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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 263 mal aufgerufen
  
 Deutsches Heer
Raubritter Offline



Beiträge: 10
Punkte: 18

19.07.2016 16:47
Heeresflieger antworten

Die Heeresflieger der Bw zur Panzerbekämpfung fanden fast zeitgleich Aufmerksamkeit wie bei CA und NVA.
In keiner Weise waren die BO105 den Mi-24 ebenbürdig.

Die zahlenmäßige Überlegenheit des Warschauer Paktes an Panzern führte zur Beschaffung der MBB BO105, die man zusätzlich zur Panzerabwehr mit Lenkflugkörpern HOT aufrüstete. Mit den neuen Panzerabwehrhubschraubern wurden erstmals 1979 entsprechende Regimenter aufgestellt. Diese waren Regiment 16 in Celle, Regiment 26 in Roth und das Regiment 36 in Fritzlar.

Die neu aufgestellte Heeresfliegerbrigade 3 (Mendig) vereinigte 1994 erstmals alle Kräfte der Transporthubschrauberverbände sowie fast alle Beobachtungs- und Verbindungsstaffeln. Zuvor waren die Heeresfliegerkräfte mit Masse in sogenannten Heeresfliegerkommandos auf Korpsebene angesiedelt.

1997 wurde auf dem Heeresflugplatz Fritzlar die Luftmechanisierte Brigade 1 in Dienst gestellt. Konzeptionell schon auf die Einführung der neuen Waffensysteme Tiger und NH90 ausgerichtet wandelte sich damit die bislang mit reinen Unterstützungsaufgaben betraute Truppengattung zur eigenständig operierenden Kampftruppe. Mit der Aufstellung des Infanterieregiments 1 als organischen Verband dieser Brigade erhielt das Heer erstmals schnell verlegbare und luftbewegliche Infanteriekräfte, die zusammen mit den Kampfhubschraubern der Brigade den luftbeweglichen Kampf aus der Luft und vom Boden aus führen konnten. Diese Erweiterung des Fähigkeits- und Einsatzspektrums der Brigade führte folgerichtig auch zur Umbenennung des Großverbandes in Luftbewegliche Brigade 1.


Was ist geblieben ?
- Kampfhubschrauberregiment-36 " Kurhessen" in Fitzlar mit Tiger
- Transporthubschrauberregiment-10 "Lüneburger Heide" in Faßberg
- Transporthubschrauberregiment-30 in Niederstetten --- die fliegen auch für OSZE !

Alle Regimenter gehören zur Division "Schnelle Kräfte" - wie die 2 Luftlandebrigaden, dem FJ-Rgt und der Fernspählehrkompanie ( einst Fallis-dann Panzeraufklärer )

unterfeld Offline



Beiträge: 49
Punkte: 61

19.07.2016 17:01
#2 RE: Heeresflieger antworten

Beschränkt auf Panzerbekämpfung.
Ganz anders die östliche Seite. bei der die KH auch Feuerunterstützung für die Mot-Schützen gaben.
Gleichwohl die Feuerunterstützung für Panzerverbände. Hier Bestandteil der OMG und zuständig für freie Fahrt der Panzergruppierungen als Stoßtruppen. Dies war der Lösungsansatz das die Stoßgruppierungen der 1. Westfront nur 2 Tage bis zum Rhein (rechnerisch) benötigen. Diese BO105 waren dann zur Gegenwehr überhaupt nicht in der Lage. Weil die Panzer die sie bekämpfen sollten dann bereits "durch" waren.
Nun haltet mich nicht für überheblich. Eine Analyse des Generalstabes sah die Sachlage so.
Die 3. Armee GSSD war ja nicht umsonst die Stoßarmee. Diese Truppe hatte nur 1 Aufgabe- Durchbruch und in 2 Tagen vollzug melden.

MMM Offline




Beiträge: 32
Punkte: 48

19.07.2016 17:02
#3 RE: Heeresflieger antworten

Eineinhalb Jahre war Brigadegeneral Thomas bei der Division Schnelle Kräfte (DSK) eingesetzt.
Der Neue: Brigadegeneral Gert Gawellek
Neben der Aufgabe des stellvertretenden Divisionskommandeurs fungierte er auch als „General Flugbetrieb Heer“ und als Standortältester.
„Keine leichte Aufgabe für einen Panzergeneral“ – wie Divisionskommandeur Generalmajor Marlow herausstellte. Umso mehr dankte der Divisionskommandeur dem scheidenden Brigadegeneral für dessen unentwegten Einsatz zum Wohle der DSK.

