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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 133 mal aufgerufen
 Strausberg Stadt + Umland
Seiten 1 | 2
Schulze ( Gast )
Beiträge:

04.02.2017 14:20
#16 RE: Strausberger Eisenbahn antworten

Zitat
Im Web habe ich Abbilder von Strausberg gefunden. Nämlich wie der "Bulle" Waggon der SZD ( sowjet. Staatsbahn) zwischen Bahnhof Vorstadt vom/zum GSSD-Objekt transportiert.
Das Anschlußgleis war neben dem S-Bahnhof über die Straße zur jetzigen Endhaltestelle. In der heutigen Zeit sind die Schienen schon mehrere Jahre demontiert.

Anlieferung der Technischen Ausrüstung zum Fliegertechnischen Lager erfolgte per Waggon. Entweder direkt aus SU oder von einem Frachtflugplatz in der DDR. Die GSSD wickelte auch ihre internen Frachtlieferungen mit SZD-Waggon ab. Denn deren Inhalt war für Reichsbahner tabu. Die SZD-Waggon waren immer mit Wachmannschaft unterwegs. Waggon der DR kamen nur mit Kohle und Kartoffel zu dem Objekt.

Die Fotos konnten freundlich schon mal abgelegt werden. Damit hier kein Speicherplatz verbraucht wird.

http://www.lsklv-ddr.de/SRBSZD.jpg

http://www.lsklv-ddr.de/SRBSZD2.jpg

Das (c) steht auf jedem Foto.

Ich hatte dort in der Nähe gewohnt. Mein Vater arbeitete im russischen FTL als Zivilbeschäftigter.





Ganz früher war die Strausberger Eisenbahn ein wichtiges Transportmittel. Denn die Reisezüge ( Berlin-Küstrin und Berlin-Königsberg ) hielten "nur" am Vorstadtbahnhof genannt "Bahnhof Strausberg " und die Bewohner und oder Reisenden mussten oder wollten 10km weiter zur eigentlichen Stadt Strausberg. Einen Busverkehr wie heutzutage war noch nicht eingerichtet. Folglich leistete die Strausberger Eisenbahn den Personen-und Güterverkehr von der eigentlichen Vorstadt zur Stadt Strausberg. Das Schienennetz endete nicht wie heute am Lustgarten, sondern verlief durch die Innenstadt bis zur heutigen Polizei in der Wriezener Str.. Denn dort war Strausberg quasi zu Ende. Alle Bebauung die man jetzt weitergehend kennt ( Club am See, Wohnsiedlung....) entstand erst in der DDR. In der DDR entstand dann mit Einrichtung des KVP-Stabes in Strausberg-Nord der Vorhabenansatz zur Verlängerung der Strausberger Eisenbahn bis Strausberg Nord. Und dieses Vorhaben wird seitdem und bis heute von den Stadtverordneten diskutiert. Ohne Ergebnis. Sogar ein Teil des Schienenweges durch die Altstadt kam zur Demontage.
Und sie diskutieren immer noch und jedes Jahr darüber.

Verständlich wenn dann die Armee irgendwann die Nase vom ewigen diskutieren voll hatte und das S-Bahnprojekt "Nebenstrecke Strausberg-Strausberg/Nord" anschoben.
Am 1.1.1955 war dann Eröffnung der Zweigstrecke Strausberg-Strausberg/Nord samt der Zwischenstation Strausberg Stadt. Die dann im Pendelverkehr mit Dieseltriebwagen befahren wurde.
Zum 03.06.1956 konnte die Elektrifizierung dieser Zweigstrecke abgeschlossen werden und es erfolgte de Aufnahme des elektrischen S-Bahn-Verkehrs. Wieder nur im Pendelverkehr. Also umsteigen in Strausberg Vorstadt.
Erst am 16.05.1968 eröffnete der 40-Minuten-Takt der S-Bahn Berlin (Ostkreuz) - Strausberg/Nord.

Mit dieser Bahnverbindung erfolgte ein enormer Abzug von Passagieren der Strausberger Eisenbahn. Die es nie schaffte eine lukrative Verkehrsverbindung zu werden.

Eggersdorfer Offline




Beiträge: 28
Punkte: 48

04.02.2017 14:31
#17 RE: Strausberger Eisenbahn antworten

Interessanter Weise für ab 1998 die Regionahn RB26 in Hauptlastzeiten von Berlin Lichtenberg nach Strausberg/Nord. Quasi jeder zweite Zug der RB26 von Lichtenberg.
Also Lichtenberg- Gusow
dann Lichtenberg - Strausberg Nord
dann Lichtenberg - Gusow
dann Lichtenberg - Strausberg Nord
usw.
1999 zum Fahrplanwechsel kam dann die Einstellung dieser Regiotour.

Herrensee Offline



Beiträge: 10
Punkte: 10

10.06.2017 19:46
#18 RE: Strausberger Eisenbahn antworten

Wie in der Zeitung stand, hatte die Straba ein Gütergleis abseits der Hauptstrecke. Dieses Gleis verband Lustgarten mit Hegermühle. Verlief quasi von der Endhaltestelle Lustgarten neben der Walkmühlenstrasse - Querung Elisabetstr zum NVA Versorgungslager und Sowjetobjekt- durch Sowjetobjekt hindurch um den Igelpfuhl herum zum Heöände BHG/ACZ
( heute Handelscentrum ) - Querung Thälmannstr und dann in das Weichensystem Haltstelle Hegermühle am ehemaligen Straßenverkehrsamt.
Diese Variante kannte ich noch nicht. Hieße ja, die Lieferungen für die Russen verkehrten mit dem "Bullen" über diese Strecke.

Lokalpolitiker wollen auf dem ehemaligen Bahndamm eine Luxus- Fuß und Radweg vom Lustgarten zum Handelcentrum schaffen. Damit kam diese Streckenführung wieder hoch.

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