieder Eigentümer des Areal Müggelturm und der einstige Krefelder Käufer ist im Grundbuch gelöscht.
Nun soll der Lebensgefährte von Claudia Pechstein das Areal im März/April erhalten. Der Müggelturm soll wieder unser Müggelturm mit Restaurant werden. Plus einer Eventarena mit 1000 Plätze am Berg.
Dieses Ergebnis hätte Berlin schon früher haben können. Aber alle Einheimischen waren der Immobilienverwaltung Obsolet. Mussten ja immer zwielichtige Wessis ohne Kohle als "Investoren" den Zuschlag erhalten.

rastlos Offline



Beiträge: 16
Punkte: 16

17.02.2017 22:56
#6 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Bunker an alter Schule in Köpenick:
Wir haben eine Baumaßnahme einer Privatschule in Berlin-Köpenick begleitet. Dort war in DDR die Ausbildungsstätte für Kindergärtnerinnen.
Im Gebäude und auf dem Areal befanden sich Luftschutzräume und Bunker des WK2.
Im Gebäude:
Druckausgleichsklappen
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013009.jpg

Stahltür:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013007.jpg

Stahltür:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013006.jpg

Eine Tür: Heite dahinter die E.Hauptverteilung. Rückseite der Tür noch mit russischer Beschriftung.

Der Heizungskeller war ein Teil des Bunker-Gefüges. Hier ein zugemauerter Zugang vom Innenbunker zum Außenbunker. Der Außenbunker (unter dem Schulhof) ist mit Bauschutt verfüllt.
Eine weitere Tür- zugemauert - zum Außenbunker:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013020.jpg

im Keller- zugemauert- zum Außenbunker:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013018.jpg

Weitere Stahltür:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013013.jpg

Unter diesem Schulsportplatz war ein Bunker mit Flakstellung- wurde einfach überbaut:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013031.jpg

Nachbargrundstück- unter diesem Schuppen noch ein Bunker und eine Flakstellung:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013028.jpg

mit der kreisrunden Fläche ist eine Flakstellung überbaut:
http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/k-bild2013026.jpg

unterfeld Offline



Beiträge: 39
Punkte: 51

17.02.2017 22:57
#7 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

In Berlin ist sicher noch einiges an militärischen Altladten verborgen. Pech nur für den Bauherrn. Denn der muß dann für Entsorgung der Altlasten sorgen.

Manfred Offline




Beiträge: 26
Punkte: 34

17.02.2017 23:00
#8 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Ex- Griesinger Krankenhaus Biesdorf
Wir waren auf dem Areal des ehemaligen Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus unterwegs.
Das Gesamtareal des Krankenhauses beträgt 100ha und hat über 50 historische Gebäude..
Hinter dem Haus 17 finden wir noch den Eingangshäuschen des früheren Eiskellers . Gegenüber Haus 17 die wieder hergestellte Krankenhauskirche.
Dieses ehemalige Haupthaus Haus 17 ist derzeit im Umbau zu einer Lomonossow-Schule. Hier ist Russland am investieren.

Engels Offline




Beiträge: 15
Punkte: 19

17.02.2017 23:02
#9 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Ungefähre Nutzung:
Anstalt für Epileptische Wuhlgarten bei Biesdorf
Städtisches Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Wuhlgarten (ab 1961)
Wilhelm-Griesinger Krankenhaus (1968-1992)

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Klinikum Hellersdorf

Dort waren immer Beklopte.

nimm2 Offline



Beiträge: 21
Punkte: 25

17.02.2017 23:03
#10 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Zu Lomonossow- Schule. Das ist nicht neu. Mit dem neuen Standort wird die Schülerzahl hochgestuft. Zu viele Spätaussiedler in der Gegend.
Die Internationalen Lomonossow-Schulen befinden sich in zwei Berliner Bezirken - Mitte-Tiergarten und Marzahn-Hellersdorf. In der Schule Tiergarten, die im Dezember 2011 staatlich anerkannt wurde, lernen zu Beginn des Schuljahres 2016-2017 in den Klassenstufen 1-8 ca. 170 Schülerinnen und Schüler. Die Schule in Marzahn besuchen zur Zeit ca. 220 Kinder.

Der Standort in Tiergarten existiert seit 2008. Seit der Gründung der Schule 2006 bis 2008 befand sich die Schule vorübergehend in der Kurfürstenstr. 135 (Schöneberg). Die zentrale Lage der Schule und günstige Verkehrsverbindungen machen sie auch für Familien mit Grundschulkindern aus angrenzenden Bezirken (Charlottenburg-Wilmersdorf, Schöneberg, Kreuzberg) attraktiv.

Der zweite Standort wurde zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 eröffnet und liegt in Marzahn-Hellersdorf. In diesem östlichen Randbezirk leben schätzungsweise etwa 25.000 russischsprachige Spätaussiedler. Die Schule in Marzahn soll auch Familien aus den Nachbarbezirken Lichtenberg und Pankow anziehen.

Internationale Lomonossow-Schule Berlin Mitte

Lützowstr. 106, 10785 Berlin
Tel.: 030 / 74 78 57 51 oder 030 / 74 78 55 46
Fax: 030 / 74 78 55 47
E-Mail: tiergarten@mitra-schulen.de


Internationale Lomonossow-Schule Berlin Marzahn

Allee der Kosmonauten 123, 12681 Berlin
Tel.: 030 / 31 17 21 85 oder 030 / 31 17 21 86
Fax: 030 / 31 17 21 87
E-Mail: marzahn@mitra-schulen.de

Die Schüler tragen in typisch russisch- einheitliche Schuluniform. Diese Schulen haben eine überaus gute personelle Ausstattung. Denn die Lehrkräfte unter den Spätaussiedlern finden doch einen Job.

