Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 119 mal aufgerufen
  
 Allgemeines zu FOFAFK/FOFMTFK
Seiten 1 | 2
Doktor Offline



Beiträge: 15
Punkte: 42

07.04.2016 16:42
#16 RE: wie alles begann.... antworten

Zitat
Bedeutet, das FOFAFK bildete gleichzeitig die Friedensstruktur einer Fliegerdivision im Krieg, die dann komplett mit den 4 unterstellten TT zur Westfront wechselte und die Luftunterstützung für die 2 NVA-Armeen der Front über die Gefechtsführung sicher zu stellen hatten.



Das ist ja gerade der Knackpunkt den vermutlich auch nicht der StK PA Oberst Zdebel geschnallt hatte.
Wo kam er eigentlich vor den Führungsorgan her ? Sicher weg gelobt. ;)

Dieser Stab bildete im Frieden eben dieses Führungsorgan für Aufgaben die zuvor woanders gelagert waren..
Um eben ( analog den Russen) im Verteidigungszustand schneller Kriegsstrukturen zu erreichen.

Dieser Stab formierte im Krieg 2 Divisionen- nicht nur 1 Fliegerdivision. Daher kann dieser Stab auch keine verkappte Division darstellen.
Zum Einen: Das Führungsorgan Transportfliegerkräfte - ihm unterstanden dann die milit. Transportkomponenten und die Transportkomponenten von GST u. Interflug.
Kommandeur: der Chef Transportfliegerkräfte des Kdo LSK/LV- Standort: Bunkeranlage Ranzig/Beeskow.
Dieses Führungsorgan ( Division ?) unterstand dem Chef LSK/LV NVA.

Zum Anderen: eine Frontfliegerdivision oder auch Jagdbombenfliegerdivision mit JBG-37, JBG-77,MFG-28,TAFS-47, TAFS-87.
Kommandeur: der Kommandeur FOFMTFK - Standort: Bunkeranlage Ranzig/Beeskow
Diese Division unterstand dem Chef Frontfliegerkräfte der Westfront.

In Übungen waren verschiedenste Variationen geübt worden. Neben der Zuordnung der NVA JBG zu sowjetischen JBDiv eben ab 1985/86 auch Handlungen als eigenständige Division von Beeskow aus.

Kleinert Offline




Beiträge: 24
Punkte: 40

07.04.2016 16:46
#17 RE: wie alles begann.... antworten

Alles Richtig !
Aber !

Die Bildung von FOFAFK 1982 als Führungsorgan zur Bildung und Ausbildung der Frontfliegerkräfte, der Armeefliegerkräfte und der Tranportfliegerkräfte sowie die Umbildung in das FOFMTFK 1984 für die Front-und Militärtransportfliegerkräfte im Rahmen des Kommandos LSK/LV erschwerte viele Probleme der täglichen Ausbildungstätigkeit und der Einsätze und hatte sich meiner Auffassung nach in der DDR nicht bewährt. Durch „teilweise“ und „vollständige“
Unterstellungen bzw. Zweifach-bzw. Doppelunterstellungen entstand für den größten Teil der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Eindruck eines weitgehenden Leitungs-und Führungs-Durcheinanders.
Auch die Begrifflichkeit war von den sowjetischen Strukturen, die sich maßgeblich von den unseren unterschieden, übernommen und bereitete Komplikationen.
Ab 1986 wurden alle Fliegerkräfte im Kommando LSK/LV wieder zusammengeführt unter Leitung des Stellvertreters des Chefs LSK/LV für Ausbildung der LSK.
Dazu waren die Positionen Chef Frontfliegerkräfte, Chef Transportflieger u. Hubschrauberkräfte wieder aktiviert worden. Eigentlich sollte diese Positionen und Arbeitsbereiche aus dem STAN verschwinden- denn die Aufgaben sollte das Führungsorgan tätigen.

So das doch nicht immer so eitel Sonnenschein war und die Sache mit der "verdeckten Division" eigentlich Dumschwatz ist.

