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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 242 mal aufgerufen
 Bundeswehr Allgemein
Klaus Offline



Beiträge: 12
Punkte: 20

18.12.2016 18:39
Standort Storkow antworten

Der im brandenburgischen Storkow beheimatete Technologiestützpunkt Tarnen und Täuschen (TStp T/T) ist das Kompetenzzentrum der Bundeswehr für den
einsatzwichtigen Themenbereich Tarnen und Täuschen. Der truppendienstlich nachgeordnete Bereich der Heeresaufklärungsschule des Ausbildungszentrums Munster wird fachlich vom Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme (Teilbereich Elektronischer Kampf Landsysteme) gesteuert,
dessen Leiter derzeit Herr Oberstleutnant Thomas Fischer ist.
Im Schwerpunkt unterstützt der Technologiestützpunkt Tarnen und Täuschen die konzeptionelle und materielle Weiterentwicklung aller in den Themenfeldern Tarnen und Täuschen anfallenden Projekte für aktuelle und zukünftige Einsatzszenarien der Bundeswehr .
Darüber hinaus unterstützt der TStp T/T in den Themenfeldern Tarnen und Täuschen den Rüstungsbereich bei der Planung und Durchführung von Versuchsreihen
im Rahmen von Beschaffungsprojekten und führt einsatzrelevante Ausbildungen für die Truppe durch. Außerdem ist der TStp T/T durch die umfangreichen Werkstattbereiche in der Lage, nahezu alle Attrappen im eigenen Bereich zu produzieren; neben einer Tischlerei, einer Dreherei, einer Lackiererei, einer Sattlerei und einem Schmiedebereich, verfügt der TStp T/T auch über eine Laminierwerkstatt, in welcher verschiedene Kunststoffe und Harze zu filigranen Modellen verarbeitet werden.

Mars Offline



Beiträge: 17
Punkte: 21

18.12.2016 18:45
#2 RE: Standort Storkow antworten

Dieses Superobjekt ist aber eine Erfindung der DDR/NVA !!!
Die Wurzeln des Technologiestützpunkts Tarnen und Täuschen reichen zurück bis zur Gründungszeit der NVA der DDR. Am 22.04.1959 als Pioniererprobungsstelle der NVA in Dienst gestellt, wurde er 1975 zur Lehr- und Forschungsstelle für Pionierwesen und 1981 in die
Pionierlehr-/ und Auswertestelle 2 (PILAS 2) um gegliedert.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Dienststelle als Pionierstützpunkt Storkow von der Bundeswehr übernommen und der Pionierschule unterstellt.
Mit Einnahme der Struktur „Neues Heer“ wurde der Pionierstützpunkt Storkow im Jahr 2007 der Heeresaufklärungstruppe zugeordnet und als
Ausbildungsbereich IV/Technologiestützpunkt Tarnen und Täuschen Organisationselement des Ausbildungszentrums Heeresaufklärungstruppe
(HAufklTr). Truppendienstlich ist er dem Leiter Bereich Lehrgänge HAufklTr und fachlich dem Leiter des Dezernates 4 (Elektronischer Kampf &
Tarnen und Täuschen) des Bereichs Weiterentwicklung unterstellt. Mit Wegfall der Bereiche Weiterentwicklung beim Heer wurde die fachliche
Steuerung seit dem 01.10.2012 dem Kompetenzbereich Elektronischer Kampf Landsysteme beim Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waf-
fensysteme übertragen.
Zur Einrichtung gehört ein ca. 270 ha großer Sonderübungsplatz ( Ex ÜP Pionierbrigade der NVA )mit zwei festen Messtürmen einschließlich fest
installierter Stromversorgung. Auf dem Sonderübungsplatz können Erprobungen und Untersuchungen im freien Gelände bis zu einer Entfernung von 1,6 km unter nahezu frei gestaltbaren Einsatzbedingungen durchgeführt werden. Ein zum Sonderübungsplatz gehörender See verfügt
über Gewässerzufahrten und Wasserübergangsstellen.
Damit unzterstützt die Einrichtung die Wehrtechnische Dienststelle 62 mit Freiland Test und Messungen von Waffen/Waffensystemen und besonders Neuentwicklungen vor Einführung in die Streitkräfte.