Aber wer mehr erfahren will schaut selbst: http://www.lomonossow-grundschule.de/de/historisches/

Malte Offline




Beiträge: 27
Punkte: 39

17.02.2017 23:05
#11 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Für mich war immer ein anderer historischer Zeitansatz interessant:
1945: dauerhafte Beschlagnahme der Landhäuser (ehemalige Wohnkolonie) inklusive des Anstaltsfriedhofs im nördlichen Bereich des Krankenhauses durch die Rote Armee
1969/70: Räumung der bisher von der Roten Armee benutzten Gebäude im nördlichen Bereich und Unterstellung an den Ministerrat der DDR. Dieser richtete hier dann unter der Verantwortung des Franz-Mehring-Instituts der Karl-Marx-Universität Leipzig eine Parteischule für westdeutsche DKP-Funktionäre ein. Ein Zaun trennte diesen Bereich vom übrigen Krankenhausgelände.
1990: vollständige Rückgabe der durch die ehemalige Parteischule genutzten Landhäuser an das Krankenhaus infolge der Wiedervereinigung Deutschlands.

Das dort die Russen stationiert waren blieb weitgehend unbekannt. Ein Hospital für höhere Dienstgrade soll es gewesen sein. Der Historie zufolge sollen auf dem Anstaltsfriedhof im Hospital verstorbene Russen beerdigt worden sein. Das der Friedhof beim Abzug der Russen von der Armee eingeebnet worden ist wird dann schon wieder wundersam. Was hatten die Russen zu verbergen ? Andere Friedhöfe mit russischen Gebeinen bleiben auch unangetastet.

Blauer Engel Offline



Beiträge: 10
Punkte: 10

17.02.2017 23:07
#12 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Die Russen haben die Gebeine würdevoll in die Heimaterde umgebettet. Da die Stadt Berlin dort keinen Friedhof weiter dulden wollte, erfolgte die Einebnung.
Dort sind ja 2 riesige öffentliche Friedhöfe südlich S-Bahnhof Wuhletal. Das reicht.

Wiener Offline



Beiträge: 11
Punkte: 15

17.02.2017 23:23
#13 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Dahinter weiterführend war ein riesiges Objekt der ZV. Blumberger Damm / Warener Straße. Jetzt Gewerbepark Meon. Den Gebäuden nach war dort ein großer Fuhrpark untergebracht. Als Zentrallager getarnt entstand dort auch eine neue geschützte Führungsstelle.
Der MEON-Gewerbepark in Marzahn-Hellersdorf wurde im Jahre 1990 auf dem Gelände der „Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates“ der ehemaligen DDR gegründet.
https://www.google.de/maps/place/Apollof...14!4d13.5659087

Dort wo Eprotec steht ist schon Klinikgelände-

Hier gibts Fotos aus einer Großhalle: https://www.immobilienscout24.de/expose/87186566
Hier das Stabsgebäude: https://www.immobilienscout24.de/expose/30510062
PS: Die Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe des Ministerrates wurde am 1.1.1974 gegründet und übernahm die Aufgaben des von 1966-1973 bestandenen VEB Universal. Bis zur Auflösung am 31.10.1990 war die Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe für die Regierungsbauten verantwortlich. Die Verwaltung dieser Bauten übernahm im Oktober 1990 die Vermögensverwaltung Berlin-Mitte bei der Oberfinanzdirektion Berlin.

Ich kann mich noch an den Stahlgitterturm Nähe Heizhaus mit Richtfunkantennen erinnern. Der Mast steht immer noch. Trägt jetzt nur Werbung.
Damit waren neben Kabelverbindungen dann auch Richtfunk vorhanden. Der Runde Parabol dürfte zum RFN strahlen und dann waren noch 2 Doppelyagi für RVG-950. Daneben gab es ein Fernmeldedienstgebäude.

Wozu braucht ein Lagerobjekt solche Richtfunkanbindung und ein Fernmeldedienstgebäude ?

Es gab noch die Objekte Berlin-Biesdorf, Teerofenbrücke (Kinderferienlager), Eggersdorf, Trusetal ( Ferienobjekt), Blankenfelde und Langhansstr.-

Oder hat jemand schon mal das Projekt ´" Schutzräume im Büro des Ministerrates" untersucht ?

Rudik Offline



Beiträge: 29
Punkte: 49

17.02.2017 23:25
#14 RE: Berlin - Bauwerke - antworten

Der Richtfunk-Stahlgitterturm:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15815.jpg

Das Gelände hatte auch Altbauten wie:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15811.jpg

alte Wache und Zufahrt Warener Strasse:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15820.jpg

Ein neuerer KDL ist zum Blumberger Damm.

Das neue Großlager mit angeschlossenem Verwaltungshaus
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15821.jpg

Blick zum Komplex2:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15823.jpg

Ex-Kantine:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15825.jpg

FmDG:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15826.jpg

alte Lagerbauten:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15829.jpg

Diese Halle steht neben dem Stahlgittermast:
http://www.lsklv-ddr.de/SDC15830.jpg

Berliner Bär Offline




Beiträge: 26
Punkte: 26

17.02.2017 23:56
#15 RE: Berlin - Bauwerke - antworten
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