Klosterbruder Offline



Beiträge: 30
Punkte: 30

07.04.2016 16:49
#18 RE: wie alles begann.... antworten

Hallo Herbert. Soweit OK.
Aber auch das JBG-31 war dem K 1. LVD nur pro Forma unterstellt. Bedingt aus der gedeckten Aufstellung aus dem JG-7 heraus.

Das Kommando LSK/LV führte lange Zeit zentrale Fliegertruppenteile selbst. So detailliert kommt die Sachlage auch in den Büchern "E&G" etc. nicht zum tragen.
Die Zeit davor ( Teil 1):
So war ein Bereich ST C LSK/LV für LSK vorhanden. Auch kurz genannt "Chef LSK". Ihm waren diese zentralen Fliegertruppenteile unterstellt.
Zur Führung dieser Truppenteile verfügte der Chef LSK über "Mini-Führungsorgane" die in seinem Auftrag dann speziell die Truppenteile führten.
Diese Mini-Führungsorgane waren als kleine Chefbereiche ausgestattet. Also keine Abteilungen. Konnten daher eigenständig Entscheidungen treffen. An der Spitze: Planstelle Generalmajor.
Chef Jagdfliegerkräfte führte fachlich die FK der LVD. Später der LV unterstellt.
Chef Fliegeringenieurdienst war Anfangs auch Teil von LSK. Erhielt erst Ende der 1970ger die Eigenständigkeit.
Chef Transportfliegerkräfte ( TFK). Dem waren TG-44 und TS-24 und VS-14 unterstellt.
Chef Hubschrauberkräfte ( HSK) . Dem war HG-34 unterstellt.
Besonders die Chefbereiche TFK und HSK waren wie eigenständige Stäbe eines Führungsorgans personell ausgestattet. Also Leistungen die eine höhere Kommandobehörde eigentlich nicht erbringt.

Dann begann ab 1971 die Zeit der Frontfliegerkräfte und ab 1974 der speziellen Audklärungsfliegerkräfte.
Der Chef LSK erhielt einen Unter-Chefbereich Chef Frontfliegerkräfte ( FFK). Später unter Umstrukturierung.
Dem Chef TFK wurden die Hubschrauber zugeschlagen. Als Chef TFK/HSK führte er dann TG-44,TS-24,VS-14 und HG-34.
Der damit frei werdende Chefbereich HSK wurde FFK.
Bedeutete zum einen, auch das JBG-31 und die AFS-47 wurden ab Zeitpunkt X vom Kommando aus direkt geführt und war nur aus truppendienstlichen und logistischen Gründen bei der 1. LVD verhaftet.
Die Bildcontainer der AFS-47 kamen immer ins Kommando und wurden in der Bildstelle hinterm U2 entwickelt und im Bereich Chef FFK ausgewertet.
Diese Strukturierung basierte auch auf STAN Krieg. Denn der Chef TFK/HSK hatte von Beeskow aus einen Verband Transportfliegerkräfte ( unter Einbeziehung Interflug) aufzustellen und zu führen.
Der Chef FFK war Vertreter der LSK/LV auf der Führungsstelle des Chef FFK der Front.

Dann kam die Zeit, als aus den Planungen zwei neue Geschwader Jagdbomber mit bisher in LSK/LV nicht vorhandener Flugzeugtechnik zu formieren waren.
Plus die Formierung von 2 neuen Kampfhubschraubergeschwader. Ebenfalls mit bisher noch nicht vorhandenen Hubschraubetypen. Plus Vorbereitung der Einsätze durch Trainings mit Gefechtsführungsgruppen der Landdivisionen und der 2 NVA Landarmeen. Plus Vorbereitung und Schaffung der Armeefliegerkräfte der LaSK.
Wir schätzten damals ein- durch die bisherigen Strukturen im Kommando sind diese Aufgaben nicht zu stemmen.