Kojo Offline



Beiträge: 6
Punkte: 6

18.12.2016 18:46
#3 RE: Standort Storkow antworten

Welche Superobjekte in Ostdeutschland basieren nicht auf Einrichtungen der NVA.

R3J Offline




Beiträge: 29
Punkte: 37

18.12.2016 18:48
#4 RE: Standort Storkow antworten

Pionierstützpunkt oder Technologie Tarnen & Täuschen passt ja sowas von... in Heeresaufklärung... wie Marmelade zu Senf.
Zeigt sich doch, sie wissen eigentlich garnicht wohin damit in dieser vertrakten Struktur.

Jens Offline



Beiträge: 51
Punkte: 55

18.12.2016 18:49
#5 RE: Standort Storkow antworten

Der Wasser-und Abwasserversorger für Gebiet Storkow hat die Wasserschutzeinzugsgebiete neu ausgewiesen. Sollten diese vom Umweltministerium in Potsdam zu bestätigt werden, liegen 2/3 der Kaserne Storkow sowie der Standortübungsplatz im Wasserschutzgebiet. Damit kann dann die Bundeswehr den Standort Storkow mit ca. 1000 Militärs u. Zivilisten schließen.

NZZ ( Gast )
Beiträge:

19.12.2016 20:36
#6 RE: Standort Storkow antworten

Aus einem RBB-Bericht kam, dass auch Schloß Hubertushöhe betroffen ist und der Eigner dann wohl seine Ausbau-und Betriebsvorhaben begraben kann.

Fernmelder Offline



Beiträge: 32
Punkte: 52

16.06.2017 18:58
#7 RE: Standort Storkow antworten

Storkow, Kurmark-Kaserne

In Storkow, an der Beeskower Chaussee 15a, steht due Kurmark-Kaserne. Hier sind wir als Führungsunterstützungsbataillon 381 stationiert. Diue Soldaten sind bei Auslandseinsätzen für die IT/Fernmeldeversorgung zuständig.
Mit in der Kaserne ist eines der Familienbetreuungszentren der Bundeswehr und kümmert sich um die zu Hause gebliebenen Angehörigen der Soldaten im Auslandseinsatz. Ein ganz ganz wichtiger Part.
Denn derzeit sind unsere Trupps in Afghanistan und Mali im Einsatz.

In der Kurmark-Kaserne war die Welt bis vor einigen Tagen noch in Ordnung. Dann brach die öffentliche Debatte über die Bundeswehr herein, ob man Kasernen umbenennen müsse, die den Namen eines Generals der Wehrmacht tragen.

Die Kurmark-Kaserne hat dieses Problem zwar nicht. Dennoch machte sich eine kleine Gruppe Linker Aktivisten die aktuelle Stimmung zu nutze und behauptet, der Name "Kurmark" müsse getilgt werden,
denn er sei "besudelt" . Schließlich habe die Wehrmacht einer Panzergrenadierdivision diesen Namen gegeben und die SS einem Truppenübungsplatz.
Auf dem Tag der Bundeswehr in Storkow am vergangenen Samstag verteilten sie Flugblätter mit dieser Behauptung.
Die (ehemalige SED) Tageszeitung "Neues Deutschland" (ND)- griff diese Behauptung ebenfalls auf. Und wie es so ist- kleine Leistung, große Wirkung. Bei Google erscheint die Kurmark-Kaserne jetzt gleich im zweiten Eintrag als angeblich von Problemen belastet.
"Kein harmloser Name" steht dort und der ahnungslose Betrachter muss denken, dass unsere Truppe in Storkow ein düsteres Geheimnis zu verbergen hat.

Dem ist aber nicht so. Der Name "Kurmark" ist genau so harmlos wie der Scharmützelsee.
Mit Kurmark wurde im späten Mittelalter die Gegend bezeichnet, in der Storkow damals lag und heute noch liegt.

Am 17. September 1993 bekam die Kurmark-Kaserne ihren Namen.
Der Name "Kurmark-Kaserne" wurde mit Bedacht gewählt. Erstens um die Verbundenheit der Soldaten mit der Region zu unterstreichen und zweitens in Anlehnung an die "Storkower Kurmärkische Pionierkameradschaft". In dieser Kameradschaft haben sich seit 1991 Soldaten der NVA und der Bundeswehr zusammen gefunden..