Rückblickend bewertete Brigadegeneral Thomas die Einführung der neuen Hubschrauber NH90 und Tiger bei gleichzeitiger Umgliederung der Verbände als größte Herausforderung seiner Dienstzeit.
Für die Truppe ist der Nachfolger kein Unbekannter. In der Vergangenheit diente Brigadegeneral Gert Gawellek bereits in verschiedenen Verbänden der Division Schnelle Kräfte. Deshalb freut sich Generalmajor Marlow auch auf zusätzliche „waschechte Fallschirmjägerkompetenz“ an seiner Seite.

So in meinen Überlegungen:
Die NVA hatte die Positionen Chef Armeefliegerkräfte mit aktiven Fliegern/Piloten besetzt. Dazu ein kleiner Stab, bei dem Fachkompetenz wieder bei den Luftstreitkräften lag ( FID, FA, ....).
Bei der Bundeswehr wird ein Panzergeneral und ein Fallschirmjägergeneral Kommandeur aller Heeresfliegerverbände. Und das noch im Nebenjob.
So gesehen ist doch kein Wunder wenn alle Nase lang über Pleiten Pech und Pannen der Bundeswehr berichtet wird. Offenbar werden andere Dienstposten auf Entscheiderebene auch so unqualifiziert besetzt.
Seit 2014 gehören die Heeresflieger der Bundeswehr zur Division Schnelle Kräfte (DSK) im hessischen Stadtallendorf.
Also die 3 Regimenter, wie in #1 aufgeführt.

Regenmacher Offline



Beiträge: 11
Punkte: 23

19.07.2016 17:18
#4 RE: Heeresflieger antworten

Eine gute Liste der Heeresfliegerverbände der Bundeswehr finden wir auf Wiki:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_..._der_Bundeswehr

Insgesamt forderte doch die ständige Aufrüstung des Warschauer Paktes mit Panzern und Panzertruppen zum spezialisierten Einsatz von Panzerabwehrhubschraubern und letztlich zu Kampfhubschrauberverbände.
Besonders bei LANDJUT war die Sorge zum Einsatz der 9. Panzerdivision NVA. Deutsche sollten gegen Deutsche kämpfen. Mit den vorherigen polnischen Verbänden hatten wir weniger Bauchschmerzen.

alteami Offline




Beiträge: 36
Punkte: 48

30.07.2017 16:45
#5 RE: Heeresflieger antworten

Tja, da war doch was- ach ja, ein "Tiger" ist in Mali vom Himmel gefallen und 2 Besatzungsmitglieder kamen zu Tode.
Mein Beilieid den Hinterbliebenen.

Aber das deckt sich doch mit vorgergehender Meldung und der Beschwerde der Pilotenverenigung über zu wenig Flugstunden der Heli-Piloten. Keiner der Piloten in Mali soll bisher die erforderlichen Flugstunden erreicht haben.

Hier ist doch besonders die Politik und die Armeeführung gefragt. Wie kann die Bundeswehr freiwillig nach politischer Entscheidung die Mission der Kampfhubschrauber im Mali übernehmen, wenn weder personelle noch materielle Voraussetzungen gegeben sind.
Die militärische Führung muß kritisiert werden, weil sie kein Veto gegen den politischen Auftrag eingelegt hat. Offenbar hat keuner den Mimm sich gegen den Willen der Ministerin zu artikulieren.

Die jungen Familien sind nun die Leidtragenden.

Amtsberg Offline




Beiträge: 30
Punkte: 38

30.07.2017 17:04
#6 RE: Heeresflieger antworten

Am 27. Juli gegen 12 Uhr ist ein Flugunfalluntersuchungsteam unter Führung des Luftfahrtamts der Bundeswehr, Abteilung General Flugsicherheit in der Bundeswehr, nach Mali gestartet, um die Unfallursache des abgestürzten Hubschraubers in Gao zu untersuchen.

Ich glaube, bei weniger hochtrabender Titel kommt mehr Effizienz heraus.
" Abteilung General Flugsicherheit.."