Daraus resultierte dann die Bildung eines Führungsorgan Front und Armeefliegerkräfte (FOFAFK) im Kommando LSK/LV. Das war keine Division sondern eine Zusammenfassung und Zentralisation bestimmter ´vorhandener Strukturen zu Erfüllung der vorgenannten Audgaben.
Dazu stellte das Mini-Führungsorgan Chef Frontfliegerkräfte sein Personal ab. Der Chef Frontfliegerkräfte wurde also quasi Kdr FOFAFK. Zusätzlich kam das Personal Stab 1. LVD die für Sicherstellung JBG und AFS nach Eggersdorf zum FO.
Auch der Chef TFK/HSK stellte Personal der Hubschrauber ab. Die zuvor für den Einsatz HG-34 als "Kampfhubschrauber" zuständig waren.
Die Politabteilung des Kdo stellte ihr Polit-Personal ab, dass bisher für JBG,AFS zuständig war und bildete die PA des FOFAFK.
Die Abt. Flieg. Ausbildung beim Chef LSK stellte ihr Personal ab das bisher für JBG, AFS.... zuständig war.
Der CNF des Kdo schickte Flugsicherer...
usw usw.
Das ganze FOFAFK war nur Kommandiertes Personal. Eine bunt zusammen gewürfelte Truppe. Ein FO im Kdo LSK/LV, wie auch der Chef FFK ein "Mini-FO" im Kommando war.

Die Transportflieger blieben beim Chef TFK/HSK des Kommando.

So beleuchtet kommt wohl ein anderes Bild zustande wie die Bildung einer 3. Division der LSK/LV.

Klosterbruder

Engels Offline




Beiträge: 19
Punkte: 27

15.06.2016 10:10
#19 RE: wie alles begann.... antworten

Damals, als die Sonne noch im Osten aufging.

war ein FOFAFK- Führungsorgan der Front-und Armeefliegerkräfte in Eggersdorf Gebäude U7.
Stab: Taschengeld
Führungspunkt Eggersdorf: Taschengeld 1
Wechselführungspunkt: Taschengeld 2

Dem folgte ein FOFMTFK - Führungsorgan der Front-u. Militärtransportfliegerkräfte in Eggersdorf Gebäude U7
Stab: Galun
Führungspunkt Eggersdorf: Plotina
Führungspunkt Beeskow/Ranzig: Plotina 1

Hier wird so richtig deutlich, erst NVA Tarnname - also nationale Unterstellung auch im Krieg.
Dann sowjet. Tarnnamen- also Unterstellung zu CA als Teil der Front. Hier dann als Jagdbomberdivision "Plotina".

Kleinert Offline




Beiträge: 24
Punkte: 40

15.06.2016 10:31
#20 RE: wie alles begann.... antworten

Genau diese beschriebe Zuordnung zeigt sich bei dem diesem Fügrungsorgan zugeordneten Truppenteile.

JBG-37
Stab -Zauberflöte ( NVA TN )
GS - Torez ( CA TN)- der JBD "Plotina" war das JBG " Torez" unterstellt.

JBG-77
Stab- Körpermaß ( NVA TN)
GS - Gromada ( CA TN) - der JBD "Plotina" war das JBG "Gromada" unterstellt.

TAFS-47 - Kartina (CA TN) - der JBD "Plotina" war die TAFS "Kartina" unterstellt.
Staffeln hatten zwar im NVA-Gemenge einen Führungspunkt- nach sowjetischer Denkweise aber nicht.

Anders sah es beim MFG-28 aus:
Stab - Rastplatz
GS- Feuerwehrschlauch
Hier war noch die rein nationale Führung angesagt. Eine Übergabe zur Front ergibt sich zwar aus den Dokumenten. War aber bis 1989/90 noch nicht in der praktischen Umsetzung.
Daher galt ein anderes Handling im Rahmen der Führung des MFG durch die 3. Flotte der VOF
( Volksmarine).

Seiten 1 | 2
 Sprung  
Xobor Xobor Community Software