Oberst Krohm, der damals die Ansprache zur Taufe der Kaserne hielt, verwies sehr wohl darauf, dass der alte deutsche Name "Kurmark" von der Wehrmacht verwendet und von der SS missbraucht wurde.
Angesichts der Sorgfalt, mit der damals der Name vergeben wurde, wirkt es billig, wie sie linken Aktivisten jetzt einen Nazi-Skandal herbeireden wollen.
Sie werden damit hoffentlich keinen Erfolg haben.

Wir Soldaten der Bundeswehr haben es nicht verdient, dass man uns ständig in die rechte Ecke stellt,
was in diesen Tagen - aus welchen Gründen auch immer - zu einer Art Volkssport geworden ist.

altes.fachbuch ( Gast )
Beiträge:

04.12.2017 22:02
#8 RE: Standort Storkow antworten

wieso hat man die namen geschke und karbyschew nicht belassen??

Heiko Offline



Beiträge: 25
Punkte: 37

04.12.2017 23:00
#9 RE: Standort Storkow antworten

Führungsunterstützungsbataillon-381/ITBtl 381 Storkow
Vor 10 Jahren erfolgte Aufstellung dieses Verbandes in Storkow in der alten Pionierkaserne, die heute Kurmark-Kaserne heisst.
Seit diesem Jahr heisst der Verband: IT Batallion 381= Informationstechnikbataillon 381

Das Informationstechnikbataillon 381 in Storkow (Mark) gehört seit dem 1. Juli 2017 zum unterstellten Bereich des Kommando Informationstechnik der Bundeswehr in Bonn. Der Verband hat die Möglichkeit, IT-Services im gesamten Spektrum der IP-basierten Informationsversorgung und -übertragung bereit zu stellen und zu betreuen.
Unsere Fachleute für Informationstechnik sind immer dann gefragt, wenn es darum geht, schnell, zuverlässig und robust Informationen aller Art über IT-Netze sowohl im Inland als auch in den Einsatzgebieten der Bundeswehr zur Verfügung zu stellen und die Verbindungen in einem Network Operation Center (NOC) entsprechend zu überwachen. Egal ob weitreichende Satellitenverbindungen, lokale Netze oder Nutzerbetreuung - unsere Soldatinnen und Soldaten des Bataillons leisten einen wichtigen Unterstützungsbeitrag zur Gewährleistung der Führungsfähigkeit und damit zur Auftragserfüllung der Bundeswehr im In- und Ausland.

Die Kommunikationsprofis stellen mit modernen Führungsunterstützungssystemen die nationale und internationale Führungsfähigkeit im Einsatz sicher. Dazu gehören Systeme zur Herstellung und Übertragung von breitbandigen mehrkanaligen, aber auch dynamischen und einkanaligen Satellitenverbindungen. Weiterhin gehören klassischer HF-Funk, das Bündelfunksystem TETRAPOL und digitaler Richtfunk als mobile Systeme zum Bataillon. Durch ein mobiles Kommunikationssystem können zusätzlich verlege- und netzwerkfähige Accessnetze sowie dezentrale Server in den Einsatzgebieten zur Verfügung gestellt werden, um dem Kontingentführer vor Ort bei der Führung zu unterstützen und seine Anbindung an das Heimatland zu gewährleisten. Dazu stellt das Bataillon auch das Führungs- und Informationssystem der Streitkräftebasis als Tool für das nationale Meldewesen bereit.

Mark Offline



Beiträge: 25
Punkte: 49

04.12.2017 23:01
#10 RE: Standort Storkow antworten

Stab und Stabszug unterstützen und beraten den Kommandeur bei der Führung des Bataillons.

Die 1. Kompanie ist für die Versorgung und Ausbildung des Bataillons verantwortlich. Dazu gehören die Wartung und Instandsetzung von Fahrzeugen und Geräten, die Bereitstellung von Materialtransporten aller Art, die Materialbewirtschaftung, die Versorgung mit Munition und Verpflegung sowie die Durchführung der militärischen Grundausbildung und der fachlichen Ausbildung an den Führungsunterstützungssystemen.

