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Dieses Thema hat 19 Antworten
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 Allgemeines zu FOFAFK/FOFMTFK
Seiten 1 | 2
Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:24
wie alles begann.... antworten

Alles begann mit dem Führungsorgan der Front-und Armeefliegerkräfte. = FO FAFK
Die Jagdbomber und Kampfhubschrauber als Luftunterstützung für Landstreitkräfte und Marine erhielten eine einheitliche Führung.
GSSD baute bereits große Kampfgubschrauberverbände auf. Für jede Armee ein Regiment. Gleiches sollte die NVA umsetzen. Für 3. und 5. Armee ( MBIII und MB V ) je ein Kampfhubschraubergeschwader.
FOFAFK hatte die Aufgabe von Aufstellung der 2 KHG, die Ausbildung des Personals bis hin zum Gefechtsführungszentrum. Zum schluss Überführung der KHG als Armeefliegerkräfte der Landstreitkräfte.

Außerdem Ausbildung und Führung der Jagdbomber des JBG-31 in neue Aufgaben unter Einsatzführung durch Gefechtsführungszentrum.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:27
#2 RE: wie alles begann.... antworten

Zum 01. Dezember 1981 wurde das Führungsorgan Front-und Armeefliegerkräfte ( kurz: FO FAFK) gebildet.

Aufgabe: Ausbildung der Front-und Armeefliegerkräfte sowie Vorbereitung der Truppenteile der Armeefliegerkräfte zur Übergabe an die LaSK.
Auch : Führung des NVA Anteil der Frontfliegerkräfte der Westfront im Frieden.

KEINE Aufgabe: nicht die allseitige Führung und Sicherstellung dieser Fliegerkräfte.

Denn:Gleichzeitig entstanden zur Einsatzführung die Gefechtsführungszentren ( GFZ) 3 und 5 für MB sowie die Gefechtsführungsgruppen (GFG) 4 und 8 ( 4. MSD und 8. MSD) zur Führung der Armeefliegerkräfte im Einsatz sowie Zusammenwirken mit Frontfliegerkräfte.

ES folgtenb dann bis Ende 1983 nich die GFG 1 und 9 sowie 7 und 11.
Diese Gefechtsführungskräfte befanden sich bis zur Übergabe der Armeefliegerkräfte an die LaSK strukturell im Bereich Operativ des Kdo LSK/LV.

Daher sehe ich es bereits von vornherein als logisch an, wenn dieses FO FAFK bzw. später FO FMTFK bei höheren Stufen der GB seine Fliegerkräfte in andere Unterstellungen abzugeben hatte.

Aus Sicht der Führung des Kdo LSK/LV war dieses Führungsorgan weder eine verdeckte Division noch überhaupt eine Division.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:30
#3 RE: wie alles begann.... antworten

in meinen grauen Zellen schwirrt immer noch das Gerücht rum, das die KSZE Konferenz in Helsinki daran schuld war, das aus dem FO in Friedenszeiten keine Div gemacht werden durfte.
Kann mir mal Jemand unter die Arme greifen?

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:31
#4 RE: wie alles begann.... antworten

Möglich das solche Fragen KSZE eine Rolle spielten. Denn es ging ja um Reduzierung und Festschreibung der gegenseitigen Angriffskapazitäten. Auf der anderen Seite sind jedoch 2 KHG und 2 JBG und 1 TAFS im Laufe der Zeit neu aufgestellt worden-

Bis 12(81 waren diese Fliegerkräfte der 1- LVD bzw. dem Kommando direkt unterstellt. Sicher war die Neustrukturierung der Frontflieger und Neuaufstellung der Armeeflieger plus Schaffung der GFZ und GFG mit den Stabsaufgaben des Kommando nicht ein Einklang zu bringen. Daher musste für diese Aufgaben ein ausgegliedertes Arbeitsorgan her.

Nicht zuletzt brachte die Reform der Luftunterstützungskräfte auch neue Strukturen im Krieg mit sich. War zuvor nur das JBG-31 von der 1. LVD den Frontfliegern der Westfront zu unterstellen in Form Übergabe an die benachbarte Jsgdbomberdivision der GSSD.... waren ab 1982 das JBG , 1 TAFS plus 2 KHG in die Westfront einzugliedern.
Bedeutet, das FOFAFK bildete gleichzeitig die Friedensstruktur einer Fliegerdivision im Krieg, die dann komplett mit den 4 unterstellten TT zur Westfront wechselte und die Luftunterstützung für die 2 NVA-Armeen der Front über die Gefechtsführung sicher zu stellen hatten.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:32
#5 RE: wie alles begann.... antworten