Kaeptn Chaos Offline




Beiträge: 7
Punkte: 7

27.02.2018 13:25
#7 RE: Heeresflieger antworten

Probleme in der Bundeswehr. Ein neuer Bericht zeigt auf, dass Waffensysteme nicht voll einsatzfähig sind-
So wurden aufgeführt:
Von 58 Transporthubschraubern NH-90 des Heeres sind im Jahresdurchschnitt nur 13 einsatzfähig.
Von 62 Unterstützungshubschraubern TIGER waren nur 12 einsatzfähig-

Im Umkehrschluss: Wenn eine Einsatzstaffel TIGER im Mali ist, darf in Europa kein Konflikt ausbrechen, da das Heer wegen fehlender Luftunterstützung die Verteidigungsleistung nicht erbringen kann.
Denkwürdig.

Egon Olsen Offline




Beiträge: 23
Punkte: 27

27.02.2018 13:51
#8 RE: Heeresflieger antworten

Von den Mängeln die bereits seit Auslieferung auftreten berichtet selbst Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/NH90

Flieger X Offline




Beiträge: 25
Punkte: 29

27.02.2018 14:01
#9 RE: Heeresflieger antworten

Ab 2015 kommen die Hinweise von Airbus auf den Designfehler.
Der Flugsicherheitsausschuss beim Luftfahrtamt der Bundeswehr hatte daher 2015 empfohlen, den Routineflugbetrieb mit NH90 aus Sicherheitsgründen vorläufig auszusetzen, hieß es seitens der Bundeswehr. Das Verteidigungsministerium erwarte jetzt schnellstmöglich die Beseitigung des Problems durch den Hersteller.
Der Grünen-Verteidigungsexperten Tobias Lindner berichtet, über Wochen sei ihm versichert worden, die Verschmorungen ( Problemstart Termez) seien ein bedauerlicher Einzelfall gewesen. "Während Ursula von der Leyen auf der Münchner Sicherheitskonferenz über 'Führen aus der Mitte' philosophiert, muss das Verteidigungsministerium nun erneut alle NH90 außer Betrieb nehmen", sagte er SPIEGEL ONLINE.
Von der Leyen dürfe nun die Rahmenvereinbarung, mit der wohl für über acht Milliarden weitere Hubschrauber gekauft werden sollen, "nicht durch den Haushaltsausschuss peitschen", so der Grünen-Politiker. Sie müsse vielmehr darauf bestehen, dass zuerst die Ursache der aktuellen Probleme aufgeklärt und die Probleme gelöst würden.
Zuletzt war bekannt geworden, dass eine schadhafte Software beim fliegenden Gerät der Bundeswehr für Chaos sorgt. Nach einem Update der Software, mit der die Wartung der Maschinen überwacht und Ersatzteile beschafft werden, sind die Daten derart durcheinandergeraten, dass die Techniker nicht mehr nachvollziehen können, welche der Maschinen überhaupt noch flugtauglich sind. Besonders betroffen auch dabei: der Bundeswehr-Transporthubschrauber NH90.
Aber offenbar ist der Fortschritt = Null.

1970 Offline



Beiträge: 38
Punkte: 62

03.05.2018 14:26
#10 RE: Heeresflieger antworten

Mangel an Flugstunden- Hubi-Piloten ohne Lizenz

Hubschrauberpiloten der Bundeswehr verlieren wegen mangelnder Flugstunden immer wieder ihre Fluglizenz.
Das geht aus einer Antwort des BmVg an den Bundestag hervor.
Im Jahre 2017 büßten demnach 19 von 129 Hubschrauberpiloten ihre Fluglizenzen zeitweilig ein.
Bei den wichtigsten Hubschraubertypen ist weiterhin nicht mal 1/3 der verfügbaren Maschinen einsatzbereit.


Solche Mängel sind hausgemacht und basieren auf mangelhafte Strukturen der Streitkräfte. Statt bundeswehreigene Luftwaffenwerften zu unterhalten, läuft alles über Outsourcing. Eine schweizerische Firma hat den Vertrag über Wartung und Instandhaltung erhalten und hat auf einem Flugplatz bei München erst einmal neu gebaut. Dort sollen dann sämtliche Hubschrauber der Bundeswehr in die Werkstatt. Aber die zivile Firma reisst sich deshalb kein Bein aus. Wenn mal Zeit ist und wenn Ersatzteile vorhanden sind wird mal an der Maschine gearbeitet.
So das inzwischen ein Großteil an Hubis dort auf dem Flugfeld herumsteht und auf einen Werkstatttermin wartet.

Diese Bundeswehr hat ein vollkommen falsche Ausrichtung bekommen. Da nutzt auch keine Verdreifachung des Wehretats. Denn eine Strukturänderung ist vordergründig notwendig.

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