Die 2., 3., 4. und 5. Kompanie sind die Einsatzkompanien des Bataillons. Neben den klassischen Bereichen der Kompanieführung, der Materialbewirtschaftung und der technischen Unterstützung bietet jede Kompanie durch einen Service Desk kompetente Ansprechpartner zur Hilfeleistung der Nutzer rund um die jeweils vorhandenen Führungsunterstützungssysteme.
Die 2. Kompanie kann mit Hilfe eines mobilen Kommunikationssystems incl. eines Liegenschaftszugangsknoten und Servern ein Kernnetz zur Verfügung stellen. Lokale verlegefähige Netzwerke und IT-Plattformen für sichere Kommunikation von Führungseinrichtungen können durch die 3. Kompanie bereitgestellt werden. Die 4. Kompanie ist mit Systemen zur weltweiten Satellitenkommunikation aller Art ausgestattet und kann zusätzlich Informationen durch digitalen Richtfunk übertragen. Durch Bündelfunk und HF-Funk sowie Videokonferenzanlagen komplettiert die 5. Kompanie den vielfältigen Mix aus Kommunikationsmitteln.

Rudolf Offline



Beiträge: 10
Punkte: 14

04.12.2017 23:03
#11 RE: Standort Storkow antworten

Storkow bekommt transsexuelle Kommandeurin

Sie ist nicht nur die erste Frau in diesem Amt bundesweit, sondern eine Frau mit einer besonderen Biografie: Oberstleutnant Anastasia Biefang machte zunächst als Mann Karriere bei der Bundeswehr. Jetzt übernimmt sie am Standort Storkow als Frau das Kommando.
Mit einem Feldgottesdienst und einem feierlichen Appell ist in Storkow (Oder-Spree) am Mittwoch der Führungswechsel beim Informationstechnik-Bataillon der Bundeswehr vollzogen worden. Oberstleutnant Anastasia Biefang übernimmt das Amt von Thorsten Niemann, der ins Verteidigungsministerium wechselt.
Biefang ist transsexuell und bundesweit die erste Frau in diesem Amt. Die 43-Jährige hatte ihre Karriere bei der Bundeswehr vor 23 Jahren als Mann begonnen. Da sie sich, wie sie selbst sagt, immer mehr als Frau fühlte, entschloss sie sich vor zwei Jahren zur Geschlechtsumwandlung.

Nur ein kleines Signal der Normalität
In Storkow ist sexuelle Vielfalt kein Novum: Vorgänger Thorsten Niemann lebt offen schwul. Mit anfänglichen Berührungsängsten am neuen Standort rechnet Anastasia Biefang dennoch. "Da ist vielleicht eine gewisse Distanz am Anfang, aber die werde ich zusammen mit den Soldaten und Soldatinnen abbauen."
Schwule, Lesben und Transsexuelle haben immer noch einen schweren Stand in der Bundeswehr. Der Wehrbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Hans-Thomas Bartels, berichtete jüngst von Wörtern wie "Drecksschwein" oder "Homo" als typische Beschimpfungen. 131 Anzeigen gab es allein im letzten Jahr wegen Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

Biefang selbst engagiert sich für die Belange von Transgender-Menschen im "Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr". Sie fordert seit Jahren ein Vielfaltsmanagement für die Truppe. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe aber bereits einige Maßnahmen eingeleitet, die zu einem offeneren und respektvolleren Umgang beitragen, sagt Biefang.

Ich kenne ein renomiertes Hotel, wo nur Schwule in der Führungsriege eingestellt werden.
Haben wir nun auch wirklich eine Bunte-Wehr mit solchen Einstellungsbedingungen ?

Volker Offline



Beiträge: 3
Punkte: 3

04.12.2017 23:05
#12 RE: Standort Storkow antworten

Rudolf- auch die NVA nahm Jeden der laufen konnte und 2 gesunde Hände hatte. Ohne das dadurch die Truppe verloderte. Auch waren diese "Spezies" keine schlechten Menschen.
Toleranz ist das Zauberwort.

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