Insgesamt führte der Gesamtumfang des FO zum Aufbau einer eigenen Nachrichenzentrale Im Keller U7. Von dem letztendlich nur die Fernschreibstelle und die Chiffrierstelle umgesetzt werden konnten.
Als erstes schlug ein StaOFä Hohmann dort auf. Als zweites kam dann eine Fernschreibstelle. Beginn mit einer Standverbindung zur Handvermittlung der Fernschreibzentrale der KNZ. Jedoch brachte das steigende Aufkommen an Fernschreiben bald eine eigene S1 Telexnummer im U7 Keller.
Dem folgte eine zweite S1-Telexnummer samt Gerät T-310. Die Maschine stand neben der offenen Maschine. Die T-310 kam in einen Chiffrierraum.
Zu jedem Geschwader war eine SAS-Fernsprechverbindung gefordert. Die Geräte sollten auch im Keller U7 stehen. Fand aber keine Bestätigung durch ZCO. Also Abschluß der SAS Verbindungen in SCZ der KNZ und von dort sind dann die Gespräche vermittelt worden.
Eine spannende Zeit damals.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:34
#6 RE: wie alles begann.... antworten

Personalien der Führung:

Kommandeur - 3700 u. 3641 - Oberst Büttner, GM Zimmermann, Oberst Wukasch
StK SC - 3710 - Oberst Junghanns, Oberst Smettana
StK PA - 3720 u. 3665 - Oberst Zdebel
StK RD - 3717 - Oberst Marschke
StK FA - 3730 - Oberst Gyurkovits
StK FID - 3758 - Oberst Guder

Stv SC f. op - 3712 - OSL Junghanns, OSL Angermann
LA Nachrichten u. Flugsicherung - 3735 u. 3648- OSL Hälsig, OSL . Friedrich

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:36
#7 RE: wie alles begann.... antworten

urz nach Bildung des FOFAFK gab es im Stab im Gebäude U7 nur einen OvD. OvD = Offizier vom Dienst.
OvD hatte eigentlich allgemeine Aufgaben und rutsche jeden Monat mehr in operative Aufgaben zur Führung und Sicherstellung der TT/E.


Dann kam es auch zur Einrichtung eines OpD in oberirdischen Dienstzimmer für FO FAFK. Denn es gab noch keine Vorgaben und von den bevorstehenden Aufgaben gab es wenig Vorstellungsvermögen.
OpD = Operativer Diensthabender.

Im Führungsorgan war eigentlich kein OpD und auch keine Führungsstelle vorgesehen.

Stück für Stück erweiterten sich die Aufgaben des OpD von Führung und Nachweis der Flüge bis hin zur Koordinierung der Versorgung mit Betriebsstoffen, Behandlung von Vorkommnissen, Wetter ......

Nach einiger Zeit wurde dann im Keller des Stabsgebäudes U7 eine Führungsstelle FOFAFK eingerichtet. Der OpD erhielt dort ein EMS Pult mit DVG und KSS10 für seine Direktverbindungen zu den Geschwadern und Staffeln. Seine 2 Selbstwahl- Dienstanschlüsse lagen a) auf separatem Apparat (3745) und b) auf DVG-10 zwecks Möglichkeit der Vermittlung einer Direktverbindung zum Dienstzimmer einer Fachgruppe bzw. umgekehrt..
Der DH FOFAFK, wie er nun hieß, erhielt auch Direktverbindungen zum ZGS Fürstenwalde und ZWGS/HFS Eggersdorf sowie zum Führungdspunkt FOFAK Ranzig.
Ebenfalls direkte Fernsprechleitungen zu den unterstellten TT /E.

Monate später folgte dann ein Arbeitsplatz "Flugdispatcher ". Dieser erhielt dann auch ein EMS Pult mit DVG und Fernsprech-Direktverbindungen zu den Flugplanungen/Flugleitungen der Geschwadern/Staffeln sowie zur VHZ-14 Wünsdorf.

Wieder einige Monate später erfolgte die Einrichtung eines Arbeitsplatz " DM" ( Diensthabender Meteorologe ) mit Direktverbindung zur ZFWW ZGS Fürstenwalde und Einbindung in die Wetterschiene Eggersdorf zum Empfang der Wettermeldungen per Fernschreiben. Der DM war dann zuständig für Wetterberartung der Führungsstelle.
ZFWW = Zentrale Flugwetterwarte


Wieder einige Monate später folgte nach Problemen während einer KGA ( Komplexe Gefechtsausbildung) die Einrichtung eines Arbeitsplatzes "DNF". So das die Gruppe Nachrichten u. Flugsicherung des FOFAFK im normalen Dienst von ihrem Dienstzimmer die Dienstgeschäfte regeln konnte, als auch bei Alarmlagen aus dem Führungspunkt.
DNF = Diensthabender Nachrichten und Flugsicherung.

Wieder einige Monate später folgte eine Arbeitsplatz für die Gruppe Planung.

Man sieht hier deutlich, den zwar unkontrollierten und ungeplanten, aber stetigen Aufwuchs einer Führungsstelle.

