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Dieses Thema hat 2 Antworten
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Neuzeit Offline




Beiträge: 25
Punkte: 37

08.04.2017 17:17
WDA/WA antworten

Jeder weiß um das Dilemma, in der DDR einen postalischen Telefonanschluss zu bekommen.
Die NVA überbrückte dieses Dilemma, in dem Rufnummern der Telefonanlage der Dienstelle in die Wohnzone geschalten wurden. Bei "kleineren" Standorten war unter Umständen ein NVA-eigenes Erdkabel zwischen Objekt und Wohnzone verlegt.
Ansonsten mussten bei der Deutschen Post Leitungswege (2 Draht) zwischen Objekt und betreffender Wohnung angemietet werden.
Solche Anschlüsse konnten nur bei Nomenklatur oder dienstlicher Notwendigkeit zur Verfügung gestellt werden.
Hatten die Bezeichnung: Wohnungsdienstanschluss (WDA) ( für Nomenklatur)
oder Wohnungsanschluss (WA) ( bei dienstlicher Notwendigkeit)

Mich interessiert, wie die Versorgung in den Einheiten/Truppenteilen gehandhabt worden ist.

Mrozek Offline



Beiträge: 18
Punkte: 22

08.04.2017 17:24
#2 RE: WDA/WA antworten

Ich bin der Meinung, das Kdo LSK/LV war der größte Selbstversorger dieser Art. wenn Basa und HVT nicht besetzt waren, mussten wir 24h Dienste der Übertragungszentrale auch WDA/WA bei Störung bearbeiten. Daher weiß ich um die Masse dieser Anschlüsse im Standort Strausberg.

Pussycat76 Offline



Beiträge: 7
Punkte: 7

08.04.2017 17:40
#3 RE: WDA/WA antworten

Stimmt, im Bereich der NVA gab es 2 Arten dieser Anschlüsse.
WDA=Wohnungsdienstanschluss bekamen Leute entsprechend ihrer Dienststellung (Nomenklatur) und waren kostenfrei für den Nutzer. Kosten trug die NVA. Die Nomenklatur war durch den Chef des Hauptstabes festgelegt im Rahmen der Rufnummernzuteilung für bestimmte Dienststellungen wie:
300 für Kommandeur
301 WDA Kommadeur
310 Stabschef
311 WDA Stabschef

und so weiter.
Die Anschlüsse hatten die Amtsberechtigung "0" für Ortsgespräche und Zone I.
Ferngespräche konnten nur über die Fernsprechvermittlung angemeldet werden und wurden in Rechnung gestellt.


WA=Wohnungsanschluss musste beantragt und die dienstliche Notwendigkeit begründet werden.
Der entsprechende höhere Vorgesetzte - bei Einheit/ TT der Kommandeur... im Kommando der Abt.Leiter und/bzw. der Chef --- hatte die dienstliche Notwendigkeit auf den Antrag zu bestätigen.
Die Grundgebühr (hier Leitungsmiete für die postalische Leitung) wurde vom Nutzer getragen. Damals 15 Mark pro Monat für eine Ortsmietleitung (POxxxxx)
Hinzu kam eine monatl.Pauschale von 9 Mark für Amtsberechtigung "0" für Ortsgespräche und Zone I.
Ferngespräche konnten nur über die Fernsprechvermittlung angemeldet werden und wurden ebenfalls
in Rechnung gestellt.
So das der Nutzer monatlich 24 Mark für den Anschluß löhnen musste. Trotz dienstlicher Notwendigket.

Das Ganze hatte nur eine Ursache : Die Post war nicht in der Lage die nötigen Post-Anschlüsse
zur Verfügung zu stellen.

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