Als FOFMTFK folgten dann Direktverbindungen zur Volksmarine sowie Organisation eines Funksystem für die Führungsstelle.
Die Führungsstelle unterhielt einen KW-Sender beim VS-14 Strausberg/Nord mit MOD-und Tastleitungen sowie KW-Sender beim NFB-77 in Laage mit MOD-und Tastleitungen.
Ähnlich wie beim ZGS kam auch beim FOFAFK die Notwendigkeit Nutzung Flugfunk zur Überwachung des laufenden Fluggfunkbetriebes. Dafür genutzt Flugfunkstationen beim NFB-77 Laage , beim VS-14 Strausberg und beim NFB-37 Drewitz.
1988 oder 89 folgte noch Zuordnung eines KW-Sender aus der Reserve des Kdo LSK/LV in der Funksendezentrale des MfNV Kagel.

Zudem erhielt die Führungsstelle MIDA Luftlagedarstellung und K04 Datenleitung.

Also stetige Veränderungen dort und immer wieder Arbeit für NBA und CNF und die NFB, weil alles scheinbar ohne durchdachtes Konzept aufgebaut wurde.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

02.11.2014 18:37
#8 RE: wie alles begann.... antworten

Zur ersten Sicherstellung von Funkverbindungen für die Führungsstelle kommandierten wir einen Funktrupp R-137 von NFB-37 Drewitz nach Eggersdorf und stellten ihn an die Rückseite des Stabsgebäudes. Ordentlich mit Tarnnetzen umhüllt. Nachdem Reinhold das Kfz nebst Antenne bei Einfahrt zum Objekt als störend empfunden hat.
Denn wir brauchten Funkverbindung zu den operativen Gefechtsführungsgruppen auf den Truppenübungsplätzen.

carlopieck Offline



Beiträge: 29
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07.04.2016 16:22
#9 RE: wie alles begann.... antworten

Ich glaube zu der zeit FOFAFK war mit geschützten Keller noch nichts weil nicht ausgebaut.
Da gabs nur den OvD mit seinen Gehilfen neben der Eingangstür. Selbst die Stabskompanie war noch nicht, da alle Mannen nur kommandiert waren.

Frank1 Offline



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07.04.2016 16:23
#10 RE: wie alles begann.... antworten

@Frank schrieb:
Ja, das ist eine Auslegung des Begriffs. Es gab aber den Keller mit seinen doch recht ansehlichen Mauerstärken und halt vorgehaltenen Räumen.
Der OvD saß m.E. auch eine halbe Treppe höher.

Raduga Offline



Beiträge: 20
Punkte: 28

07.04.2016 16:25
#11 RE: wie alles begann.... antworten

Nach meinen Erinnerungen hatte so recht keine Bleibe da alle Naselang unziehen musste.

Geisterjäger Offline




Beiträge: 8
Punkte: 39

07.04.2016 16:28
#12 RE: wie alles begann.... antworten

Des Einen Sicht schließt doch des anderen Sicht nicht aus. FOFAFK Zeit war eben Lernzeit für alle Beteiligten.

Wie war das mit Wetterfröschen ? FOFAFK hatten sicher noch keine Leut dafür. FWW kam erst mit FOFMTFK.

Frank1 Offline



Beiträge: 342
Punkte: 412

07.04.2016 16:29
#13 RE: wie alles begann.... antworten

@Frank schrieb:
Doch schon. Vllt sind da jetzt welche gar beleidigt. Deshalb war ich ja auf Truppenbesuch da vor Ort.

Der letzte Leiter Abtlg. MD OSL Thiel kam vom FOFAFK (wohl urprünglich vom THG-34 ?). Er ist schon verstorben.
Danach wurde da ein anderer (muß Name nachschauen) Leiter MD FOFAFK.

Jede LvD, das FOFAFK und die HS GT hatten ihren Chef Meteorologen. Die MB III/V und das Kdo. VM gar richtig ausgestattete Abteilungen. Und im MfNV saß ein Koordinierungs-Offz. zu uns im Kdo. Das war auch ziemlich zweckmäßig so. Wir nannten die zur LSK/LV weitestgehend gehörenden im allgemeinen Sprachgebrauch die 'Divisions'-M. Genaue Bezeichnung mir nicht bekannt, da keinen STAN gerettet.

Marco Offline



Beiträge: 18
Punkte: 22

07.04.2016 16:33
#14 RE: wie alles begann.... antworten

Zudem erhielt die Führungsstelle MIDA Luftlagedarstellung und K04 Datenleitung.

max Offline




Beiträge: 95
Punkte: 119

07.04.2016 16:39
#15 RE: wie alles begann.... antworten

@moses schrieb:
In der FSt des FO's wurden bei deren Errichtung im Keller des U-7 links (unter Leitung des "Veterinärgynokologen") auch die erforderlichen Räume für ein Bildschirmfernsystem hergerichtet, das System, gekoppelt am Rechner des ZGS, installiert und mit Beginn der Arbeit der FSt für das Programmsystem K04 in Betrieb genommen. Wieviel Bildschirmgeräte und Drucker entfaltet waren und wo sie standen, weiss ich allerdings nicht mehr.
Der Keller im U-7 war ein stinknormaler wie in allen U-Gebäuden des Kdo's, von Schutzgrad keine Rede.
Ein Raum oder Räume für den Meteorologen wurden im Keller auch von Anfang an mit hergerichtet.

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